
Gestern hatten wir ja den ganzen Tag Training, das ging ganz
schön auf die Substanz. In den Anfahrten hatten sie alles mit Teppichen
ausgelegt. Das war nicht optimal, der weiche Untergrund darunter führte zu
verdammt viel „Wheel-Spin", also zum Durchdrehen des Hinterrades.
Hier ist der
Boden nicht lehmig wie sonst, sondern sandig. Vor den Ranking-Sessions haben
sie dann Metall-Platten in die Anfahrten gelegt, da bin ich gleich mit zu viel
Speed über die Rampen.
Gleich nach der Quali hab ich es nicht
gespürt, doch später am Abend und heute Früh haben mir die Handgelenke ziemlich
geschmerzt - das Resultat des
zweimaligen Übershootens der Landungen.
Heute war ich Training darauf eingestellt, und es lief schon viel besser. Ich muss mich immer mal auf neue Verhältnisse einstellen, damit alles perfekt klappt.
Ich hab mir einen feinen, soliden Run zusammen stellen können. Ich weiß also, was ich in der Competition zu tun habe.
In der 1. Runde treffe ich auf den Tschechen Petr Pilat. Wenn ich diese Hürde nehme, steht mir Mat Rebeaud gegenüber. Und da wird's ganz hart zugehen. Aber warum sollte ich ihn nicht schlagen?
Er und ich waren heute die einzigen, die die Swatch-Rampe für den großen Step-Up-Jump nutzten. Wer weiß, vielleicht mach ich ja im Halbfinale gegen ihn einen Backflip auf diesem Obstacle . Dann stehen meine Chancen gut, in die letzte Runde einzuziehen - und zu gewinnen!
Euer Robbie