Alexander Siddig

Willkommen in Dorne

Text: Holger Potye
Bilder: Getty Images 
 

Alexander Siddig spielt Doran Martell, den Prinzen von Dorne. Er ist der ältere Bruder des am Ende der vierten Staffel in King’s Landing zu Tode gekommenen Oberyn Martell. DeObia Oparei ist ebenfalls ein neuer Charakter:  Areo Hotah. Er ist der Chef der Dornischen Palastgarde und der persönliche Bodyguard von Doran Martell.

THE RED BULLETIN: Was dürfen Sie uns über Ihre Charaktere verraten?

Alexander Siddig: Ich spiele Doran Martell, den Prinzen von Dorne und DeObia ist …

DeObia Oparei: Ich spiele Areo Hotah. Areo ist der Bodyguard des Prinzen und Kapitän der Dornischen Polizei. Außerdem ist er die rechte Hand von Doran Martell.

Alex: Und man sieht uns fast immer im Doppelpack in der Serie.

Die 5. Staffel von Game of Thrones hat ihre Premiere am 12. April auf dem amerikanischen Sender HBO.

DeObia, ist es ein leichter Job Doran Martell zu beschützen?

DeObia: Wir steigen zu einem besonderen Moment in die Serie ein. Oberyn Martell, der Bruder von Doran Martell, stirbt am Ende der vierten Staffel. Und das ist in gewisser Weise die Schuld der Lannisters. Wir kommen also zu einem Zeitpunkt in die Welt von „Game of Thrones“ und in das Land von Dorne, zu dem jeder Einwohner Dornes Rache will. Oberyns Frau Ellaria (Sand) kehrt von King’s Landing zurück mit einem Feuer im Herzen und auf Rache sinnend. Es ist eine großartige Staffel für sie. Wir sehen, wie sie sich entwickelt in dieser Saison. Dann lernen wir Oberyns Kinder, die „Sand Snakes“, kennen. Sie sind allesamt trainierte Kriegerinnen und sie wollen Köpfe rollen sehen. Sie wollen Rache für ihren Vater Oberyn.

Alex: Die Schauspielerinnen, die unsere „Sand Snakes“ spielen, sind noch Kinder. Aber sie haben alle bereits diese unglaublichen Kampf-Moves drauf. Das macht mir Angst!

DeObia: Und sie wollen ihn alle tot sehen. (Lacht.)

Alex: Yeah, sie sind nicht happy mit mir.

Warum sind sie Ihrem Onkel Doran nicht gut gesinnt?

Alex: Weil ich ihren Vater nicht sofort gerächt habe. Doran Martell ist kein spontaner Mensch. Ich marschiere nicht einfach aus einer Laune heraus im King’s Landing der Lannisters ein.

Sie sind also eher ein bedachtsamer Herrscher-Typ?

Alex: Ja, man muss Dinge durchdiskutieren, bevor man eine Entscheidung trifft. Oberyn ist tot. Wie sollen wir darauf reagieren? Jeder weiß, dass er tot ist. Und wir wissen ja alle, dass in Game of Thrones alle zwei Minuten jemand ums Leben kommt. Mit welchem Haus werden wir uns anlegen? Mit welchem verbünden? Diese Art von Dingen diskutieren Areo und ich, wenn wir am Balkon des Palastes stehen und auf die Welt hinunterblicken. Wobei ich in einem Rollstuhl sitze. Areo steht.

In den Büchern leiden Sie an einer schweren Gicht …

Alex: Ja, ich habe Gicht und sitze im Rollstuhl.

Wie haben Sie sich auf die Rollstuhl-Reise durch Westeros vorbereitet?

Alex: Das Ding bei Doran ist: Er ist einerseits Politiker, andererseits aber auch ein Einwohner Dornes. Die Menschen dort sind leidenschaftlich. Da behindert einen der Rollstuhl manchmal. Ich weiß nicht, ob Sie die letzte Episode der vierten Staffel gesehen haben? Pedro (Pascal), der Oberyn gespielt hat, war unglaublich. Er war wie eine Zeitbombe, die jeden Moment hochgehen kann. Und er ist ein hübsch großer Kerl. Er hat jede Menge Feuer in sich. Er hat durch sein Spiel eine Art Blaupause vorgegeben, wie die Bewohner von Dorne zu sein haben. Wir alle mussten also nach diesem Feuer in uns suchen, es entfachen und auf unsere Charaktere übertragen. Ich bin allerdings viel ausgeglichener und politisch vorsichtiger agierend als mein kleiner Bruder Oberyn es war.

