
Eleanor Coppola, 72, ist die Frau des Regisseurs Francis Ford Coppola. Die beiden hatten sich 1962 während der Dreharbeiten zu Coppolas Debütfilm „Dementia 13“ kennengelernt, wo Eleanor als Assistant Art Director beschäftigt war. Ein Jahr später heirateten sie. Das Paar hatte drei Kinder.
Der älteste Sohn von Eleanor und Francis Ford, Gian-Carlo Coppola, starb 1987 bei einem Speed-Boat-Unfall.
Er war 22 Jahre alt. Ende der Neunziger Jahre folgte Eleanor Coppola einer Einladung der Schriftstellerin Jean McCann nach Irland. McCann untersuchte dort 5000 Jahre alte Hügelgräber. Eines Abends unternahmen Coppola und ihre Freundin mit zwei Bekannten einen Ausflug zu einem dieser Gräber. Die Steinmonumente sind so angeordnet, dass sich hinter einem schmalen, länglichen Eingang eine runde Kuppel öffnet. Unter dieser Kuppel unternahmen Eleanor Coppola und ihre Freunde eine Erinnerungszeremonie: Im Schein von vier Kerzen sprachen sie die Namen von verstorbenen Menschen, die ihnen ans Herz gewachsen waren.

Eleanor Coppola erinnert sich „an ein tiefes Gefühl, das mich erfüllte und an den Kreislauf alter, vergangener Lebenskreise anschloss. Ich fühlte mich verbunden mit allen Eltern, die, wie ich, ein Kind verlieren mussten“. Sie entschloss sich, die tiefen Emotionen, die sie erfasst hatten, in ein Kunstprojekt umzumünzen: den „Circle of Memory“.
Im Rahmen der HangART-7 ist der Circle of Memory derzeit im Hangar-7 ausgestellt.
www.hangar-7.com