
Das Rennen in Silverstone vor zwei Wochen war für Red Bull Racing und Toro Rosso eine wahre Hochschaubahn der Gefühle. Erst mit Rang zwei die beste Startposition der Geschichte, dann aber jeweils nur ein Auto im Ziel und meilenweit keine Punkte. Dazu kam noch eine ordentliche Portion Melancholie, als David Coulthard bei seinem letzten Heimrennen seine Rücktritt mit Ende der Saison bekannt gab.
Am kommenden Wochenende soll es für die Bullen wieder besser laufen. Nach einer einjährigen Rennpause kehrt die Formel 1 wieder zurück auf den Hockenheimring. Die Strecke war jahrelang für ihre langen Waldgeraden und die großartige Stimmung im weitläufigen Motodrom bekannt.
2002 wurde der Kurs umgebaut. Der ohrenbetäubende Lärm der Fans ist geblieben, die Highspeed-Geraden wurden jedoch entschärft. Im Fahrerlager sind die Meinungen darüber geteilt. Red Bull-Racer Mark Webber mag es dennoch in Deutschland: „Klar war es ein Wahnsinn mit über 300 Sachen durch den Wald zu heizen, doch man hat diese Geraden im Sinne der Sicherheit entschärft. Das ist auch gut so. Das Motodrom ist dafür einzigartig. Da hörst du die Fans trotz des Motorenlärms, das ist großartig.“
Auch David Coulthard findet den neuen Kurs sehr fein: „Diese Strecke ist schnell und hat sehr viele Überholmöglichkeiten. Die beste ist die Spitzkehre, die du mit 310 km/h anbremst. In der Kurve hast du dann nur noch 60 km/h drauf und jede Menge Platz für überraschende Aktionen.“
Das Motodrom, in dem sich auch am Sonntag wieder zigtausende Fans tummeln werden, wird für einen Bullen zum zweiten Wohnzimmer. Lokalmatador Sebastian Vettel ist dementsprechend motiviert: „Ein Heimrennen ist das Highlight der Saison. Überhaupt, wenn du so nah an den Fans vorbeifährst. Da ist Gänsehautfeeling garantiert.“