
Hand aufs Herz: Die ersten drei Rennen der heurigen Saison waren sicherlich nicht die besten. Ich habe insgesamt gerade einmal 40 Kilometer geschafft. Eigentlich ein Wahnsinn. Aber ich habe natürlich auch viel Pech gehabt.
Einzig der Ausfall in Malaysia war ein technisches Gebrechen, sonst bin ich immer abgeschossen worden. Aber so ist es nun mal im Rennsport. Manchmal kracht es und manchmal kracht es andauernd. Aber im Prinzip weiß ich ja, dass Jammern jetzt nicht hilft. Pech und Glück liegen in der Formel 1 so knapp zusammen. Auch für mich wird wieder die Sonne scheinen.
Wir haben ja zum Glück noch einige Rennen vor uns. Die letzten Wochen haben wir auch gut gearbeitet und viel Zeit gehabt, unser Auto weiterzuentwickeln.
Leider hat mein Toro Rosso-Kollege Sebastien Bourdais ja letzte Woche hier unseren neuen Wagen völlig zerstört. Das ist natürlich extrem bitter, denn ich bin in dem Wagen noch nie gefahren. Aber Sebastien hat mir erzählt, dass er sich um einiges besser fährt als der alte.
Ich möchte auf jeden Fall nicht in Sebastiens Haut stecken. Einen Prototypen zu ruinieren, ist schon eine schlimme Sache. Aber unsere Mechaniker arbeiten schon auf Hochtouren, um den geplanten Launch in der Türkei hinzubekommen.
Das ist natürlich noch Zukunftsmusik. Jetzt steht mal Barca an und ich will endlich einmal die Zielflagge sehen. Ich hoffe, dass ich ein gutes Qualifying hinlegen und mal von weiter vorne starten kann. Denn eines ist klar: Wenn du nur mit drei, vier Jungs kämpfen musst, ist die Chance, dass du ohne Crash aus der ersten Kurve kommst, natürlich viel größer.