
Es war das Highlight des Abends - gleichzeitig die Vorentscheidung in der Gesamtwertung der Red Bull X-Fighters Series, die Revanche für die X-Games-Niederlage, gleichzeitig ein Fest für die 15.000 Zuseher und gleichzeitig...
Beginnen wir von Anfang an: In der ersten Runde des Finales setzte sich zunächst Fred Johansson (SWE) gegen Dustin Miller (USA) durch. Fred nutzte den gesamten Kurs und stieg verdient auf. Weiters matchte sich Busty Wolter (GER) mit Nick deWit (RSA) und kam erstmals in seiner Karriere in die zweite Runde der Red Bull X-Fighters.
Ronnie Renner (USA) kickte mit einem stylischen Run den zweiten Deutschen, Fabian Bauersachs, aus dem Rennen.
Dann die zweite Runde: Der schon qualifizierte Robbie Maddison (AUS) muss gegen den erst 17 Jahre alten Petr Pilat (CZE) antreten. Und dieser Kampf hatte es gleich mal in sich. Robbie musste all seine Routine aufbringen, um den Jungspund nicht an sich vorbei ziehen zu lassen. Die Judges sahen es etwas anders - denn sie gaben dem Tschechen keinen einzigen Punkt, was etwas Kopfschütteln bei 15.000 Moped-Fanaten verursachte.
Der nächste Fight in Runde 2: Dany Torres (SPA) nutze zwar nicht den ganzen Kurs, mit seinem unglaublichen Backflip-Combos lies er aber Frederik Johansson keine Chance.
Ebenfalls erst in Runde zwei am Start, verwies Jeremy Lusk (USA) Ronnie Renner in die Schranken. Der coole, aber eben nicht so technische Run Renners sah gegen den kraftvollen, mit Backflips gespickten Lauf von Lusk dann doch alt aus.
Mat Rebeaud ließ Lokalmatador Busty Wolter ebenfalls nicht den Funken einer Chance. Der Airwastl bekam aber immerhin den Punkt der Showwertung zugesprochen.
Die Halbfinali lauteten somit: Rebeaud vs. Maddison und Lusk vs. Torres.
Zunächst war der Ami gegen den Spanier dran. Dany Torres nutze erneut nicht den ganzen Kurs, und obwohl Lusk seinen Run nicht so präzise abspulte, gaben die Judges alle Punkte dem U.S.-Boy - naja.
Halbfinale 2: Maddison gegen Rebeaud. Robbie war als erster dran, gab alles, aber es reichte nicht. Rebeaud zeigte erneut einen perfekten Run und stand im Finale. Der Ozzy und der Schweizer waren die zwei Rider, die an diesem Abend den Kurs am besten nutzten, das war klar. Sie clearten den Fattie mit Backflips, zeigen dicke Tricks am Step-Up und hitteten die Quarter.
Der Showdown: Das Finale lautete somit Mat Rebeaud vs. Jeremy Lusk. Die Neuauflage des X-Games-Finales der Vorwoche. Und wer der Meinung war, das die Judges im Amiland Tomaten auf den Augen hatten, bekam hier die Bestätigung. Rebeaud zeigte nicht nur die technischeren Tricks, nein, er nutze auch den Kurs erneut optimal, wesentlich besser als Lusk, und bewies am Fattie, den er mit einem Flip clearte, auch die dickeren Eier.
Am Ende gab's für die ausdauernden Zuseher ein Feuerwerk der Extraklasse und eine fette Party.
Gute Nacht, WU-Tal, wie der Speaker zu sagen pflegte!
Der letzte Bewerb am 6. September in Warschau ist somit für Mat Rebeaud nur noch Formsache. Er hat sich mit dem Sieg in Wuppertal vorzeitig zum Sieger der Red Bull X-Fighters Serie 2008 gekrönt.
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