Grimm

Bastarde!

Fotos: NBC Universal Media (2), Carnival Film & Television Limited

Frisches (Halb)blut für den TV‑Adel: Übernehmen bald die Bastardsöhne die Thronfolge?

In dem zur Zeit im TV äußerst populären Fantasy-und-Märchen-Genre („Game of Thrones“, „Once Upon a Time“, „Grimm“ etc.) scheint eine Jahreszeit besonders im Trend zu liegen: der Frühling der Bas­tarde. Das Produkt aus einer verbotenen Adels-Liebschaft mit einem Normalo sorgt für frischen Wind im Storytelling und für tolle Quoten. 

Grimm

Fantasy/Terror: GRIMM

“Ich habe mehr Angst vor meiner eigenen Familie”, Captain Sean Renard.
 

Während sich ­Eddard Starks Bastardsohn Jon Snow (Kit Harington) in „Game of Thrones“ langsam zum Traumprinzen entwickelt, ist in der Fantasy-Horror-Serie „Grimm“ Sean Renard, seines Zeichens Captain beim Portland Police Department und selbst adeliger Bastardsohn (er entstammt zur Hälfte einer königlichen Blutlinie aus einem der sieben Häuser), auf der Überholspur. Wir haben den Märchenprinzen in seiner Dienstzeit erwischt und zum Vieraugengespräch gebeten. Er scheint Zoff mit seiner Familie zu haben …

Frage an den Captain 
(Captain Sean Renard, in einem anderen Leben Sasha Roiz, aus „Grimm“):

The Red Bulletin: Welches Monster im „Grimm“-­Universum fürchten Sie persönlich am meisten, Captain Renard? 

Von der „Grimm“-Mythologie her sollte ich mich als Hexenbiest-Sprössling vor allem vor den Bienenwesen vorsehen. Wir sind natürliche Feinde. Aber ehrlich gesagt habe ich vor meiner eigenen ­Familie mehr Angst.

Sie ist gefährlich und legt mir ständig Steine in den Weg. Als Grimm-Adel – Bastard hin oder her – stehe ich über den anderen Monstern. Aber meine Familie ist eine echte Herausforderung für mich – vor allem emotional.

Downton Abbey

DRAMA DE ÉPOCA 
DOWNTON ABBEY

„In Character“-Talk mit

…Unterbutler Thomas Barrow (Rob James-Collier) aus „Downton Abbey“

The Red Bulletin: Wenn Sie plötzlich alle Freiheiten hätten, was wäre das Erste, was Sie täten?

Ich würde die erste Schwulenbar des ­Edwardianischen Zeitalters eröffnen. Sie würde „Barrow’s Law“ heißen. Der Ort, an dem alle Männer das Recht haben, zu küssen, wen sie wollen – und vor allem den Gast­geber natürlich.

Als DJ würde ich Molesley (ein Butler, dargestellt von Kevin Doyle; Anm.) ­engagieren. Er würde traurig im Eck stehen und melancholische Radiohead-Scheiben spielen.

Ich würde zu ihm sagen: „Verdammt, Molesley! Gib doch ein wenig Gas! Wie wär’s mit ein bisschen Abba?“ Und dann wäre ich buchstäblich die „Dancing Queen“.

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09 2014 the red bulletin

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