Batista in der WWE

7 Wrestler, die Hollywood erobern (wollten)

Text: Christian Eberle
Fotos: Getty Images

Im Ring waren sie deine Helden. Siehst du sie auf der Leinwand, ist es dir hingegen fast peinlich, sie zu kennen: Wrestler. Dabei haben sie alle so großes Potenzial. Ob aufgrund knallharter Action oder ihrer - teils ungewollten - Comedy-Fähigkeiten. Wir haben einige der denkwürdigsten Leinwand-Performances zusammengefasst.

Seit Ewigkeiten muss sich der Wrestling-Sport mit dem Vorurteil auseinandersetzen, dass er eben das nicht ist: ein Sport. „Das sind doch alles nur Schauspieler, die aneinander vorbei schlagen.“ Mag gut sein. Demnach ist es also nur zu logisch, dass sich ein „Catcher“ (wie das früher noch hieß) auch professionell der Schauspielerei widmet.

Doch Rollenspiele im Ring unterscheiden sich von einem Auftritt auf der Leinwand doch gewaltig, das wird spätestens nach dem Kinobesuch klar. Starke Männer machen eben nicht automatisch starke Filme. Zum Glück ist Hollywood kein Royal Rumble, bei dem du nach einer schlechten Performance nur übers Seil gestoßen wirst, ausscheidest und beim nächsten Mal wieder antreten darfst. Die Filmkritiker sind beinhart und ihre Rezensionen brutaler als so manche Powerbomb. Nichtsdestoweniger halten oder hielten sich einige dieser Wrestler länger als erwartet im Film-Geschäft.

Batista (Dave Bautista)

Im Wrestling-Ring dank 1,93m und knapp 130kg Kampfgewicht mit liebevollen Spitznamen wie „Animal“ oder „Beast“ veredelt, hat der 46-Jährige nun große Pläne, wie er im Red-Bulletin-Interview verriet: „Ich sehe aus wie ein Gorilla und will aber so wahrgenommen werden, wie ich wirklich bin: als ernst­hafter Schauspieler.“ Das könnte durchaus noch etwas dauern …

Denkwürdigste Rollen: Drax, der Zerstörer in „Guardians of the Galaxy“ und Mr. Hinx in „Spectre“

Fazit: Kämpft noch in einer Development-Liga, ist aber auf dem Weg nach oben

Es ist unschwer zu erkennen, warum Batista in der WWE „The Animal“ genannt wird.

© YouTube // BestSinceDayOne96

The Rock (Dwayne Johnson)

Schon im Ring der vielleicht beste Mic-Worker (Showman und Dampfplauderer) aller Zeiten, setzte der einst talentierte College-Footballer sein Charisma - und die Fähigkeit, eine Augenbraue hochzuziehen - auch in Hollywood bestens ein. Rekordgage für den ersten Film, Rollen an der Seite etablierter Größen und solide Actionfilme zieren die Vita des Hünen mit dem strahlenden Lächeln. Wenn da nur nicht diese Familien-Komödien wären … 

Denkwürdigste Rollen: Der eingeölte Agent Hobbs in der „Fast and Furious“-Reihe, König Mathayus in „Scorpion King“ und natürlich die „Zahnfee auf Bewährung“

Fazit: Immer noch „The People’s Champ“

Für viele eine Art Zepter-Übergabe vom König des Actionfilm-Genres zu seinem designierten Nachfolger - Arnold Schwarzenegger und „The Rock“ in „Welcome to the Jungle“

© YouTube // nocopyrightinfringed

Triple H (Paul Michael Levesque)

Seit Jahren mit der Tochter von WWE-Oberboss Vince McMahon liiert und so sukzessive zum zweitwichtigsten Mann der wichtigsten Wrestling-Liga aufgestiegen, funktionierte dieses Erfolgsrezept in Hollywood nicht. Man kann eben nicht zwei Mal heiraten …

Denkwürdigste Rolle: Leibwächter Jarko Grimwood in „Blade: Trinity“

Fazit: Triple H als Schauspieler passt so gut wie der 1,67m große Rey Mysterio als World Heavyweight Champion

Triple H in der WWE

Kann man sich auch gut in einer romantischen Komödie vorstellen: Triple H

Hulk Hogan (Terry Gene Bollea)

Es ist wenig verwunderlich, dass die Film-Industrie aus dem bekanntesten Wrestler der Welt Kapital schlagen wollte. Ebenso wenig verwunderlich ist es allerdings auch, dass das keine cineastischen Meisterwerke nach sich zog. Dafür bekam der Blondschopf mit „Thunder in Paradise“ seine eigene Serie. Die nach einer Staffel wieder beendet war.

Denkwürdigste Rollen: Thunderlips in „Rocky III“ und Blake Thorne in „Santa Claus mit Muckis“

Fazit: Nur weil sich einer „Hollywood Hogan“ nennt, gehört er nicht nach Hollywood

Vergiss Ivan Drago aus „Rocky IV“ - dieser Blonde war noch großer

© YouTube // You Are Made Of Stardust

Kevin Nash

War er bei seinem Film-Debüt in „Turtles“ aufgrund von Maske und Spezialanzug noch schwer zu erkennen, entblößte sich der einst als „Diesel“ bekannte Wrestler im Laufe seiner Karriere mehr und mehr: sei es emotional wie in „The Longest Yard“ (dank Östrogen) oder physisch wie in „Magic Mike“. Wirklichen Erfolg brachte ihm das aber auch nicht.

Denkwürdigste Rollen: Super-Shredder in „Turtles II – Das Geheimnis des Ooze“ und der strippende Tarzan in „Magic Mike“

Fazit: Wer mit 56 Jahren noch bei einem Stripperfilm mitwirkt, hat einiges richtig gemacht. Oder einiges falsch.

Warum bloß haben viele gar nicht mitbekommen, dass Kevin Nash in „Turtles“ mitgespielt hat?

© YouTube // stealthunter14

John Cena

Dem US-amerikanischsten aller US-amerikanischen Wrestler war das ständige Kloppen zu langweilig, also startete er daneben eine Musik-Karriere. Diese floppte. Also startete er eine Schauspiel-Karriere. Diese floppte. Also … versucht er es weiterhin. Warum? Ah, weil die WWE die Filme selbst produziert.

Denkwürdigste Rolle: John Triton in „The Marine“

Fazit: United States Champion - mehr aber auch nicht

John Cena salutiert

John Cena salutiert fürs Vaterland.

„Stone Cold“ Steve Austin (Steven James Anderson)

Die ersten Auftritte als Schauspieler in der Serie „Nash Bridges“ an der Seite von Don Johnson - das klingt vielversprechend. Leider konnte der Glatzkopf die Erwartungen nicht erfüllen. Immerhin sicherte er sich in „The Expendables“ einen Platz an der Seite des größten Action-Ensembles unserer Zeit. Leider als deren Widersacher, weswegen er für die weiteren Fortsetzungen ausschied.

Denkwürdigste Rolle: Dan Paine in „The Expendables“

Fazit: Ein Star … „cause Stone Cold said so“

Packendes Duell auf kaltem Stein: Sylvester Stallone vs. Stone Cold Steve Austin

© YouTube // ApocalipseHG

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11 2015 Redbulletin.com

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