Leicester Fans

Diese Naturkatastrophen stehen uns im Sport bevor

Foto (oben): Getty Images

Leicester-Fans lösten mit ihrem Torjubel ein messbares Erdbeben aus. Es wird nicht die letzte von Menschen geschaffene Naturkatastrophe im Sport bleiben. Ein tragisch-komischer Ausblick.

Leicester City schreibt die Schlagzeilen der Premier-League-Saison 2015/16. Das Überraschungsteam führt nicht nur die Tabelle der teuersten Fußball-Liga der Welt an und stellt mit Jamie Vardy den Führenden der Torschützenliste, es sorgt auch für ein faszinierendes Naturphänomen. Nach dem Last-Minute-Treffer im Spiel gegen Norwich war der Jubel der Fans so groß, dass ein Erdbeben von 0.3 auf der Richter-Skala gemessen wurde. „Plötzlich standen 30.000 Fans zur gleichen Zeit auf - eine schreckliche Menge an Energie“, spricht Seismologe Paul Denton über das „Vardy Quake“ genannte Beben.

Ist das eine schöne Anekdote oder beunruhigend? Wir haben uns für Zweiteres entschieden und eine tragisch-komische Zukunftsvision von weiteren Naturkatastrophen, die uns bevorstehen, gemalt.

2016: Eiszeit in Manchester

Louis van Gaal erfreut sich keiner sonderlichen Beliebtheit bei Manchester United. Die Fans haben längst mit dem grantigen Niederländer abgeschlossen. Sie zeigen dem Coach bei Spielen regelmäßig die kalte Schulter und bedrohten ihn angeblich sogar. Gut, dass mit Jose Mourinho der Nachfolger schon ante portas steht. Schlecht nur, dass der auch nicht als der Umgänglichste gilt. Sein Verhältnis zu englischen Journalisten mit einem Wort beschrieben: unterkühlt.

Eisige Blicke gibt es auch auf der Betreuerbank.

2018 - Wirbelsturm beim F1-Rennen in New York

Immer schneller, immer spektakulärer, immer näher an den Fans. Die Formel 1 reformiert sich schon seit Jahren, um am Puls der Zeit zu sein. Die jüngsten Änderungen im Rennkalender bringen aber Veränderungen mit sich, die selbst Mastermind Bernie Ecclestone nicht vorhersehen konnte. Da der neue Rundkurs mitten auf dem Columbus Circle schlicht zu kurz ist, sorgen die rasenden Boliden für derartig konzentrierte Luftwirbel, dass ein Tornado durch die Stadt zieht. Michael Bay hat sich die Filmrechte an der Katastrophe bereits gesichert.

2019 - Gewitter in China

Nachdem mit Lionel Messi, Eden Hazard, Thomas Müller und Nicklas Bendtner auch noch die letzten Spieler der FIFA-Top-100 in die chinesische Super League gewechselt sind, kennt die Euphorie in China keine Grenzen mehr. Blöd nur, dass sich durch die vielen Blitze der Kameras bei der Präsentation von Messi bei Liaoning Whowin die Atmosphäre elektromagnetisch dermaßen auflädt, dass aus dem Blitzlichtgewitter rasch ein echtes Gewitter wird. Messi lächelt trotzdem.

Schon bei Jackson Martinez wurde höhere elektrische Spannung im Saal gemessen.

2023 - Tsunami beim Ironman Hawaii

Ging der erste Bewerb 1978 mit 15 Teilnehmern über die Bühne, sind mittlerweile knapp 15.000 am Start. Die Veranstalter freut es, die Ozeanografen nicht so sehr. Da die Triathleten derart gut vorbereitet ins Rennen gehen, um ihre Züge im Meer synchron zu absolvieren, entsteht eine Welle, die auf der anderen Seite der Insel leider zu einem Tsunami anwächst. Nur mit Mühe können die Surf-Verrückten davon abgehalten werden, auf diesem zu „reiten“.

2034: Überschwemmung in Nord-London

Nachdem sich der Traum vom nächsten Meistertitel für die Fans des FC Arsenal zum 30. Mal in Folge nicht erfüllt hat, brechen alle Dämme. Und das wortwörtlich. Da die Mauern des Emirates Stadium die Tränen der weinenden Anhänger nicht mehr halten können, steht der nördliche Teil Londons unter Wasser. Der mittlerweile 84-jährige Coach Arsene Wenger beruhigt allerdings: „Nächstes Jahr wird alles besser.“

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03 2016 The Red Bulletin

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