Wilder Hund

Gefährliche Brandung 2.0 - „Point Break“ ist zurück

Foto (oben): Interpol Pictures

Das Remake des Action-Thrillers „Point Break“ packt noch ein paar Extremsportarten drauf. Wir trafen den neuen Bodhi, Édgar Ramírez.

THE RED BULLETIN: Wie ist es, die Rolle eines Extremsportlers angeboten zu bekommen, der zum Bankräuber wird?

ÉDGAR RAMÍREZ: Ich war vierzehn, als der erste „Point Break“ („Gefährliche Brandung“, Anm.) in die Kinos kam. Der hat mich echt geprägt. Hätte mir jemand erzählt, dass ich einmal Bodhi spielen würde … ich hätte ihn für verrückt erklärt. Der Charakter hat mich unglaublich beeindruckt, wegen seiner Freiheit und des idealistischen Kampfs, den er führt. Zu der Zeit ging es ja überall nur um Kohle, und genau dagegen hat Bodhi rebelliert. Jetzt bezahlen wir die Rechnung dafür, und die Jungs im neuen Film lassen sich das nicht gefallen – es geht nicht nur um eine Auf­lehnung gegen das System, es geht um eine echte Revolution.

Der Trailer zum Remake des Action-Thrillers „Point Break“.

© KinoCheck // YouTube

Hand aufs Herz: Wie viele der Stunts sind selbst gemacht?

Wir gingen ans Limit und manchmal darüber hinaus. Als wir die Kletterszenen beim Salto Ángel in Venezuela drehten, hing ich am höchsten Wasserfall der Welt, unter mir 900 Meter Todesrauschen. Ich lernte in Tahiti surfen, in einem der heftigsten ­Wellengänge des Jahrhunderts. Das war keine Blue Box. Das war echt und mehr als eine Produktion, es war eine Expedition.

„Point Break“

Keanu Reeves spielte FBI-Agent Johnny Utah in „Point Break“ („Gefährliche Brandung“) aus dem Jahr 1991.

Top-Athleten und -Stuntmänner waren als Ratgeber am Set – wie hat sich das auf den Dreh ausgewirkt?

Es war eine große Ehre, Laird Hamilton als Surflehrer, Xavier De Le Rue als Freeride-Guru und Chris Sharma als Kletter-Mentor zu haben. Sie haben uns Techniken beigebracht und psychisch vorbereitet – wir versuchten ihren Stil nicht nur zu kopieren, sondern wollten auch verinnerlichen, was diese Jungs fühlen, wenn sie ihre irren Dinge schaffen. Das war eine unfassbare Erfahrung.

ADRENALINJUNKIES

Wenn Extremsport auf Action-Filme trifft

„Point Break“ (1991)
Der spirituelle Krieger Bodhi (Patrick Swayze) und seine surfende Bankräubergang werden vom FBI-Agenten und Ex-Footballspieler Johnny Utah (Keanu Reeves) unterwandert. Regisseurin: Kathryn Bigelow!

„Cliffhanger“ (1993)
Sylvester Stallone (der auch am Drehbuch mitkämpfte) gerät in den Rockys als Klettermax Gabe Walker in ein tödliches Katz-und-Maus-Spiel mit John Lithgows Söldnertrupp.

„Tödliche Geschwindigkeit“ (1994)
Charlie Sheen als eigenwilliger Fallschirmsprung-Trainer und die ehemalige KGB-Agentin ­Nastassja Kinski durchkreuzen die Pläne der russischen Mafia.

Scharf am Schirm - Neue Releases, die man auf dem Radar behalten sollte.

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01 2016 The Red Bulletin

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