Spektakuläre Gefängnisausbrüche

Die abgefahrensten Gefängnisausbrüche aller Zeiten

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Spektakuläre Gefängnisausbrüche gibt es nicht nur bei „Prison Break“. Was echte Häftlinge angestellt haben, um dem Knast zu entkommen, ist unglaublich.

Nach sieben Jahren Pause geht „Prison Break“ im Frühjahr 2017 in die fünfte Staffel. Michael Scofield ist von den Toten zurückgekehrt und sitzt – wie sollte es anders sein? – im Knast.

Diesmal wurde er in Marokko verknackt und hatte offenbar weder Zeit, noch genug freie Hautflächen, um sich vorher neue Gefängnisbaupläne auf den Körper tätowieren zu lassen.

Aber da ist ja noch Lincoln, der erfährt, dass sein Bruder doch noch am Leben ist, und nach Marokko reist, um ihn rauszuholen.

© Prison Break // YouTube

Wie sie das anstellen werden? Wir haben ein paar Anregungen. Und du lernst dabei zugleich, …

  • … dass Yoga nicht nur der Seele gut tut.
  • … dass kreative Ideen belohnt werden.
  • … dass ein Mundwerk mehr Erfolg bringen kann als Muskeln.
  • … dass Spontanität Trumpf ist.

Yogameister werden

Gefängniszelle

Du kennst die kleine Öffnung in der Zellentür, durch die den Gefangenen das Essen geschoben wird? Der Südkoreaner Choi Gap-bok hat sich durch genau diesen Schlitz gezwängt. Der damals 50-Jährige praktizierte seit über 20 Jahren Yoga und konnte schon einige Knasterfahrung vorweisen, als er erneut wegen Einbruchs eingesperrt wurde.

Eines Abends bat Choi Gap-bok den Wärter um etwas Körperlotion und tat dann, als würde er ins Bett gehen. Tatsächlich hatte der nicht besonders große und extrem dehnbare Yogi aber ganz andere Pläne: Choi Gap-bok rieb sich am ganzen Körper mit der Lotion ein und quetschte sich mit dem Kopf zuerst durch die Öffnung, die 45 Zentimeter breit aber gerade einmal 15 Zentimeter hoch war.

Als er mit der Hüfte stecken blieb, zog er sich auch noch die Shorts aus und weiter ging es. Der koreanische Houdini schaffte es auf diese Weise zwar zu entkommen – nach sechs Tagen süßer Freiheit wurde er aber gefasst und in eine neue Zelle mit kleinerer Öffnung gebracht.

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Eine echt gute Geschichte erfinden

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Das Leben von Profi-Betrüger Frank Abagnale hat Steven Spielberg mit „Catch Me If You Can“ auf die Leinwand gebracht. Ausgespart hat er in seinem Film, wie sich der Hochstapler auf die wohl coolste Weise aus dem Gefängnis redete. Abagnale überzeugte die Wachen schon bei seiner Einlieferung davon, dass er in Wahrheit kein Häftling, sondern ein verdeckter Gefängnisinspektor sei, der sie ausspionieren soll.

Er wurde während seiner Zeit im Knast besser behandelt als jeder andere Insasse und spazierte nach wenigen Wochen einfach durch die Vordertür raus. Heute ist Frank Abagnale übrigens ganz legal auf freiem Fuß und beschäftigt sich nur noch als Berater mit Scheckbetrug und Dokumentenfälschung.

Kreativ mit Schuhcreme umgehen

Der legendäre Bankräuber John Dillinger entkam gleich zwei Mal aus dem Gefängnis. Beim ersten Mal holte ihn seine Gang raus und er wurde schnell wieder eingesperrt – diesmal in das „ausbruchssichere“, extrem gut bewachte Bezirksgefängnis von Crown Point, Indiana. Aus einem Stück Holz und schwarzer Schuhcreme bastelte sich Dillinger eine falsche Pistole und legte damit einen Wärter rein, der ihn aus seiner Zelle ließ. Der Gangster nahm zwei Geiseln, sperrte alle Wächter in Zellen und floh.

Nicht lange fackeln

Nicht lange fackeln

Als Julien Chautard 2009 im Londoner Pentonville Gefängnis ankam, wollte er gleich wieder umkehren. Es gelang ihm, sich in der Gruppe Neuankömmlinge unter den Van zu ducken, der ihn in den Knast gebracht hatte. Der verurteilte Brandstifter klammerte sich unter dem Fahrzeug fest und ließ sich von ihm in die Freiheit tragen. Die hatte allerdings einen faden Beigeschmack: Wenige Wochen später stellte sich Chautard freiwillig der Polizei.

Doppelgänger schaffen

In den 29 Jahren, in denen Alcatraz in Betrieb war, gab es 14 Versuche, der Gefängnisinsel zu entkommen – alle ohne Erfolg. Im Jahr 1962 gelang den Insassen Frank Morris, John und Clarence Anglin das scheinbar Unmögliche: Das Trio kletterte durch einen Luftschacht auf das Dach des Gebäudes und entkam schließlich in einem Schlauchboot von der Insel.

Um sich Zeit zu verschaffen, hatten die Drei aus Klopapier, Seife und ihrem echten Haar Köpfe gebastelt, die sie in ihre Betten legten. In der Nachtschicht fiel den Wärtern nicht auf, dass jemand fehlte. Ob Morris und die Anglins tatsächlich entkommen sind, ist bis heute unklar. Von ihnen fehlt jede Spur und es wird angenommen, dass sie in der San Francisco Bay ertrunken sein könnten.

Doppelgänger schaffen
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05 2016 The Red Bulletin

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