„Also wurde ich Stripper. Und arbeitete als Tänzer und ich lernte, wie man Geschichten verfasst. Und ich wurde Drag Queen. Ich habe also das Leben in vollen Zügen gelebt und genossen.“ 
DeObia Oparei

Worin unterscheiden sich die Einwohner unter der Herrschaft der Lannisters von der Dornischen Bevölkerung?

DeObia: Die Leidenschaft und Sexualität der Menschen in Dorne wird auf den ersten Blick sichtbar. Man lebt und liebt dort. Es ist ein hedonistischer Ort. Im Vergleich dazu ist die Welt der Lannisters eine die hinter verschlossenen Türen stattfindet. In Bordellen, in dunklen Räumen und Löchern, und Kellergemäuern. Und auch was die Farbgebung angeht, haben wir darauf geachtet Dorne möglichst lebendig erscheinen zu lassen, als wir drehten. Wir haben u.a. im Alcàzar Palast in Spanien gedreht. Der Palast ist unglaublich. Ihn zu betrachten ist ein Fest für die Augen. Die Architektur mit ihren maurischen und muslimischen Einflüssen, die sich mit der schweren, westlichen Bauweise verbindet. Die Mosaike dort sind fantastisch. Ich freue mich schon darauf das alles in der Serie zu sehen. Und dann wären da noch die Einwohner von Dorne: sie sind aufbrausend, temperamentvoll und leidenschaftlich. Pedro hat uns das mit seiner Rolle des Oberyn bereits perfekt vorzelebriert. Und auch Oberyns Kinder sind so drauf. Und seine Frau Ellaria, die von Indira (Varmas) gespielt wird, kommt in der neuen Staffel erst so richtig in die Gänge. An Pedros Seite war sie zurückhaltend. Ohne ihn wird sie zum Vulkan. Und das ist der Treibstoff für einige feurige TV-Episoden. Verdammt, ich sollte eigentlich als Werbetexter arbeiten!

Weil wir gerade über Hedonismus und Leidenschaft reden: DeObia, Sie haben Mitte der 90er eine ziemlich interessante Zeit in Sydney gehabt. Sie arbeiteten als Tänzer, Straßenkünstler, Stripper, Autor und Drag Queen.

DeObia: Hallo, da hat aber jemand recherchiert! Yeah, das stimmt. Soll ich davon erzählen?

Wie wäre es mit einer kleinen Tanzeinlage?

DeObia: Später, Baby, später! Dann gibt’s einen Private Dance für dich. (Lacht.)

Der ist bestimmt unglaublich teuer …

DeObia: Ich geh’ mit dem Preis runter. (Lacht.)

Wie haben Sie sich also auf ihren „lustvollen Part“ in Dorne vorbereiten?

