Fantastic Four

Kino-Vorschau: Das läuft im August

Text: Christoph Stachowetz und Marco Rauch
Bild: Constantin Film Verleih

Tom Cruise, ein Superhelden-Gespann, Jake Gyllenhaal und die legendären N.W.A.: Diese Filme dürft ihr im August nicht verpassen.

Strahlemann Tom Cruise kämpft sich geschickt und mit viel Körpereinsatz durch die Wiener Staatsoper, das Superheldengespann der Fantastic Four durchläuft eine dringend notwendige Verjüngungskur und ein massiv auftrainierter Jake Gyllenhaal boxt sich wieder an die Spitze.

Zudem rappen die legendären N.W.A. über die Leinwand, während der Hitman aus der beliebten und lang gedienten Videospielereihe quasi über Leichen geht. Ja, und wer Lust auf eine Actionkomödie im Wiener Bezirk Ottakring hat, darf sich ebenso freuen.

Mission: Impossible - Rogue Nation ist ab 6. August in den Kinos zu sehen.

Mission: Impossible - Rogue Nation (Start: 6.8.)

Der vielleicht letzte große Actionheld seiner Generation (50+), Tom Cruise, riskiert im  fünften Ableger der immens erfolgreichen und beständig unterhaltsamen Mission: Impossible Reihe mal wieder Kopf und Kragen. In Mission: Impossible - Rogue Nation muss Superspion Ethan Hunt nicht nur dem verbrecherischen Syndikat, eine Organisation abtrünniger Geheimagenten, Einhalt gebieten, sondern sich auch mit einer enigmatischen Femme Fatale (die schlagkräftige Newcomerin Rebecca Ferguson) duellieren. Großartig inszenierte und vor allem vorwiegend praktische Stunts lassen die derzeitige Konkurrenz im Action-Genre alt aussehen, die Wiener Staatsoper wird zudem hübsch in Szene gesetzt und eine überraschend große Portion Humor macht den neuesten Teil der Filmreihe zu einem absoluten Highlight, das man gesehen haben sollte.

Codename U.N.C.L.E. läuft ab 13. August in den Kinos.

Codename U.N.C.L.E. (Start: 13.8.)

Wenn schweißtreibende Agenten-Action der Marke James Bond auf gewitzte britische Satire à la Mit Schirm, Charme und Melone trifft, hat man in etwa die Essenz von Codename U.N.C.L.E. vor sich. Guy Ritchie (Sherlock Holmes, Snatch) dürfte mit seinem neuesten Werk dabei wohl die perfekte Wahl als Regisseur sein, auch seine beiden Hauptdarsteller - Henry Cavill (Man of Steel) und Armie Hammer (The Social Network) - machen in ihren Rollen als anfangs konkurrierende Geheimagenten eine gute Figur. Zeitlich eingebettet ist die Action-Komödie übrigens in den Swinging Sixties, was dem Ganzen wohl zusätzlich noch etwas Retro-Charme verleihen dürfte.

Am 13. August läuft Fantastic Four an.

Fantastic Four (Start: 13.8.)

Das mitten in der Hochblüte von aufwändig inszenierten Comicverfilmungen (vor allem aus dem Hause Marvel) den Fantastic Four nochmals der Versuch erlaubt wird, auch auf der Kinoleinwand eine gute Figur abzugeben - damit hätten nach den bitteren Fehlschlägen aus den Jahren 2005 und 2007 wohl die wenigsten gerechnet. Demnächst sind die vier Superhelden jedoch zurück und die Zeichen stehen diesmal günstig: Eine frische, überraschend junge und vor allem ungewöhnliche Besetzung rund um aufstrebende Talente wie Miles Teller (Whiplash), Kate Mara (House of Cards), Michael B. Jordan (Chronicle) und Jamie Bell (Billy Elliot) darf sich über neu gewonnene Superkräfte freuen, diese dann auch gleich im Kampf gegen einen alten Verbündeten einsetzen. Eine vergleichsweise düstere Atmosphäre gepaart mit eindrucksvollen Special-Effects macht auf jeden Fall Lust auf mehr und die vorhergehenden Filme sicherlich schnell vergessen. Ein Reboot, wie es sein soll.

Plant Ottakring kommt am 14. August in die Kinos.

Planet Ottakring (Start: 14.8./nur Österreich)

Eine Action-Komödie im 16. Wiener Gemeindebezirk? Ja, wieso eigentlich nicht. Ein Kleinganove steigt zum “Paten” von Ottakring auf und eine Studentin aus Deutschland möchte ein kleines abgeschlossenes Wirtschaftssystem untersuchen und ihre Wahl fällt ausgerechnet auf besagten Bezirk. Das passt wie die Faust aufs sprichwörtliche Auge und schon sind die Weichen für eine haarsträubende Komödie gestellt und Ottakring wird nie mehr so sein, wie es einmal war.

Ab 20. August läuft „Vacation“ auf den Leinwänden.

