Samstag 22.November 2008 | 04:51
Culture / Music / Blog

Von Hubert von Goisern am 21.08.2008

Das Tourleben ist kein Zuckerschlecken: Hubert von Goisern bloggt über Gestank, mächtige Bugwellen und deplazierte Baustellen.


Am frühen Morgen weckt mich der Güllewagen. Unser Fäkaltank wird wieder einmal abgepumpt. Sowohl der Lärm als auch die Duftnote scheuchen mich aus dem Bett. Ich beschließe trotz Regen und Wind in die Stadt zu gehen und mir dort einen Kaffee zu bestellen. Viele der Läden haben dienstags, also heute, geschlossen, oder sind, wie sie es ausdrücken, dicht!

Mittags legen wir ab und zwei Stunden später sind wir in Dordrecht. Heftiger Wind und hoher Wellengang empfangen uns. Der fast ein Meter hohe Gezeitenhub erinnert uns an das nahe Meer.

Wir hoffen auf Wetterberuhigung für den Abend. Außerdem bitten wir, um die Ecke anlegen zu dürfen, um aus der Schusslinie der mächtigen Bugwellen vorbeifahrender Schnellboote zu kommen. Diesmal ist der Hafenmeister auf unserer Seite, dafür aber die Stadtverwaltung auf beiden Ohren taub. Was mich am meisten stört, ist aber eine Baustelle. Akkurat vor der Bühne – oder da, wo die Bühne sein sollte, liegen Haufen von Pflastersteinen, die darauf warten verlegt zu werden. Ich bin zerknirscht. Aber es hilft nichts – wir sind da, um zu spielen und wir werden spielen, so es der Wind erlaubt.


Weder Wind noch Wellen können Hubert von Goisern was anhaben.
© Sarah Marchant


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