leo DiCaprio

Leonardo DiCaprio und sein Aufstieg zum Hollywood-Superstar

Foto: Danny Moloshok/Reuters

War Kinderstar, geriet trotzdem nicht aus der Bahn. Ist Megastar, will aber kein Superheld sein. Leonardo DiCaprio zählt zu Hollywoods unkonventionellsten ­Talenten. So verlief sein Aufstieg.

1993

Aufgewachsen in einer rauen Ecke Hollywoods, schwor er sich: Kriege ich eine Chance im Leben, nutze ich sie. Die Chance kam ziemlich früh: Mit 18 spielte er in „This Boy’s Life“ seine erste große Rolle. Er nutzte sie. Co-Star Robert De Niro empfahl Regisseur Martin Scorsese: Behalt den Knaben im Auge.

 

1994

Für die Rolle als Johnny Depps geistig behinderter Bruder in „Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa“ gab’s mit 19 die erste Oscar-Nominierung. (Vier weitere sollten folgen, der Oscar fehlt noch.) Um im Indie-­Streifen mitzuspielen, lehnte er „mehr Geld, als ich mir je erträumt hatte“, ab – für den Disney-Film „Hocus Pocus“ – und ­befand: „Ich bin stolz, ein junger Mann zu sein, der sich selbst treu geblieben ist.“

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1996

Schlägt das Angebot aus, in „Batman Forever“ Robin zu spielen – weil er lieber der Romeo in „Romeo & Julia“ sein will. Dass das seinen Ruf als Mainstream-Softie stärkt, ist ihm egal. 

1997

Der Mega-Erfolg Titanic zementiert DiCaprios Ruf als Kassenmagnet. Private Liebschaften macht er nur ungern öffentlich. „Ich will wie Robert De Niro sein“, sagt er. „Diskret zu sein hat ihn auf der Leinwand glaubwürdiger gemacht.“

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2002

Er lehnt die Titelrolle in „Spider-Man“ ab (sie geht an seinen Kumpel Tobey Maguire), um „Gangs of New York“ zu drehen. Es ist DiCaprios erster Film mit seinem Helden Martin Scorsese, fast 20 Jahre nach De Niros Empfehlung. „Ich war total beeindruckt von Leos Engagement, seiner Bereitschaft, sich auf alles einzulassen“, sagt Scorsese. 

Tarantino

2012

DiCaprio spielt den sadistischen Plantagenbesitzer Calvin Candie, seinen ersten echten Bösewicht, in Quentin Tarantinos „Django Unchained“. „Als Buhmann musst du keine Regeln befolgen“, sagt er. „Du lernst deine dunkelste Seite kennen und kannst dich ihr ganz hingeben.“

2013

Die Verkörperung des ­korrupten Börsenmaklers Jordan Belfort im kontroversiellen Film „The Wolf of Wall Street“ (fünfte Zusammenarbeit mit Scorsese) beschert DiCaprio einige seiner besten Kritiken. „Ich will Filme machen, die sich etwas trauen“, sagt er, „Filme wie diesen: ein großes Epos über Hedonismus und Ausschweifung.“

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2014

DiCaprio, der ein E-Auto fährt, Solarpaneele benutzt und Millionen seines Vermögens spendet, wird zum UN-Friedensbotschafter ernannt.

2016

DiCaprio tut sich für den epischen Western-Thriller „The Revenant“ mit „Birdman“-Regisseur Alejandro González Iñárritu zu­sammen. Dank seiner engagierten Performance wurde er schnell als heißer ­Oscar-Kandidat gehandelt. Am 28. Februar herrschte dann Gewissheit: Beim sechsten Anlauf schnappte sich der Mime die begehrte Trophäe als „Bester Hauptdarsteller“.

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02 2016 The Red Bulletin

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