
Ich habe während dem gesamten Red Bulls Salute bequem auf der Tribüne Platz genommen. Natürlich habe ich besonders aufmerksam unsere eigenen drei Spiele angesehen. Das habe ich gesehen:
Donnerstag: EC Red Bull Salzburg - HC Sparta Prag 3:4 (1:2, 0:1, 2:1)
Tore: Colton Yellow Horn (13./PP), Dieter Kalt (43., 46.); Alexandrs Jerofejevs (9.), Petr Ton (20./PP), David Výborný (27.), Ondřej Kratěna (47.)
Spielerisch durfte man natürlich nicht allzu viel erwarten. Immerhin war es ja doch das erste Spiel des neu formierten Teams. Wir haben sehr gut angefangen, waren immer gleich am Mann dran. Das hat die Tschechen sicher gestört. Dadurch haben wir ein super Anfangsdrittel absolviert.
Danach kam aber die Müdigkeit, wir waren immer einen Schritt langsamer. Dadurch bekamen wir im 2. Drittel viele, ich glaube es waren acht Strafen. Wie mir die Jungs nachher erzählt haben, so waren sie ab der Mitte des zweiten Abschnitts allesamt ziemlich k.o. Gut, wenn man jeden zweiten Wechsel in Unterzahl hat, ist das einfach kräfteraubend.
Aber die Jungs haben sich gut erholt und im Schlussabschnitt noch einmal Kampfgeist gezeigt. Nachdem sie aber endlich zum 3:3 rangekommen sind, haben sie gleich nach dem Ausgleich wieder eine dumme Strafe kassiert. Das hat uns wohl den Sieg gekostet. Aber für das erste Spiel des Spieljahres, noch dazu gegen ein Spitzenteam wie Sparta Prag, war es eine gute Leistung.
Samstag: EC Red Bull Salzburg - SKA St. Petersburg 1:3 (0:0, 1:1, 0:2)
Tore: Ryan McDonough (32.); Sergej Brylin (34., 49.), Timofey Shishkanov (56.)
Diese Leistung ist schwer einzuschätzen, die Russen haben etwas lustlos gewirkt. Wir konnten wieder gut anfangen, wie gegen Prag, mit druckvollem Eishockey. Dadurch konnten wir uns auch laufend tolle Chancen herausspielen. Aber die muss man auf diesem Niveau einfach verwerten. Wir haben zwei Unterzahl-Tore bekommen, das darf uns einfach nicht passieren.
Ich glaube, viele Zuseher haben sich eine hohe Niederlage von uns erwartet. Die hat aber nicht stattgefunden, weil die Jungs einfach super gekämpft haben. Auf die Verletzung von Latusa haben wir auch mit dem Tor die richtige Antwort gegeben. Schade, dass wir das Spiel nicht über die Runden bekommen konnten.
Sonntag: KEC Kölner Haie - EC Red Bull Salzburg 4:3 n.P. (1:0,1:2, 1:1)
Tore: Philipp Gogulla (9.), Dave McLiwain (27.), Christoph Ullmann (52.); Michael Pelech (26.), Thomas Koch (39.), Ryan McDonough (43.)
Das war sicher das schwächste Salzburger Spiel bei diesem Turnier. Aber daran war natürlich die Müdigkeit schuld. Die Spieler sind gestern nach dem schweren Spiel gegen die Russen erst um 0.30 aus der Eishalle weggekommen. Viele Spieler können nach der Belastung erst 3-4 Stunden später einschlafen. Heute morgen hieß es aber früh raus aus dem Bett, und gleich ab in die Halle.
Beim Spiel um Platz 5 war darüber hinaus die Motivation sicher nicht so gegeben wie in den anderen Partien. Die Kölner waren heute sicher nicht übermächtig, im Penaltyschießen waren wir einfach unglücklich.
Ich bin überhaupt von den Kölnern sehr enttäuscht, da hat gar nichts gestimmt: mangelhaftes Überzahlspiel, keine schönen Spielszenen, ausschliesslich Einzelaktionen. Für einen DEL-Vizemeister waren sie erschreckend schwach.
Nun, so habe ich die Spiele erlebt. Eines steht aber fest: beim nächsten Red Bulls Salute möchte ich unbedingt wieder dabei sein. Bis dahin,
euer Daniel