
Verrätst du uns bitte zunächst ein paar Details über deine Person: Was magst du, was kannst du nicht ausstehen und worüber lachst du am liebsten?
Am meisten liebe ich natürlich die Menschen, die mir nahe stehen und mit denen ich gern Zeit verbringe; außerdem liebe ich es, zu essen und zu lachen. Ich mag gute Filme und HipHop und habe Spaß am Malen. Sachen und Menschen, die mir nicht gefallen oder die ich ablehne, sind zu zahlreich, als dass ich sie hier aufzählen könnte.
Welche drei Künstler – gerne auch unterschiedlicher Genres – berühren dich?
Hieronymus Bosch, Otto Dix und Public Enemy.
Was fällt Betrachtern üblicherweise an deinen Kunstwerken als erstes auf?
Ihr Realismus, ihr Detailreichtum, der spezielle Stil und die soziale Umgebung der Motive.
Und was macht sie deiner eigenen Meinung nach charakteristisch?
Meine eigene Meinung ist da nicht von Bedeutung, die Bilder sollen für sich selbst sprechen.
Schenk uns bitte einen Einblick in die Arbeitsumgebung, in der die meisten deiner Werke entstehen. Ist sie steril oder chaotisch, still oder voller Leben?
Mein Atelier ist nicht groß, weder steril noch allzu chaotisch – aber ich bin wohl nicht der Richtige, um das objektiv beurteilen zu können. Ich teile es mir mit anderen, darum ist es manchmal ganz still und manchmal voller Leben. Wenn ich male, höre ich immer Rap-Musik.
Bitte wähle eines deiner ausgestellten Werke aus und beschreibe für uns in wenigen Worten seine Entstehungsgeschichte und die Idee, die dahinter steht.
In “Boutilimit, Mauritania” wollte ich die Atmosphäre dieses kleinen Städtchens in der Wüste abbilden. Ich habe versucht, die Beziehung zwischen den Menschen, das lokale Leben und zahlreiche Details einzufangen. Zusätzlich zu meinen eigenen Beobachtungen habe ich mir unzählige Fotos ihrer Einwohner, Häuser und anderer Objekte beschafft. Die dienten mir beim Malen als Gedächtnisstütze.
Mit welchem Gefühl oder welcher Erkenntnis sollen die Betrachter der Ausstellung idealerweise den Hangar-7 verlassen?
Eine blöde Frage. Ich hoffe, dass sie froh sind, da gewesen zu sein.