
Ich habe heute nach meiner Gehirnerschütterung wieder mit leichtem Training begonnen. Aber wirklich nur einfache Sachen. Laufen und Training mit dem Ball. Die Zweikämpfe habe ich noch ausgelassen. Wir haben auch beschlossen, dass ich am Donnerstag in der UEFA-Cup-Qualifikation gegen Sudova nicht einlaufen werde. Erstens haben wir das Hinspiel ja mit 4:1 gewonnen, und zweitens wollen wir noch kein Risiko eingehen. Am Wochenende gegen Kärnten werde ich wohl dann mein Comeback geben.
Ich kann mich übrigens noch immer nicht an den Zusammenprall beim Ried-Match erinnern. Kann das Ganze also nur von Erzählungen wiedergeben. Es war in der 7. Minute, als ich einen Kopfball nahm. Ich erwischte ihn ganz gut, doch als der Ball weg war, traf mich der Verteidiger genau auf der Schläfe und knockte mich damit aus.
Ich spielte aber weiter. Einige Teamkollegen sollen mich gefragt haben, ob es mir gut ginge, und ich meinte ja. Mir wurde auch erzählt, dass ich noch eine ganz gute Kopfballchance hatte, die aber neben das Tor setzte. Ich kann mich jedenfalls an nichts erinnern. In der Pause haben der Trainer und der Teamarzt dann gemerkt, dass ich völlig benommen bin und etwas neben mir stehe. Ich wusste zum Beispiel nicht, welche Runde wir gerade spielten und dass ich gegen Italien ein Tor machte.
Sie haben dann die Rettung verständigt und mich sofort ins Krankenhaus gebracht. Dort musste ich eine Nacht bleiben, und bis gestern wurde mir absolute Ruhe verordnet. Ich muss sagen, dass die ganze Sache relativ glimpflich ausgegangen ist und sich jetzt lustig anhört. Aber das hätte auch schlimmer ausgehen können. Ich freue mich auf jeden Fall schon wieder auf die Party gegen Kärnten und hoffe, dass ich von so krassen Zusammenstößen verschont bleibe.
Euer Marc