Vacation (Start: 20.8.)

Erinnert sich noch jemand an „Die schrillen Vier auf Achse“ (so der deutsche Titel der Komödie von 1983)? Familie Griswold mit Übervater Chevy Chase auf einem chaotischen Roadtrip zum fiktiven Disneyworld-Pendant Wally World? Besser wäre es jedenfalls, denn die demnächst in heimischen Kinos anlaufende Fortsetzung Vacation setzt stark auf den Faktor Nostalgie: Der Griswold-Nachwuchs übernimmt die Hauptrolle, Ed Helms darf Rusty Griswold mimen, der nun das damalige Erlebnis mit seiner eigenen Familie wiederholen will. Chaos, peinliche Momente und jede Menge Slapstick darf auch bei dieser Verfilmung erwartet werden, wenn man dem netten Trailer (siehe oben) vertrauen kann.

Ab 20. August läuft Southpaw in den Kinos.

Southpaw (Start: 20.8.)

Jake Gyllenhaal als moderner Rocky Balboa und Rachel McAdams als hübsche Adrian. In Southpaw kämpft sich ein in Ungnade gefallener Boxer wieder in die Herzen der Menschen, aber vor allem in das seiner Tochter zurück. Auch wenn der Film kaum wirklich Neues oder niemals zuvor schon erlebtes im Genre bietet, so überzeugt zumindest Gyllenhaal eindrucksvoll mit seinem schauspielerischen Talent - und hart auftrainierter Muskelmasse natürlich.

Boy 7 ist ab 21. August in den Kinos zu sehen.

Boy 7 (Start: 20.8./Deutschland, 21.8./Österreich)

Wird Zeit, dass nach Twilight, den Tributen von Panem, Insurgent und Maze Runner - oder wie sie sonst noch alle heißen - auch endlich mal ein deutschsprachiger Sci-Fi-Jugendroman auf die Kinoleinwand gebracht wird. Boy 7 erzählt die Geschichte eines Jungen, der sich an nichts mehr erinnern kann und sein Gedächtnis wieder in Ordnung bringen muss. Und als wäre das noch nicht genug: sein Leben ist natürlich ständig in Gefahr, da er von der Polizei verfolgt, eines Verbrechens beschuldigt wird und sich im Zentrum einer großen Verschwörung befindet.

Die legendäre Hip-Hop Formation N.W.A ist ab 27. August im Film Straight Outta Compton zu bewundern.

Straight Outta Compton (Start: 27.8.)

Die legendäre Hip-Hop Formation N.W.A. (steht übrigens für Niggaz Wit Attitudes) wird nun auf der Leinwand verewigt und zeigt den Werdegang von Größen wie Ice Cube, Dr. Dre, Easy E und Co. als düsteres Musikerdrama im Stil von 8 Mile. Nicht nur, dass sich die Gruppe als Gegenbewegung zur damaligen Stimmung versteht, kann man in Straight Outta Compton auch sehen (und natürlich hören), wie zeitgemäß ihre Musik damals war und welch kulturellen Einfluss sie hatten. Fun Fact: Einige N.W.A.-Originalmitglieder sind in Nebenrollen zu sehen.

Das Märchen der Märchen kommt ab 28. August in die Kinos.

Das Märchen der Märchen (Start: 27.8./Deutschland, 28.8./Österreich)

Salma Hayek frisst rohes Fleisch, Hauptsache es ist blutig. John C. Reilly transportiert ein lebenswichtiges Organ lieber in einem Koffer, statt in seinem Körper. Merkwürdige Zeremonien und verschiedene Fabelwesen. Das Märchen der Märchen scheint, nicht nur, wie der Titel verspricht, tatsächlich allen Märchen ein Ende setzen zu wollen und dem ganzen Genre eine skurrile Krone aufzusetzen, sondern wirkt wie das wahnsinnige Kind von David Lynch, David Cronenberg und Alejandro Jodorowsky. Man kann wohl mit Fug und Recht behaupten: so etwas sieht man nicht alle Tage.

Hitman - Agent 47 kommt ab 28. August in die Kinos.

Hitman - Agent 47 (Start: 27.8./Deutschland und Schweiz, 28.8./Österreich)

Agent 47 ist eine im Genlabor gezüchtete Tötungsmaschine und als er unvermittelt in eine Verschwörung hinein gezogen wird, bleibt ihm nur eine Möglichkeit, wie er sich daraus befreien und sie aufdecken kann. Richtig, er tötet wohl alles und jeden. Hitman - Agent 47 ist zwar schon die zweite Verfilmung, tut aber geschickterweise so, als hätte es den vorigen Film nie gegeben, was vielleicht auch ganz gut so ist.

pressplay

Dieser Artikel ist in Kooperation mit pressplay entstanden. Weitere Storys zu Film, Musik und Games gibt es hier: www.press-play.at

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08 2015 Pressplay für The Red Bulletin

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