Samstag 22.November 2008 | 04:20
Sports / Formula 1

Von Christoph Rietner am 03.08.2008

Feuer bei den Toros, Frust bei den Bullen, Jubel bei Sensationsmann Kovalainen. Unser rasender Reporter Christoph Rietner bloggt vom Grand Prix am Hungaroring.


Heikki Kovalainen ist nun offizielles Mitglied. Der Finne gewann den Grand Prix von Ungarn vor Überraschungsmann Timo Glock und Weltmeister Kimi Räikkönen und darf sich nun zum erlesenen Club der Grand-Prix-Sieger zählen.

Doch sein erster Sieg in der Formel 1 hatte nicht nur etwas mit seinem fahrerischen Können zu tun. Kovalainen profitierte am Hungaroring vom Unglück seiner Kontrahenten. Pechvogel Nummer eins war WM-Leader und Polehalter Lewis Hamilton. Der Brite musste seine Spitzenposition zwar schon in der ersten Kurve an Felipe Massa abgeben, doch das wahre Übel passierte in Runde 40, als eine Reifenschaden links vorne alle Siegesträume von Hamilton platzen ließ. Am Ende holte Hamilton noch Rang 5 und bleibt damit Leader in der Weltmeisterschaft.

Pechvogel Nummer zwei war Felipe Massa. Nach seinem furiosen Start und Hamiltons Reifenplatzer sah der Brasilianer im Ferrari schon wie der sichere Sieger aus. Bis drei Runden vor dem Ziel zumindest, denn da platzte der Motor seines Ferraris und Massa rollte auf der Start-Ziel-Geraden aus.

Aber auch die Toro-Rosso-Piloten blieben an diesem Sonntag nicht vom Pech verschont. Sebastian Vettel rutschte zu Beginn des Rennens bei einem Angriff auf Nelson Piquet Jr. von der Strecke und verlor vier Plätze. In Runde 22 war das Ungarn-Gastspiel des Deutschen dann endgültig vorbei, als der Motor seinen Toros überhitzte und den Geist aufgab.

Seb Bourdais sah die Zielflagge. Aber leider als Letzter, nach einem wahrlich heißen Rennen. Es war nicht die Fahrweise, sondern die Boxenstopps, bei denen der Wagen des Franzosen gleich zwei mal Feuer fing. Der Grund war die defekte Tankanlage in der Toro-Rosso-Box.

Weniger Probleme, aber ebenso keine Punkte gab es für Red Bull Racing. Sowohl Mark Webber als auch David Coulthard konnten von den Zwischen-, und Ausfällen nicht profitieren. Der Australier kam als Neunter ins Ziel, der Schotte auf Rang 11.

Der vierte Rang in der Konstrukteurswertung ist damit wieder in weite Ferne gerückt. Nachdem weder DC noch Mark in den letzten drei Rennen punkten konnten und Toyota (10) und Renault (8) in Budapest ordentlich anschrieben, beträgt der Rückstand auf Rang vier nun bereits 10 Punkte.


Red Bull und Toro Rosso waren in Ungarn nur Nebendarsteller.
© redbull.gepa-pictures.com


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