
Wir haben nun ein paar spielfreie Tage vor uns. Da die Hebebrücken und Schleusen an Sonntagen reduziert bzw. in manchen Fällen gar nicht in Betrieb sind, bleiben wir bis morgen da und machen uns einen faulen Sonntag.
Marie Daulne und ihre Mitmusikerinnen von Zap Mama haben uns spät nachts verlassen – und Darinka mitgenommen, für Tonaufnahmen in Brüssel. Sie sollte morgen wieder zurück sein. Ich freu mich sehr für sie und wäre eigentlich auch gern mitgefahren bzw. hätte Marie gerne weiter in meiner Nähe hier am Schiff. Ihre Seele schwingt noch nach. Sie hat uns zusammen mit ihrer Tochter Kesia auf großartige Weise bereichert und das schwimmende Dorf zu einem Königreich gemacht.
Am Nachmittag fuhren wir mit einem Taxi ans 70 km entfernte Meer. Die Eintönigkeit der Landschaft auf der langen Fahrt wurde durch ein tristes, wolkengepeitschtes, feuchtkühles Wetter noch verstärkt.
Endlich angekommen, ließen es sich die meisten von uns nicht nehmen, in das gar nicht so kalte, salzige Wasser der Nordsee zu springen. Danach aßen wir Fritten und Hamburger, tranken Bier und kamen im Regen wieder zurück nach Antwerpen.