Samstag 22.November 2008 | 02:34
Culture / Music / Party / Festival-Sommer

Von Rat Bull am 14.08.2008

Die sommerlichen Wochenenden sind gezählt. Deshalb nichts wie raus aus der Stadt, rein ins Festival-Vergnügen. Rat Bull empfiehlt die besten Openair-Spektakel der Woche.


Sziget
12. – 18. Juli
Budapest, Ungarn
Highlights: Kaiser Chiefs, Lauryn Hill, R.E.M., Roisin Murphy, Iron Maiden, Sex Pistols, MGMT, Delinquent Habits, Die Ärzte, Goran Bregovic, Egypt 80
400.000 Besucher
VVK: 150 Euro (Festivalticket inkl. Camping), 32 Euro (Tagesticket)
Das Sziget ein wie ein Gesamtkunstwerk. In seiner programmatischen Vielfalt, seiner Farbenpracht uns seiner Offenheit ist das Festival auf der Budapester Donauinsel ein sommerliches Feuerwerk. Von Theaterbühnen über Openair-Gemeinschaftsküchen bis zum Flohmarkt-Dorf bietet das Sziget jedes Jahr fast einer halben Million Menschen Festival-Feeling in Reinkultur.

Musikalisch kennt das Spektakel sowieso keine Grenzen. Wirklich keine. Pop, Rock, Metal, Worldmusik, Elektronik: Es gibt kaum ein Genre, für das das Sziget keine eigene Bühne zur Verfügung stellt. Henning Wehland von H-Blockx sieht das ähnlich: „ Das gelebte Woodstock. In unmittelbarer Nähe zu Budapest gelegen ist dieses Festival ein Muss für jeden Fan. Wer Sziget nicht gesehen hat, sollte bei den Top-Ten der Festivals in Europa nicht mitreden.“

FM4 Frequency
14. – 16. Juli
Hof bei Salzburg, Österreich
Highlights: R.E.M., The Roots, Die Fantastischen Vier, The Hives, Maximo Park, Adam Green, Iron & Wine, The Killers, Tricky, Blood Red Shoes, Lützenkirchen, Justice
45.000 Besucher
VVK: 105 Euro (Festivalticket), 50 Euro (Tagesticket Do.)
Das wichtigste Festival der Indie-Rock-Fraktion hierzulande setzt zum achten Gitarrengewitter am Salzburgring an. Dort, wo sonst schnelle Boliden ihre Runden drehen, bietet das Frequency alljährlich musikalische Leckerbissen zwischen HipHop (The Roots, Fantastischen Vier), Elektronik (Tricky, Justice) und jeder Menge good ol’ Rock’n’Roll.

Heuer wurde das Festival sogar um eine neue Bühne erweitert: Auf der Weekender-UK-Stage greifen frische Bands von der Insel in die Saiten, die gerade am Sprung zur großen Karriere sind. Außerdem gibt natürlich auch der Brandwagen ein Stelldichein. Mehr zum Spontangig des Rockmobils morgen auf dieser Seite.

Die heimischen Festival-Könige schlechthin, Guadalajara, meinen zum Frequency: „Cooles Festival in der Mitte vom Salzburgring. Das hat den Vorteil, dass man bei Regen zumindest auf hartem Untergrund steht. Und Regen ist in Salzburg ja bekanntlich nicht allzu selten anzutreffen.“

C/o Pop
13. – 17. Juli
Köln, Deutschland
Highlights: Television Personalities, Supermayer, Crystal Castles, DJ Koze, Ewan Pearson, DAF, Console, Hans Nieswandt, The Field, Schlammpeitziger, Turner
8.000 Besucher
VVK: 59 Euro (Festivalticket)
Man muss nicht unbedingt raus aufs Land fahren, um Festival-Luft zu schnuppern. Seit 2004 findet in Köln die C/o Pop statt. Gegründet als Protest, weil die deutsche Musikmesse Popkomm damals von Köln nach Berlin gezogen ist, stellt das Kölsche Underground-Spektakel heute eine formidable Konkurrenz zum Musikauflauf in der Hauptstadt dar. Wenn die C/o Pop mittlerweile nicht sogar cooler ist. Denn sie bietet wirklich alles, was das Elektronik-Herz begehrt.

Von alten Helden wie Television Personalities oder DAF bis hin zum neuesten Hype-Acts (Crystal Castles) lässt sich die C/o Pop niemand entgehen. Die Konzerte finden zumeist in den städtischen Clubs statt, außerdem gibt’s im Festivalzentrale Rheintriadem Ausstellungen, Diskussionen und Vorträge. Musik in allen Facetten, sozusagen.


Almabtrieb zur Frequency-Bühne.
© frequency.at


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