
„… eine Atmosphäre von Romantik und Verführung“
„Délicatesse des couleurs“, die zehnte Ausstellung im Salzburger Hangar-7, präsentiert junge Künstlerinnen und Künstler aus Frankreich, die mit ihren Bildern aktuelle Gesellschaftsprobleme aufgreifen. Im Fall des 1974 geborenen Benjamin Bruneau ist der Überfluss von Bildern und Informationen, mit denen wir Tag für Tag konfrontiert werden, das Leitthema.
Verraten Sie uns bitte zunächst ein paar Details über Ihre Person: Was mögen Sie, was können Sie nicht ausstehen und worüber lachen Sie am liebsten?
Ich mag Malerei, Musik, Tanz und Theater; ich verabscheue Rassismus und Gewalt; und ich lache über Loser, Versuche, mich zu provozieren und alles Schräge.

Welche drei Künstler – gerne auch unterschiedlicher Genres – berühren Sie?
Rembrandt, der Underground-Comic-Zeichner Robert Crum und der Puppenspieler Philippe Gentil.
Was fällt Betrachtern üblicherweise an Ihren Kunstwerken als erstes auf ...?
Die unterbewusste Sprache, die allen Dingen zugrunde liegt.
Schenken Sie uns bitte einen Einblick in die Arbeitsumgebung, in der die meisten Ihrer Werke entstehen. Ist sie steril oder chaotisch, still oder voller Leben?
Ich arbeite in einer Atmosphäre aus Romantik und Tragik, Mysterium und heimtückischer Verführung.
Bitte wählen Sie eines Ihrer ausgestellten Werke aus und beschreiben Sie für uns in wenigen Worten seine Entstehungsgeschichte und die Idee, die dahinter steht.
Was ich im Pariser Stadtleben aufsauge und beobachte, habe ich für “PMU” in die Hände genommen und um einen einzigen Punkt herum gruppiert.
Mit welchem Gefühl oder welcher Erkenntnis sollen die Betrachter der Ausstellung idealerweise den Hangar-7 verlassen?
Mit dem gleichen Gefühl, als wären sie gerade bei Yoba (ein Pariser Dessous-Geschäft, Anm.) gewesen.