Days of My Youth

Days of my Youth – Das Kind in mir

Text: Arek Piatek
Fotos: Blake Jorgenson  

Zwei Jahre Dreharbeiten, die weltbesten Freeskier, ein geniales Filmkonzept. Der Freeski-Streifen „Days of my Youth“ ist jetzt schon ein Klassiker.

Ein untypischer Freeski-Film ist „Days of My Youth“ allemal. Zunächst wegen der ausgedehnten Produktionsdauer. „Wir nahmen uns fürs Drehen zwei Jahre Zeit – eine Ewigkeit“, sagt Filmproducer Scott Bradfield. „Der Grund: Wir gaben uns nur mit makellosen Aufnahmen zufrieden – und filmten ausschließlich bei absolut perfekten Licht- und Schneeverhältnissen. Selbst wenn wir dafür wochenlang in Berghütten ausharren mussten.“ 

„Wir“ – das sind einige der weltbesten Freerider wie Richard Permin, Michelle Parker oder Markus Eder auf ihrer Jagd nach perfekten Takes, Lines und Hängen, welche sich weltweit über entlegene und unberührte Gebiete wie etwa Alaskas Tordrillo Mountains oder Perus Gletscherkette Cordillera Blanca erstreckte und dabei einem unkonventionellen Filmkonzept folgte. „Wir wollten Authentizität, keine gestellten Szenen oder Interviews“, sagt der Franzose Richard Permin, „die Rider trugen immer Mikrofone bei sich. Der Zuseher hört also original mit: wie wir eine Line planen oder was wir beim Run von uns geben. Das bringt einen -näher an den Sportler. Und an die Action.“

Days of My Youth

Monashee Mountains, British Columbia, Kanada. Richard Permin bei einem gegrabbten Backflip: „Ich liebe Jumps zwischen Tannen. So kannst du in der Luft deine Sprunghöhe gut schätzen.“ Für Interessierte: In diesem Fall beträgt sie rund sieben Meter.

© Foto: BLAKE JORGENSON/RED BULL CONTENT POOL

Days of My Youth

Drei Stars aus der „Days of My Youth“-Besetzung (v. li.): Richard Permin, Cody Townsend und Markus Eder.

© Foto: BLAKE JORGENSON

Entsprechend authentisch die Szenografie: Es gibt keine. „Wir befreiten uns in den Bergen von allen Zwängen und durften wieder Kinder sein. Und das Skifahren mit purer, kindlicher Leidenschaft genießen. Welcher Jump, welcher Trick, das entschieden wir ganz allein … Es war erstaunlich, zu sehen, was alles gelingt, wenn du nur auf dein eigenes Ich, dein Gefühl hörst. Und unbeschwert bist wie damals – als du noch ein kleiner Knirps auf der Piste warst.“ 

„Es ist, als würdest du auf Wolken surfen.“
Michelle Parker
„Erstaunlich, was alles gelingt, wenn du nur auf dein eigenes Gefühl hörst.“
Richard Permin
Days of My Youth

Highspeed-Freeriden auf einem Bergkamm der Tordrillo Mountains. Der Protagonist: Richard Permin. „Manchmal gibt es nur eine Linie: steil nach unten. Auf diesem superschmalen Kamm hätte jeder kleinste Schwung einen schweren Sturz bedeutet. Die Passage war vereist, links und rechts Felsen, und ich war mit zirka 100 km/h unterwegs … Klar war mir mulmig, doch nachher sah ich die Aufnahmen und dachte: Wahnsinn, das hat sich gelohnt.“

© Foto: ALAIN SLEIGHER / RED BULL CONTENT POOL

Info: Red Bull Media House präsentiert gemeinsam mit MSP Films “DAYS OF MY YOUTH”, einen neuen Film, der die lebenslange Leidenschaft der Freeskier zu ihrem Sport dokumentiert. Zu den Texten von Alan Watts erzählt der Film über die vielen Freuden und vereinzelten Tiefpunkte, die mit einem Lebensstil einhergehen, der sich ums Skifahren dreht. Die Dreharbeiten erstreckten sich über zwei Jahre, und der Film wurde mit den neuesten Technologien gedreht – ein einzigartiger Einblick in die Reise zur Selbsterkenntnis, die jeder Skifahrer erlebt.

Michelle Parker

In den tief verschneiten Monashee Mountains zelebriert Michelle Parker bei Sonnenuntergang einen Powder-Run.

© Foto: BLAKE JORGENSON/RED BULL CONTENT POOL

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11 2014 THE RED BULLETIN

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