
Zum zweiten Mal in Folge Österreichischer Meister bzw. Sieger der Erste Bank Eishockey Liga, Silbermedaille mit dem Farmteam in der Österreichischen Nationalliga, ungeschlagener Österreichischer Meister in der Altersklasse der unter 17-Jährigen, einer der Hauptzielgruppen des International Icehockey Development Models. Die Red Bulls konnten in der vergangenen Saison zweifellos das erfolgreichste Jahr der noch jungen Klubgeschichte feiern.
Einer der Gründe für den sportlichen Erfolg der Red Bulls ist dabei im Ausbildungsmodell IIDM (International Icehockey Development Model), das vor einem Jahr gestartet wurde, zu suchen. Die konsequente Arbeit in allen Nachwuchsklassen bis hinauf zu den Spielern des Farm- und Bundesligateams mit internationalen Trainern trägt erste Früchte und wird auch in der kommenden Saison fortgesetzt bzw. weiter ausgebaut. "Es ist wichtig, dass wir fokussiert bleiben auf die Aufgaben, die jetzt kommen. Dazu müssen wir wissen: Wo stehen wir? Wo wollen wir hin? Und wie kommen wir dahin? Wir verfolgen weiter unseren Weg und wollen die Teams in den jeweiligen Altersgruppen noch jünger und noch besser machen", schaut Pierre Pagè, der Sportdirektor und Head Coach der Red Bulls, in die Zukunft.
Das heißt konkret 12 bis 15 Trainingseinheiten pro Woche unter der Anleitung von vielen guten internationalen Trainern, alle Möglichkeiten des Diagnostik- und Trainingszentrums Thalgau nutzen sowie individuelles Training im Skatemill & Shooting Center. Und der 60-jährige Kanadier fordert zugleich mehr Spiele: "Das ist der nächste logische Schritt in unserem Ausbildungsmodell. Die Jungs brauchen mehr Spiele. Das U17- und das U20-Team sowie das Farmteam sollen mindestens 50 Spiele in der Saison absolvieren.
Da wartet v.a. in der Pre-Season ein starkes Programm auf die Spieler. Das IIDM wird somit gewissermaßen um ein "New playing model" erweitert, das den jungen Spielern erlaubt, auch international noch wertvollere Wettkampferfahrungen zu sammeln und über viele Spiele die eigene Leistung zu steigern. Ein starkes Pre-Season Programm wartet aber auch auf die Bundesligamannschaft, die heuer nach dem vereinseigenen Einladungsturnier Red Bulls Salute, wo drei Spiele auf höchstem internationalen Niveau auf dem Spielplan stehen, noch je vier weitere Spiele von Weltklasseformat in der Schweiz und in Schweden bestreiten werden, bevor es wieder um Meisterehren geht.
Aber auch in der heimischen Meisterschaft muss man sich den Erfolg hart erarbeiten, wie erst die letzte Saison gezeigt hat. Dass die Red Bulls am Ende wieder ganz oben stehen wollen, steht dennoch außer Frage, sagt Pierre Pagé: "Unsere Philosophie heißt entwickeln und gewinnen. D.h. wir wollen die Spieler verbessern und streben dabei den best möglichen Erfolg an". Zusammengefasst lassen sich die Ziele für die kommende Saison in vier Bereiche aufteilen: die Teams verjüngen, Spieler individuell ausbilden und verbessern, so viel Spiele wie möglich gewinnen sowie eine starke Führungsriege im Bundesligateam für die jungen Spieler aufbauen.
Schon jetzt werden im Farmteam fast nur mehr U20-Spieler eingesetzt, unterstützt von zwei bis drei älteren erfahrenen Spielern. Das U20-Team setzt sich schon großteils aus U18-Spielern zusammen, und so zieht sich der Faden bis zu den jüngeren Jahrgängen durch.
Neu in der Geschichte des Klubs ist auch die große Anzahl an Try-Out-Spielern, die seit dem 28. Juli 2008 im so genannten Top Propect Camp ihr Können unter Beweis stellen und sich für die Saison anbieten. Die dabei entstehende Konkurrenz hilft den Spielern, das Maximum aus sich heraus zu holen, weiß Pierre Pagé: "Natürlich lastet auf den Spielern ein gewisser Druck. Aber jeder bekommt bei uns seine Chance und kann sie mit entsprechendem Fleiß nutzen". Die Try-Out-Phase endet bei den entsprechenden Spielern je nach Vereinbarung zwischen Ende August und Mitte September 2008.