DeObia: Ich persönlich bin in einer sehr disziplinierten, stoischen Welt aufgewachsen. Alles hatte seine Ordnung. Ich lernte Schauspiel am klassischen Theater und trat im Arc Theatre und dem National Theatre in London auf. Als ich dann 22 Jahre alt war, dachte ich mir: „DeObia, du musst das Leben kennenlernen! Du musst brennen. Im Moment lebst du in einem Proberaum. Du hast keine Ahnung davon, was das Leben wirklich ist.“ Also ergriff ich meine Chance, als es die Möglichkeit gab in Sydney auf Tour zu gehen. Als ich in Sydney war, hab ich die Schauspielerei erst einmal ad acta gelegt und wollte einfach nur leben und verrückte Dinge tun. Also wurde ich Stripper. Und arbeitete als Tänzer und ich lernte, wie man Geschichten verfasst. Und ich wurde Drag Queen. Ich habe also das Leben in vollen Zügen gelebt und genossen. Einfach alles ausprobiert in dieser Zeit. Das alles half mir, als ich zurückkam und als Schauspieler weitermachte. Denn ich war auf einmal ein anderer Mensch. Meine erste Rolle bei meiner Rückkehr war dann gleich in Baz Luhrmann „Moulin Rouge“. Und ich denke die Welt von Dorne ist den von mir damals gemachten Erfahrungen sehr ähnlich. Aber die Figur, die ich spiele, ist sehr beherrscht und zurückhaltend. Die Energie und der Zorn und die Kraft brennen in ihm, aber Areo hält sie zurück, bis er sie wie einen Laserstrahl fokusiert einsetzen kann. Ich liebe es diesen beherrschten, zurückhaltenden Charakter zu spielen, der, wenn er ausbricht, wie eine Naturgewalt über dich kommt und trotzdem präzise und tödlich arbeitet. Das Schöne an der Welt von Dorne ist ihr lebensfrohes, temperamentvolles Flair. Und mitten drin sind zwei Typen, Doran Martell und Areo Hotah, die das komplette Gegenteil davon sind. Drama lebt von den Gegensätzen.

Das klingt schon ziemlich gut …

DeObia: Ja, aber ich kann trotzdem nachher noch einen Strip hinlegen! (Lacht.)

Macht die explizite Darstellung von Gewalt die Serie Ihrer Meinung nach authentischer?

Alex: Ich denke es gibt eine gewisse Erwartenshaltung, die man erfüllen muss. Wir haben uns an Gewalt gewöhnt. Wir sind als Gesellschaft an den Ausbruch von Gewalt gewöhnt.

Meinen Sie damit Dorne oder die Gesellschaft, in der wir leben?

Alex: Ich meine unsere heutige Gesellschaft. In Game of Thrones sehen wir die explizite Darstellung von Gewalt, weil sie Teil der visuellen Sprache der Serie geworden ist.

DeObia: Ja, aber ich finde auch, dass die Gewalt in Game of Thrones bis zu einem gewissen Grad auch eine Art Linderungsmittel ist, wenn wir die moderne Welt betrachten, in der wir leben. Eine Welt, in der du von Zahlen und Dingen erschlagen wirst, die nur schwer fassbar sind. 100 Leute sterben beim Marathon in Boston. 12 Leute werden in der Charlie Hebdo-Redaktion hingemetzelt. 2000 Menschen werden von Boko Haram in Nigeria ermordet. In Syrien sterben Millionen von Menschen usw. Ich glaube in gewisser Weise lindert eine Show wie Game of Thrones diesen Schmerz. Denn die Gewalt in der Serie ist manchmal so over the top, aber gleichzeitig ist sie an Entertainment gekoppelt. Diese Mischung erlaubt es uns das Trauma, das wir erleben wenn wir uns unsere heutige Welt anschauen und die Zerbrechlichkeit des Lebens darin, besser zu verkraften. Die Serie spendet, wenn man so will, Trost. Man kann sie anschauen und sagen: „Die selben schlimmen Dinge passieren auch bei uns, in unserer Welt. Aber diese hier kann ich mir anschauen, wissend, dass mir nichts passieren kann. Und mir die Frage stellen für wen schon bald das letzte Stündlein geschlagen haben mag, ohne, dass das reale Konsequenzen hat.“ Die Show hat viele Paralellen zu unserer heutigen Zeit. Sie hat definitiv diesen Zeitgeist-Moment. Und sie hält unserer Gesellschaft einen Spiegel vor.

Alex: Ich denke auch, dass die Gewalt in der Serie nicht allzu schockierend ist.

Ja, aber gibt es eine Grenze in Sachen Brutaliät?

Alex: Ich denke schon. Die Produzenten haben für die Serie ein Setting gebastelt, das stark an eine mittelalterliche Welt erinnert. Es gibt da und dort natürlich kleine, feine Unterschiede, aber im Großen und Ganzen befinden wir uns im Mittelalter. Und diese Zeit war sehr gewaltsam und die Brutalität darin oft enorm, alles vernichtend und von einer Sekunde auf die andere da. Und man kämpfte mit Schwertern und Gift, nicht mit Gewehren und Raketen. Also ist die Welt von Game of Thrones, so fantatisch sie in manchen Aspekten auch scheinen mag, nur etwa 500 oder 600 Jahre her. Es waren die dunklen Zeiten des Mittelalters. 

