Samstag 22.November 2008 | 03:44
Sports / Fußball

Von Christoph Rietner am 14.08.2008

Die Bullen testeten den Rasen in Marijampole. Co Adriaanse testete das Wissen seiner Spieler. Und unser Reporter war live dabei.


Für die 50 Kilometer vom Medienhotel in Kaunas zum Stadion in Marijampole braucht man unfassbare eineinhalb Stunden. Das gestrige Abschlusstraining der Bullen für die UEFA-Cup-Quali gegen den FK Suduva dauerte eine halbe Stunde weniger. Und auch diese 60 Minuten ließ ein sichtlich gut gelaunter Co Adriaanse eher gemütlich angehen.

Erst standen lockeres Einlaufen und ein paar Aufwärm-, und Dehnungsübungen am Programm. Danach folgte ein ebenso lockeres Trainingsspiel auf einer Hälfte des sehr gut hergerichteten Spielfelds, bei dem die Spieler den Ball nicht öfter als zwei Mal berühren durften. Die letzte und wohl auch anstrengendste Einheit waren schnelle Kombinationen über beide Außenbahnen, die mit einer Flanke in den Strafraum und im Optimalfall mit einem Torabschluss endeten.

Co Adriaanse ließ sich für seine Spieler noch etwas Besonderes einfallen. Vor jeder Übung stellte er eine kulturelle Frage zu Litauen. Wer sie als erster und richtig beantwortete, bekam den Ball und durfte die Übung beginnen. Vorzugsschüler war dabei Patrik Ježek, der scheinbar im Flugzeug einen Reiseführer über Litauen auswendig gelernt hatte.

Aber auch Co Adriaanse wird in Zukunft noch ein wenig mehr über Litauen wissen. Ein lokaler Journalist schenkte ihm nämlich ein dickes Buch über das baltische Land. Dem Niederländer gefiel's, bei der Abfahrt zum Hotel schmökerte er schon fleißig. Zum Glück wohnen die Spieler nicht im Medienhotel, sonst hätte Co das Buch sicher schon ausgelesen.


Beim Abschlusstraining in Litauen war auch Köpfchen gefragt.
© Red Bull Photofiles


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