
27,5m zwischen Absprung und Landung, Nervenkitzel und Gänsehaut pur für die Zuschauer und Klippenspringen in Reinkultur – das alles bot sich Samstagnachmittag beim Red Bull Cliff Diving an der Falkensteinwand. Für den Kolumbianer Orlando Duque bedeutete ein perfekt ausgeführter dreifacher Rückwärtssalto und eine zweifache Schraube gehechtet im finalen Durchgang die Tageshöchstwertung von insgesamt 343,7 Punkten. Für den neunfachen Weltmeister aus Kolumbien war es nach 2005 bereits der zweite Sieg am Wolfgangsee. 
Mit den Worten: „Wieder zurück an diese außergewöhnliche Wand zu kommen, unter mir die erwartungsvolle Menge zu wissen und mit einem beinahe perfekten Sprung zu gewinnen, macht mich einfach glücklich“, ließ er seiner Begeisterung für Location und Publikum freien Lauf: „Die Leute am Wasser und auch ich selbst waren mit einer gewissen Erwartungshaltung hierher gekommen und ich bin froh, dass es so gut funktioniert hat!“
Hatte der 33-Jährige schon bisher eine große Affinität zu Österreich – zwischen 1997 und 1999 war er im Safaripark Gänserndorf engagiert und jobbte eine Saison lang in einer Bar in Kitzbühel – so festiget der neuerliche Triumph diese Bindung umso mehr.
Ein Punktevorsprung von 14,9 Punkten auf den zweitplatzierten Artem Silchenko (328,8 Punkte) und 37,4 auf Sergey Zotin (306,3 Punkte), beide aus Russland, machte Orlando Duque’s Ruf als Ausnahmeathlet alle Ehre. Bei seinem ersten Antreten an der Falkensteinwand gleich mit dem zweiten Platz belohnt zu werden und „vor dieser Bilderbuchkulisse“ springen zu dürfen, machte die zweite Auflage des Red Bull Cliff Diving am Wolfgangsee auch für den Russen Silchenko zu einem Highlight.
Alles was schwimmend Platz bot wurde bei strahlendem Sonnenschein als Zuschauerplattform verwendet. Knapp 1.000 Schiffe, Surfbretter, Tretboote, Luftmatratzen oder Schlauchboote fanden sich unweit der Falkensteinwand ein, um den Einladungsbewerb der 12 weltbesten Cliff Diver aus neun Nationen zu verfolgen.
Niki Stajkovic, sechsfacher Olympiateilnehmer im Turmspringen und einer von fünf Kampfrichtern, zeigte sich von der Leistung der Athleten beeindruckt. „In den letzten drei Jahren seit dem letzten Bewerb hier hat sich der Sport neuerlich unglaublich weiterentwickelt. Es ist immer wieder aufs Neue bewundernswert, wozu die Jungs im Stande sind.“
Gebührenden Ausklang fand der Tag in der Fürberger Bucht mit live Band chilligen BBQ.
Ergebnis Red Bull Cliff Diving 2008
1. Orlando Duque KOL 343,7
2. Artem Silchenko RUS 328,8
3. Sergey Zotin RUS 306,3
Alle Infos auch unter www.redbull.at/cliffdiving