Gute, schlechte und unbekannte Spin-offs

Spin-off-Filme:
Die Guten, die Schlechten, die Unbekannten

Foto: Facebook/Star Wars

Das „Star Wars“-Universum wächst und wächst: Mit „Rogue One“ steht eine weitere Geschichte mit neuen Helden in den Startlöchern. Doch wo reiht sich das Spin-off ein - in die Riege der misslungenen Ableger oder bei den Hits?

Spin-offs sind ein riskantes Geschäft. Es gibt keine Garantie dafür, dass der neue Film an die Erfolge des Originals anknüpfen kann – auch, wenn das Publikum die Figuren schon kennt. Andererseits können eine gigantische Fanbase rund um den Globus und eine Erzählung epischen Ausmaßes natürlich nicht schaden. „Star Wars: Rogue One“ hat die Macht schon vor dem Kinostart am 15. Dezember hinter sich.

Serienfiguren, die ein Spin-off verdient haben

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Der Film spielt vor der Original-Trilogie und erzählt die Geschichte der Rebellen, die versuchen, die Baupläne für den Todesstern zu stehlen – die uns wohl bekannte, Allzweckwaffe des Imperiums. Zum Cast gehören Hochkaräter wie Felicity Jones, Mads Mikkelsen und Forest Whitaker.

© Youtube // Star Wars

Kurz gesagt:Rogue One“ erfüllt alle Voraussetzungen, um ein Erfolg zu werden. In den vergangenen Jahren erschienen immer wieder Spin-offs, die die Kinokassen klingeln ließen und sogar Awards gewonnen haben. Andere kamen beim Publikum einfach nicht an.

Und dann sind da noch die, von denen du wahrscheinlich noch nicht einmal wusstest, dass sie auf einem anderen Film basieren. Hier unsere kleine Auswahl:

Die Guten

„Creed: Rocky’s Legacy“

© Youtube // Warner Bros. Pictures

Das „Rocky“-Franchise hat uns einige der beliebtesten Sportfilme der Geschichte beschert. Das Original von 1976 wurde mit drei Oscars ausgezeichnet und machte Sylvester Stallone zum Superstar. Nach fünf Fortsetzungen kehrte Stallone zuletzt 2015 für „Creed“ zurück in den Ring. Diesmal als Mentor von Boxer Adonis, dem auf die schiefe Bahn geratenen Sohn von Rockys Freund Apollo Creed. Der Film entpuppte sich an den Kinokassen als Hit, kam bei den Kritikern an und brachte Stallone einen Golden Globe und eine weitere Oscar-Nominierung ein, diesmal als bester Nebendarsteller. Obwohl er im Vorfeld Vorbehalte gegen das Spin-off geäußert hatte, ließ der „Rocky“-Veteran zuletzt durchblicken, dass sich aus „Creed“ eine ganz neue Filmreihe mit den jungen Charakteren entwickeln könnte. Eine Fortsetzung ist angeblich für Winter 2017 geplant.

„Deadpool“

© Youtube // 20th Century Fox UK

Ryan Reynolds hat Wade Wilson zum ersten Mal 2009 in „X-Men Origins: Wolverine“ (dazu gleich mehr) gespielt, sieben Jahre später bekam er mit „Deadpool“ seinen eigenen Blockbuster. Der Söldner, der durch eine experimentelle Krebsbehandlung übermenschliche Selbstheilungskräfte erlangt, erwies sich als echter Kassenschlager. Die Mischung aus Action, Humor und der Art und Weise, wie die Hauptfigur das Publikum direkt anspricht, hat „Deadpool“ zum lukrativsten, nicht jugendfreien Film der Welt gemacht. Ryan Reynolds selbst hat erklärt, dass er sich bei seiner Performance mehr an der Comicbuchvorlage als an dem kurzen Auftritt in „Wolverine“ orientiert hat – vielleicht ein weiterer Grund, warum er beim Publikum plötzlich so gut ankommt.

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Die Schlechten

„X-Men Origins: Wolverine“

© Youtube // FHEfoxconnect

Für das erste Spin-off der „X-Men“-Reihe ist Hugh Jackman wieder in die Rolle des Logan geschlüpft. Wolverines frühe Jahre wurden beleuchtet und Liev Schreiber trat als Jackmans Halbbruder Victor Creed alias Sabretooth auf. Das Action-Abenteuer um Rache und Zwietracht unter Brüdern fiel bei Fans des Charakters durch, der Film erhielt weitestgehend miese Kritiken. Sogar der Hauptdarsteller selbst gab zu, dass der finale Schnitt hinter seinen Erwartungen zurückblieb. Das Ende für den Mann mit den Klingenfäusten war damit trotzdem nicht besiegelt. 2013 erschien „Wolverine: Weg des Kriegers“, der wesentlich besser ankam als sein Vorgänger. 2017 folgt schließlich das Sequel „Logan“.

„Das Bourne Vermächtnis“

© Youtube // Universal Pictures UK

Im vierten Teil der „Bourne“-Serie kommt die Hauptfigur bis auf einige Erwähnungen überhaupt nicht vor. Stattdessen geht es im „Bourne Vermächtnis“ um Aaron Cross aus der Operation Outcome, einer Weiterentwicklung der Jason-Bourne-Operation. Die neue Geschichte ist wohl vor allem dem Umstand geschuldet, dass Matt Damon damals nicht in seine Paraderolle zurückkehren wollte. Das Spin-off lockte zwar viele Fans in die Kinos, und Jeremy Renner erhielt als Hauptdarsteller viel Lob. Letzten Endes waren sich Rezensenten aber einig, dass mit Jason Bourne das Herzstück der Reihe fehlt. Damon hat sich Jahre später wieder überreden lassen und kehrte 2016 mit „Jason Bourne“ zurück auf die Leinwand.

Die Unbekannten

„Männertrip“

© Youtube // hollywoodstreams

Russell Brand und Jonah Hill haben sich 2010 für die Komödie „Männertrip“ zusammengetan. Dass es sich dabei um ein Spin-off der Rom-Com „Nie wieder Sex mit der Ex“ handelt, ist aber kaum jemandem klar. Brand spielt in beiden Filmen den exzentrischen Rockstar Aldous Snow und auch Jonah Hill, der ihn in „Männertrip“ als Talent-Scout Aaron Green nach L.A. eskortieren muss, ist schon in der Romantikkomödie mit Jason Segel zu sehen – allerdings in einer anderen, wesentlich kleineren Rolle. 

„Machete“

© Youtube // www.onthebox.com

Isador Cortez, besser bekannt als Machete, ist eine Erfindung von Regisseur Robert Rodriguez, der aus Danny Trejo eine Art mexikanischen Jean-Claude Van Damme machen wollte. Was nicht jeder weiß: Bevor der Auftragskiller für besonders schwierige Fälle mit „Machete“ und „Machete Kills“ seine eigenen Filme bekommen hat, war die Figur in allen vier Teilen der Kinderfilmreihe „Spy Kids“ von Rodriguez zu sehen – da noch in einer wesentlich harmloseren Ausgabe seiner selbst. Als für sein „Grindhouse-Double-Feature” mit Quentin Tarantino eine Reihe von Fake-Trailern gedreht werden sollte, nutzte er die Gelegenheit: Einer der Clips pries den damals noch fiktiven Film „Machete“ an. Der kam beim Publikum so gut an, dass Rodriguez ihn tatsächlich verwirklichte. 

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12 2016 The Red Bulletin

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