Samstag 22.November 2008 | 08:58
Sports / Sailing

Von Clara Fall am 28.07.2008

Aller guten Goldenen sind drei... Unsere Tornado-Heroes Roman Hagara und Hans-Peter Steinacher im Olympia-Interview. Über Glücksbringer, Algen-Plagen und Kapperl-Tricks.


Wenn ich an Olympia denke, dann ...
Roman:
... kommt mir Sydney und unsere erste Goldmedaille in den Kopf. Momentan aber vor allem die Materialwahl, und ob wir eine vernünftige Entscheidung getroffen haben.
Hans-Peter:
... muss ich derzeit vor allem an die Materialwahl denken.

Die Olympischen Spiele bedeuten für mich ...
Roman:
... die größte Herausforderung für einen Spitzensportler. Es gibt keine andere Veranstaltung, die nur die Besten der Welt anzieht.
Hans-Peter:
... neben meiner Familie alles. Wir bereiten uns seit vier Jahren auf diese Herausforderung vor und ordnen der alles unter.

Mein offizielles Olympia-Ziel lautet ...
Roman:
... nicht vom Boot zu fallen.
Hans-Peter:
... gesund nach Hause zu kommen.

Insgeheim träume ich aber von ...
Roman: ... einer Medaille.
Hans-Peter:
... einer Medaille.

Um mich für das Olympia-Training zu motivieren, male ich mir aus, wie ...
Roman:
Dabei denke ich an die Siegerehrungen und das Abspielen der Nationalhymne bei den Spielen 2000 und 2004.
Hans-Peter:
... es wäre, erneut aufs Siegerpodest gerufen zu werden.

Ein typischer Trainingstag umfasst für mich im Moment ...
Roman:
... Wecker um 7 Uhr, Frühstück mit dem Team (Steini, Coach, Masseur, Sportpsychologe), Abfahrt in den Hafen, Fertigmachen zum Segeln, mindestens vier Stunden am Wasser, retour und Nahrungsaufnahme sowie in Folge Auslaufen, Duschen und im besten Fall noch Fitnesscenter. Was kommt dann? Schlafen.
Hans-Peter:
... viel, viel Arbeit. Wie es Roman schon erklärt hat, wir haben außer Segeln gar nichts mehr im Kopf.

Heute habe ich davon bereits erledigt...
Roman:
... alles erledigt.
Hans-Peter:
... alles unter Dach und Fach gebracht. Nach meiner Magen-Darm-Infektion bin ich wieder voll fit, täglich am Wasser und mit 100 Prozent Einsatz dabei.

Anders als bei normalen Wettkämpfen werde ich in China ...
Roman:
... den Algen ausweichen.
Hans-Peter:
... eine dünnere Schirmkappe tragen. Das hört sich blöd an, ist aber so. Weil in China die Luftfeuchtigkeit so hoch ist, muss man alles versuchen, um kühlen Kopf zu bewahren.

Eine Extraportion Glück bringen soll mir dabei ...
Roman:
... ein vierblättriges Kleeblatt am Rumpf.
Hans-Peter:
... meine Familie, die mich in guten und schlechten Zeiten uneingeschränkt unterstützt.

Außer meinen eigenen Wettkämpfen interessiert mich in Peking vor allem ...
Roman:
... nichts, weil ich in Qingdao bin.
Hans-Peter:
... nichts. Einerseits weil wir in Qingdao sind, andererseits weil mir China nicht wirklich gefällt.

Der/die Sportler/in, der/dem ich im Olympischen Dorf am liebsten über den Weg laufen würde, ist ...
Roman:
Ich will Ruhe haben.
Hans-Peter:
... mir nicht bekannt.

Würde ich nicht 2008 an den Start gehen, sondern bei den antiken Olympischen Spielen vor 2500 Jahren, wäre ich vermutlich ...
Roman:
... Ringkämpfer geworden.
Hans-Peter:
... Ringkämpfer.




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