Ocean's Eleven

Die Wahrheit über diese Film-Klassiker

Foto: Facebook/Ocean’s Eleven (2001)

Selbst echte Kino-Klassiker sind oft nur Remakes eines von vielen längst vergessenen Films. Wir klären dich auf.

Es passiert immer wieder. Du siehst einen richtig guten Film und jemand belehrt dich: Das, mein Lieber, ist ein Remake! 

Es ist schwierig, heutzutage auch nur annähernd als Cineast durchzugehen. Was, dieser Klassiker soll ein Remake sein? Unmöglich! Schon hast du wieder deinen Stolz und eine Wette verloren.

Damit du demnächst ein paar Bier weniger ausgeben musst, haben wir genau hingesehen. Diese sechs Produktionen sind nicht nur exzellent, sondern leider auch nicht das Original. 

„True Lies – Wahre Lügen“ (1994)

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James Cameron verfilmte mit seiner Actionkomödie das Original „La totale!“. Dieses kam 1994 zu Deutsch unter einem – wie so oft – unterirdischen Titel auf den Markt: „Der Joker und der Jackpot“, was weder zum Inhalt passt, noch gut klingt.

Camerons Version hat bei den Actionszenen seine Stärken, sein französischer Vorgänger bringt dafür die Handlung etwas mehr auf den Punkt. Beim Original führte Claude Zidi Regie, statt Arnold Schwarzenegger und Jamie Lee Curtis sind Thierry Lhermitte und Miou-Miou am Start.

© Film-Panorama // Youtube

„12 Monkeys“ (1995)

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Chris Markers Science-Fiction-Kurzfilm „Am Rande des Rollfelds” dürfte selbst manch ausgefuchster Kinogänger nicht kennen, obwohl er preisgekrönt ist.

„Monty Python”-Mastermind Terry Gilliam nahm sich das Independent-Stück zur Brust und erschuf mit „12 Monkeys“ ein Werk, das in die Filmgeschichte eingegangen ist.

Zusätzlicher Aufschneider-Fact, bei Bedarf unauffällig einzustreuen: Der Alfred-Hitchcock-Klassiker „Vertigo – Aus dem Reich der Toten“ diente wiederum Marker als Inspiration. 

© 9thWonderBuckshot1 // Youtube

„Heat“ (1995)

Es gibt Regisseure, die sparen sich eine Menge Arbeit, indem sie bei sich selbst abschreiben – und erschaffen dann sogar einen Klassiker, der das Genre prägt.

Michael Mann benutzte weite Strecken des Drehbuchs von „Showdown in L.A.“, einem TV-Film von 1989, der von ihm selbst stammt. Daraus hat der Meister auch nie einen Hehl gemacht.

Wozu auch, wenn aus der Neuversion mit den Legenden Robert De Niro und Al Pacino ein Bravourstück entstanden ist.  

© Klassik Trailer // Youtube

„Die Mumie“ (1999)

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Regisseur Stephen Sommers erschuf mit „Die Mumie” einen Abenteuerfilm vom Feinsten, in dem eher Effekte und trashige Action als geistreicher Grusel regieren.

Das Original hingegen hat Filmgeschichte im Horrorgenre geschrieben. Kein Geringerer als Boris Karloff brillierte bereits 1932 als ägyptischer Hohepriester, der lebendig beerdigt und verflucht wird.

In Sommers‘ Werk sind Brendan Fraser und Rachel Weisz in den Hauptrollen zu sehen. 

© Thomas Roth // Youtube

„Ocean’s Eleven“ (2001)

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Erneut ein Beispiel der erfolgreichen Verschandelung eines Filmtitels: 1960 erreichte „Frankie und seine Spießgesellen“ die deutschsprachigen Kinos. Die Komödie von Lewis Milestone war im US-Kino bereits damals als „Ocean’s Eleven“ zu sehen. Mit großer Starbesetzung: Das „Rat Pack“ aus Dean Martin, Sammy Davis jr., Frank Sinatra, Joey Bishop und Peter Lawford tobte sich lässig in Las Vegas aus.

Regisseur Steven Soderbergh legte mit seinem Remake noch eins drauf und brachte mit Brad Pitt, George Clooney, Matt Damon, Julia Roberts und Andy Garcia fünf wesentliche Hollywood-Player an den Start. Das Ergebnis unterhält prächtig bis fulminant.  

© WarnerMoviesDE // Youtube

„True Grit“ (2010)

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Die Coen-Brüder selbst sehen „True Grit“ nicht als Remake des im US-Kino gleichnamigen John-Wayne-Klassikers, sie definieren ihr Werk als Neuverfilmung des Romans von Charles Portis. Nicht alle geben ihnen Recht.

Im US-Western von 1968, der unter dem deutschen Namen „Der Marshal“ lief, spielt das legendäre Raubein Wayne einen Säufer, der in die Jahre gekommen ist. Er nimmt den Auftrag eines kleinen Mädchens an, die Mörder ihres Vaters zur Rechenschaft zu ziehen.

Die Neuverfilmung der Romanvorlage durch die Coen-Brüder bietet mit Jeff Bridges und Hailee Steinfeld in den Hauptrollen zwei Schauspieler, die eine grandiose Performance abliefern.  

© vipmagazin // Youtube

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04 2016 THE RED BULLETIN

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