DeObia: Aber Aspekte davon finden wir auch in unserer modernen Welt.

Alex: Glauben Sie mir, mein Charakter würde lieber jemanden mit einer Kugel als mit einer Machete töten. Aber die Machete war nunmal die bevorzugte Waffe in Dorne.

DeObia: Es ist manchmal schon schwer mitanzusehen, wenn zum Beispiel Alfie Allens Charakter Theon Greyjoy auf diese Art und Weise gefoltert wird. Und für Joffrey ist Folter sogar sexy. Und gleichzeitig sieht man in unserer Welt, wie ein islamischer Staat schwule Männer von einem 300 Meter hohen Turm stößt. Man sieht diese Dinge, vergleicht sie miteinander und am Ende des Tages zeigt dir Game of Thrones auf, wie brutal die Welt, in der wir leben, eigentlich ist.

Alex: Die Gewalt in Game of Thrones unterliegt gewissen Regeln. Die Brutalität ist nicht mit der eines Horrorfilms wie „Saw“ vegleichbar. Sie ist nie grotesk. Ich habe kein Problem mit ihr. Aber das muss wohl jeder Zuseher für sich selbst entscheiden. Mir ist auch aufgefallen, dass Sexualität und Nacktheit in Game of Thrones viel graphischer dargestellt werden als in anderen Shows. Aber Nacktheit in TV-Serien gehört heutzutage zum guten Ton. Du musst mit nackter Haut locken. Es wäre naiv dies nicht zu beachten, wenn du eine große Show, wie diese, machst. Jede TV-Serie macht das. Die Frage ist nur, wie du sie zeigst? Aber jeder muss für sich selbst entscheiden, ob es geschmackvoll ist. Ich persönlich finde, dass wir, was das anbelangt, einen guten Job machen.

DeObia: Wie jede gute Show lotet Game of Thrones immer die Grenzen aus.

Alex: Das muss sie tun!

„Meet the Sand Snakes“

In der 5. Staffel von Game of Thrones lernen wir die Töchter von Oberyn Martell kennen.

Alex, Sie spielten sieben Jahre lang in der SciFi-Serie „Deep Space Nine“ mit …

Alex: Ja, das ist lange her!

Es war eine großartige Show.

Alex: Danke schön!

Nun sind Sie wieder bei einer großen TV-Serie dabei. Haben Sie sofort ja gesagt, als man Sie gefragt hat?

Alex: Ich war überglücklich, als ich gefragt wurde. So eine Serie ist eine großartige Chance für einen Schauspieler. Damit stehst du international im Rampenlicht. Außerdem mag ich die Serie. Ich habe mir die Szenen mit Pedro (Pascal) als Oberyn bestimmt 50 Mal angesehen. Ich hab mir zur Vorbereitung die Staffeln übrigens verkehrt herum angesehen. Ich startete mit Staffel 4 und schaute dann die Staffeln 3, 2 und 1. Und ich fand sie genial. Die Drehbücher sind wirklich gut. Du merkst, dass die Schreiber die Charaktere lieben und etwas bewegen wollen. Und wie bei jeder guten Show, finden sich viele Paralellen zu unserer heutigen Welt darin. Star Trek: Deep Space Nine hat das auch stets praktiziert, allerdings auf ein bisschen altmodischere Weise.

DeObia: War Deep Space Nine ähnlich groß wie Game of Thrones?

Alex: Sie arbeitete auch mit Allegorien, aber sie war nicht annähernd so groß wie Game of Thrones. Aber die Welt von Star Trek, in der sie spielte, ist wohl ähnlich groß.

In „DS9“ gab es eine Vielzahl verschiedener Rassen, die gemeinsam auf einer Weltraumstation lebten und - wie in Game of Thrones die Königshäuser - nach Macht strebten. Es gab also einige Paralellen.

