Karl Urban spielt Dr. McCoy and Zachary Quinto spielt Spock im neuen Film Star Trek Beyond

Karl Urban über das Geheimnis von Star Trek

Foto: Paramount Pictures

„Star Trek“ feiert den 50er mit einem neuen Film. Karl Urban, der Dr. „Pille“ McCoy spielt, über die ewige Jugend einer Legende.

THE RED BULLETIN: Wie hat „Star Trek“ fünf Jahrzehnte überlebt?

KARL URBAN: Mit Spannung, Abenteuer, dem Geist der Original-TV-Serie und dem Sex-Appeal der neuen Filme. Vor allem aber mit einer Botschaft: Die Menschheit hat Krieg, Völkermord und Verfolgung hinter sich gelassen und erkundet gemeinsam den Weltraum. Eine ­extrem ermutigende Zukunftsvision, nicht?

Die meisten Filme zeichnen ein etwas düstereres Bild von der Zukunft, so wie auch Sie im Sci-Fi-Streifen „Dredd“ …

Ja, ich gebe schon zu, die Menschheit ist möglicherweise ­gerade näher dran an der Dystopie von „Dredd“ (mit Urban in der Hauptrolle, Anm.). Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf.

Star Trek Beyond läuft ab 21.Juli in den Kinos.

© KinoCheck // YouTube

Klar, als „Pille“ muss man immer Optimist bleiben. Welchen Anteil haben die vielen starken Charaktere am anhaltenden „Star Trek“-Erfolg?

Ich bewundere, was dem großartigen DeForest Kelley dreißig Jahre lang als Pille gelungen ist. Ich möchte die Essenz davon behalten, aber dem Charakter auch meine eigene Note verpassen.

Apropos eigene Note, Action-Regisseur Justin Lin ist jetzt neu an Bord. Was ist sein Kurs?

Der frühere Regisseur J. J. Abrams hat die „Star Trek“-Welt in ­ihrer ganzen Unverwechselbarkeit erschaffen. Justin entwickelt sie weiter, auf der Basis seiner tiefen Liebe für „Star Trek“ und dessen Charaktere. Er durchschaut die Rollen, versteht die Komplexität des Stoffs und vertieft sie sogar.  

Klingt so, als wäre alles in guten Händen. Wo sehen Sie „Star Trek“ in fünfzig Jahren? ​

Keine Ahnung, Mann, ich bin Schauspieler, kein Wahrsager!

SCHÖNE NEUE WELTEN

Filme, die nicht nur inhaltlich Neuland eroberten.

„Star Trek Beyond“ (2016)
Gut 20 Minuten des neuen Trekkie-Abenteuers wurden für das Panorama-Format „Barco Escape“ (drei Leinwände!) optimiert. Kinos mit dieser Technologie gibt’s derzeit nur in den USA, Mexiko und Belgien.

„Der Zauberer von Oz“ (1939)
Obwohl nicht der erste Farbfilm, verblüfften Dorothys Abenteuer die Zuschauer und markierten den Anfang vom Ende des Schwarzweißfilms. 

„Interstellar“ (2014)
Regisseur Christopher Nolan ist Kino-Purist. Für die Promo zu seinem Weltraumtrip machte er aber eine Ausnahme: Fans konnten in der Virtual-Reality-Welt von Oculus Rift an Bord des Schiffs fliegen, Schwerelosigkeit erfahren und selbst nachsehen, was sich hinter einem schwarzen Loch verbirgt.

Schluss mit lustig - 2016 ist es ziemlich gut, ziemlich böse zu sein.

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08 2016 The Red Bulletin

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