
Wenn ich an Olympia
denke, dann ...
Roman: ... kommt mir Sydney und unsere erste Goldmedaille
in den Kopf. Momentan aber vor allem die Materialwahl, und ob wir eine
vernünftige Entscheidung getroffen haben.
Hans-Peter: ... muss ich derzeit vor allem an die Materialwahl
denken.
Die Olympischen Spiele bedeuten für mich ...
Roman: ... die größte Herausforderung für einen
Spitzensportler. Es gibt keine andere Veranstaltung, die nur die Besten der
Welt anzieht.
Hans-Peter: ... neben meiner Familie alles. Wir bereiten uns
seit vier Jahren auf diese Herausforderung vor und ordnen der alles unter.
Mein offizielles Olympia-Ziel lautet ...
Roman: ... nicht vom Boot zu fallen.
Hans-Peter: ... gesund nach Hause zu kommen.
Insgeheim träume ich aber von ...
Roman: ... einer Medaille.
Hans-Peter: ... einer Medaille.
Um mich für das Olympia-Training zu motivieren, male ich
mir aus, wie ...
Roman: Dabei denke ich an die Siegerehrungen und das
Abspielen der Nationalhymne bei den Spielen 2000 und 2004.
Hans-Peter: ... es wäre, erneut aufs Siegerpodest gerufen zu
werden.
Ein typischer Trainingstag umfasst für mich im Moment
...
Roman: ... Wecker um 7 Uhr, Frühstück mit dem Team
(Steini, Coach, Masseur, Sportpsychologe), Abfahrt in den Hafen, Fertigmachen
zum Segeln, mindestens vier Stunden am Wasser, retour und Nahrungsaufnahme
sowie in Folge Auslaufen, Duschen und im besten Fall noch Fitnesscenter. Was
kommt dann? Schlafen.
Hans-Peter: ... viel, viel Arbeit. Wie es Roman schon erklärt
hat, wir haben außer Segeln gar nichts mehr im Kopf.
Heute habe ich davon bereits erledigt...
Roman: ... alles erledigt.
Hans-Peter: ... alles unter Dach und Fach gebracht. Nach meiner
Magen-Darm-Infektion bin ich wieder voll fit, täglich am Wasser und mit 100
Prozent Einsatz dabei.
Anders als bei normalen Wettkämpfen werde ich in China
...
Roman: ... den Algen ausweichen.
Hans-Peter: ... eine dünnere Schirmkappe tragen. Das hört sich
blöd an, ist aber so. Weil in China die Luftfeuchtigkeit so hoch ist, muss man
alles versuchen, um kühlen Kopf zu bewahren.
Eine Extraportion Glück bringen soll mir dabei ...
Roman: ... ein vierblättriges Kleeblatt am Rumpf.
Hans-Peter: ... meine Familie, die mich in guten und schlechten
Zeiten uneingeschränkt unterstützt.
Außer meinen eigenen Wettkämpfen interessiert mich in Peking
vor allem ...
Roman: ... nichts, weil ich in Qingdao bin.
Hans-Peter: ... nichts. Einerseits weil wir in Qingdao sind,
andererseits weil mir China nicht wirklich gefällt.
Der/die Sportler/in, der/dem ich im Olympischen Dorf am
liebsten über den Weg laufen würde, ist ...
Roman: Ich will Ruhe haben.
Hans-Peter: ... mir nicht bekannt.
Würde ich nicht 2008 an den Start gehen, sondern bei den
antiken Olympischen Spielen vor 2500 Jahren, wäre ich vermutlich ...
Roman: ... Ringkämpfer geworden.
Hans-Peter: ... Ringkämpfer.