Duran Duran

The Playlist: Duran Duran

Anlässlich der Veröffentlichung ihres 14. Albums „Paper Gods“ verrät uns Bassist Taylor die Tracks, die sie damals zu ihrem Bond-Titellied inspirierten.

1984 waren Duran Duran ganz oben, „The Reflex“ führte die US- und UK-Charts an. „Trotzdem ­hatten wir noch Träume“, sagt Bassist John Taylor. „Wir wollten ein James-Bond-­Titellied schreiben.“

Auf einer Party spionierte er Bond-Produzent „Cubby“ Broccoli nach und fragte, wann endlich „jemand Vernünf­tiger“ ein Titellied aufnehme. Frechheit siegt, und Duran Durans „A View to a Kill“ ist der bis heute erfolgreichste Bond-Song. Anlässlich der Veröffentlichung ihres 14. Albums „Paper Gods“ erläutert Taylor die Tracks, die sie ­damals zu ihrem Bond-Titellied inspirierten.

Shirley Bassey: „Diamonds Are Forever“

„Dieser Track war eine große ­Inspiration für uns, wir wollten Teil dieser großartigen Tradition klassischer Bond-Songs werden. Was diesen und andere Bond-Songs so besonders macht, sind die opulenten Streicher, erst­klassig komponiert von John Barry. Er stimmte glücklicherweise zu, ein 60-Mann-Orchester-Arrangement für unseren Song zu verwenden – das war das i-Tüpfelchen.“

© AvengedS939 // YouTube

Shirley Bassey: „Goldfinger“

„Die wohl wichtigste Zutat für ­einen Bond-Song ist ein Hauch von Drama und Sex. Dafür braucht man starke Lyrics und eine noch stärkere Performance. Niemand hat das so auf den Punkt gebracht wie Shirley ­Bassey auf diesem Track. Der Song ist bis heute die Messlatte für Bond-Themes. Er strahlt eine gewisse Bedrohlichkeit aus, die das, was 007 ausmacht, perfekt einfängt.“

© juanmurs // YouTube

Vaughan Williams: „The Lark Ascending“

„Wir überlegten, welche Musik Bond gefallen würde. Es gibt eine Stelle in ‚Goldfinger‘, wo Connery sagt: ‚Einen über drei Grad warmen ’53er-Dom-Péri­gnon trinkt man ebenso wenig, wie man sich die Beatles ohne Ohren­schützer anhört.‘ Bond wäre wohl ein ziemlicher Musik­snob. Er würde eher etwas Erhabenes, Britisches wie ‚The Lark ­Ascending‘ hören, wegen all der Schönheit und Dramatik.“

© Richard Brittain // YouTube

Peter Gabriel: „No Self Control“

„Als wir ‚A View to a Kill‘ auf­nahmen, waren Bond-Songs fast vergessen. Das gab uns die Chance, eine moderne Version der 007-Titelmelodie zu schaffen. Peter Gabriels hypermoderne Drum-Sounds und Aufnahmetechniken inspirierten uns sehr. Wir verwendeten Synths als Soundeffekte, die zwar schon in den Bond-Filmen selbst, aber nicht in den Titelmelodien eingesetzt wurden.“

© TheImplosiveduck // YouTube

The Rolling Stones: „Honky Tonk Women“

„Jeder gute Bond-Titelsong braucht einen soliden Groove. Als wir unseren in den legendären Maison Rouge Studios in London aufnahmen, suchten wir also nach der richtigen Inspiration. Wir einigten uns dann auf ‚Honky Tonk Women‘, vor allem wegen Charlie Watts’ Schlagzeugspiel und des legendären Kuhglocken-Intros. Es ist so relaxt und gleichzeitig so auf den Punkt. Einfach super.“

© The Rolling Stones // YouTube

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11 2015 The Red Bulletin

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