
4. – 16. Juli, Krankenbett
Nachdem das ein Logbuch ist und auch bleiben soll, also kein Arztroman und auch keine neue Krankenhausserie werden soll, verzichte ich auf die Darstellung jener Geschehnisse, die mein Leben zwischen Nürnberg und Stuttgart bestimmt haben bzw. es noch tun.
Ich bin - Ärzten und Pharmaka sei dank - auf dem Weg der Genesung und guten Mutes. Und ich freue mich auf meine Rückkehr an Bord, die für den 16. Juli geplant ist. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für die vielen netten Mails, die mich erreicht haben und bis bald.
3. Juli, Schleuse Erlangen
Ich bin seit sieben Stunden auf. Wir gleiten den Main-Donau-Kanal entlang; algig grünes Wasser, eingefasst von Betonmauern, parallel dazu ein Radweg. Es ist trotzdem schön, das Reisen mit dem Schiff. Ab und zu treten die im Wasser sich spiegelnden Baum- und Gebüschreihen zur Seite und geben den blick auf Ackerland frei, auf Weizen- und Maisfelder, manchmal überholen oder begegnen uns Radfahrer.
Das gestrige Konzert hing an einem seidenen Faden aber es fand dann doch noch statt. Als Konstantin um 20:30 Uhr in die Tasten griff, fielen die letzten Tropfen, und als er fertig war, schien sogar noch kurz die Sonne. Gerade als sie unterging, begannen wir zu spielen. Es wurde ein etwas verkürzter, aber großartiger Abend.
Da die Lärmschutz-Bestimmungen ein Spielen nach 23 Uhr nicht erlaubten, gab es nur eine Zugabe. Ich sang zusammen mit Konstantin Wecker eines von seinen Liedern. „Einfach wieder schlendern“. Eine Ode an das Nichts-Wollen, das Schauen und Staunen, das Sein-Lassen.
Mit diesem schönen Gefühl ging ein turbulenter Tag und auch ein Abschnitt unserer Reise stimmungsvoll zu Ende. Abschied und Neuanfang.