
Letzte Woche waren die X-Games, das war ganz schön anstrengend. Die Woche davor hab' ich mich dazu noch beim Training verletzt. Mir ist die Schulter rausgesprungen und die Hand hab' ich mir auch lädiert. Ist schon blöd: Immer, wenn ich in letzter Zeit trainiere, verletze ich mich.
Die Sache mit der Schulter ist nicht zum ersten Mal passiert. Ich trainiere zwar hart, um meine Muskulatur zu stärken, irgendwann muss ich mich aber wohl oder übel operieren lassen.
Behindern tun mich die zwei Wehwehchen aber nicht, also will ich nicht darüber raunzen.
Zu meinen Trainings und der Ranking-Session hier im Steinbruch: Der Kurs ist interessant, es gibt eine Menge ungewöhnlicher Jumps und auch die Quarter ist gut in die Strecke integriert. Andererseits sind fast alle Absprünge und Landungen schief, was die Sache etwas gefährlich macht. Es sieht nicht nur alles etwas verrückt aus, es ist verrückt! Wir sind ja gewohnt, gerade Absprünge und Landungen zu haben.
Am Ende wird es wohl im Competition-Run darauf hinaus laufen, den Judges und dem Publikum einen spektakulären Lauf zu zeigen. Das wird aber verdammt hart werden. Schon allein den richtigen Flow auf dem Kurs zu bekommen, ist eine Herausforderung. Dazu noch der weiche, sandige Boden...
Ich hab mich heute darauf konzentriert, eine gute Lauf- und Trickvariante für den morgigen Finaltag zu finden.
Vor dem ersten Lauf der Ranking-Session ging's mir dann ganz übel. Ich zitterte am ganzen Körper, mir war eiskalt, obwohl es ja warm war. Ich bin einen Sicherheits-Run gefahren, der ging mir zum Glück nicht so schlecht auf.
Ich denke, der Grund für meine schlechte körperliche Verfassung war der Jet-Lag. Wenn du nicht voll fit bist, solltest du nicht aufs Bike steigen - darum hab ich dann auch auf den zweiten Lauf verzichtet. Ich hab' trotzdem genug für die morgigen Läufe mitgenommen und gelernt.
Denn morgen will ich hier als Sieger von der Strecke gehen. Die härtesten Konkurrenten sind mit Sicherheit Jeremy Lusk und Mat Rebeaud.
Am Ende noch was an alle meine Fans, die den Rekordsprung über das Footballfeld in Las Vegas verfolgt haben: Ich werde schon bald etwas ähnliches wagen - zwar keinen Weitenrekord, aber einen Jump, wie er zuvor noch nicht zu sehen war.
Also stay tuned!
Euer Robbie