Alex: Ja das allegorische Element war das gleiche. Wir sprachen indirekt von unserer heutigen Welt. Und es ist schwierig Fragen zu stellen, die uns und unsere Gesellschaft betreffen. Dazu braucht man eine große Show.

Game of Thrones

DeObia Oparei als Areo Hotah 

© HBO

DeObia, sind Sie „nur“ der Bodyguard von Alex in der Serie, oder steckt mehr hinter der Rolle?

Alex: Nein, Areo Hotah ist nicht nur mein Bodyguard.

„Im Grunde haben wir eine Person auf zwei aufgeteilt. DeObia ist quasi die maskuline Seite von mir und ich bin das Gehirn.“
Alexander Siddig

DeObia: Mein Charakter ist kein Anhängsel von Doran Martell. Was die Serie immer wieder gut schafft, ist die Darstellung von Macht. Richtige Power findet sich in Game of Thrones oft bei körperlich benachteiligten, scheinbar völlig ungeeigneten Charakteren. Einerseits haben wir da den jungen Bran (Stark), der den riesenhaften Hodor braucht, um ihn zu tragen, weil er gelähmt ist. Dann gibt es da diese unerbittliche, kindische Macht, wie sie vom jungen König Joffey ausging. Und dann gibt es da Doran Martell, den Prinzen von Dorne, der mächtig, aber an einen Rollstuhl gefesselt ist. Mein Charakter wiederum hat viel physische Kraft, aber auch eine Art spirituelle Macht. Im Buch wird das gut beschrieben. George R.R. Martin schrieb: „Hotah kann die Schmerzen des Prinzen fühlen.“ Hotah ist also in gewisser Weise auch empathisch begabt. Doran Martell braucht also Hotah und umgekehrt.

Alex: Die Dynamik zwischen unseren beiden Charakteren ist eine echte Herausforderung – für uns und für das Publikum. Im Grunde haben wir eine Person auf zwei aufgeteilt. DeObia ist quasi die maskuline Seite von mir und ich bin das Gehirn. Es ist eine faszinierende Kombination.

Warum ist Game of Thrones weltweit so erfolgreich?

Alex: Wie DeObia schon sagte: Die Serie reflektiert die Welt, in der wir leben. Westeros steht sinnbildlich für unsere Welt. Sie finden die IS in Game of Thrones ebenso wie Boko Haram.

DeObia: Und mitten drin sind normale Menschen wie wir. In jeder Folge werden bestimmte Charaktere auf die Probe gestellt. Was tust du, wenn du auf die Probe gestellt wirst? Wirst du zu deinem Wort stehen, oder nicht?

Alex: Wirst du jemanden betrügen?

DeObia: Wirst du etwas in dir selbst betrügen? Wirst du nicht nur den anderen verraten, sondern etwas in dir selbst? Ich denke so etwas fasziniert uns Menschen. Man muss sich nur Sophie Turners Charakter Sansa (Stark) anschauen. Sie wird erwachsen in einer Welt der Täuschung und Lüge. Und sie verwandelt sich vom naiven Mädchen in eine raffinierte Politikerin. Und genau das tut Game of Thrones mit jedem seiner Charaktere. Wir als Publikum lieben das. Es ist menschlich. Es gibt kein Gut, kein Böse. Es gibt nur die Menschlichkeit und ihre Schwächen und Fehler und schönen Seiten. Und die Frage: Wie wirst du dich verhalten, wenn du alles verlieren kannst – sogar dein Leben?

Haben Sie Angst, dass es schon bald wieder vorbei sein könnte, nachdem Sie erst ganz frisch eingestiegen sind?  Jeder kann bekanntlich jederzeit sterben … 

(Beide lachen.)

Alex: Nein, ich rechne zwar jede Folge damit. Ich freue mich über jede Seite im Drehbuch, die ich aufblättere, und auf der ich noch atme. Aber wenn meine Zeit gekommen ist, ist sie gekommen. Das ist dann auch ok. Es ist nur einfach schön, ein Teil dieser Welt zu sein.

Die fünfte Staffel von Game of Thrones gibt es auf SKY zu sehen!

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04 2015 Redbulletin.com

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