Mockingjay Part 2 - Jennifer Lawrence

Kino-Vorschau:
Das läuft im November

Text: Christoph Stachowetz/Marco Rauch
Bild: 20th Century Fox

Bond, Zombies und finale Hungerspiele. Das sind nur drei Highlights, die der November für Kino-Fans zu bieten hat.

James Bond bestreitet mit „Spectre“ sein nächstes, 24. Abenteuer und er wirkt dabei kein bisschen müde. Aber auch die älteren Herren in „Ewige Jugend“ beweisen den Film-Fans, dass sie es noch faustdick hinter den Ohren haben. Hart, aber auf sehr unterschiedliche Arten, geht es auch in der neuen Dokumentation „The Look of Silence“ sowie dem neuen Zombiegemetzel „Scouts vs. Zombies“ zu. Und natürlich, ganz wichtig: der finale Teil von „Die Tribute von Panem“. Nur gut, dass das kalte Wetter ohnehin kaum Alternativen zum Kinobesuch zulässt…

„The Look of Silence“ - ab 6. November im Kino.

© YouTube // Movieclips Film Festivals & Indie Films

The Look of Silence (Start: 6.11.)

In seiner ungewöhnlichen, preisgekrönten Dokumentation „The Act of Killing“ ließ Regisseur Joshua Oppenheimer die Verantwortlichen des vielerorts vergessenen bzw. verdrängten Massaker an vermeintlichen Kommunisten in Indonesien ihre Taten noch selbst nachspielen. Mit seinem Nachfolgewerk „The Look of Silence“ liefert der Filmemacher nun eine Art von Komplementärwerk: Im Zentrum stehen diesmal nicht die Täter, sondern die Opfer bzw. deren Angehörige. In ruhigen Aufnahmen verfolgt der Zuseher einen Optiker auf der Suche nach den Verantwortlichen für den Tod seines Bruders. Ein intensiver und eindrucksvoller Einblick in die Psyche von Täter und Opfer, wie man sie wohl noch nicht gesehen hat.

James Bond kehrt am 6. November in „Spectre“ in die Kinos zurück.

© YouTube // vipmagazin

Spectre (Start: 6.11.)

Bond is back - und sein Auftrag ist anspruchsvoller denn je. Gemeint ist damit natürlich nicht nur seine Mission, die gefährliche, sinistre und auch titelgebende Geheimorganisation rund um dessen Oberbösewicht Christoph Waltz zur Strecke zu bringen, sondern vor allem der Anschluss an den unglaublichen Erfolg des direkten Vorgängerfilms, „Skyfall“. Erste Anzeichen lassen Hoffnung aufkommen (der Film hat in Großbritannien schon den besten Kinostart aller Zeiten hingelegt) und auch abseits finanzieller Absicherung scheint „Spectre“ ein ziemliches Spektakel in Sachen Schauspielkunst, Effektfeuerwerk und Unterhaltung zu sein. Bei einem Budget von 300 Millionen US-Dollar darf man sich das aber eigentlich erwarten, oder?

„Lampedusa im Winter“ kommt am 6. November in die Kinos.

© YouTube // Filmladen Filmverleih

Lampedusa im Winter (Start: 6.11.)

20 Quadratkilometer, etwa 200 Kilometer von Sizilien entfernt und Schauplatz für dramatische Szenen seit Jahren: Die italienische Insel Lampedusa im Mittelmeer. Der Wiener Filmemacher Jakob Brossmann hat mit seiner Dokumentation „Lampedusa im Winter“ nun den Alltag der Einwohner auf dem kleinen Stückchen Erde beobachtet, das für viele Flüchtlinge die erste Anlaufstelle für eine hoffnungsvolle Zukunft darstellt. Unsentimental und gleichzeitig tief verstörend bietet Brossman einen tiefen Einblick auf eine Insel kurz vor dem Kollaps, die zwar ständig im Zentrum des öffentlichen Interesses zu stehen scheint, aber dennoch ignoriert wird.

„Steve Jobs“ gibt es ab 12. November in den Kinos zu sehen.

© YouTube // vipmagazin

Steve Jobs  (Start: 12.11.)

Kurz gesagt: Michael Fassbender kann alles. Dem Mann schaut man einfach gerne beim Schauspielen zu. Er ist einfach dermaßen talentiert, dass er sogar einen Film um einen Menschen, der zwei Stunden nur an seine Zimmerwand starrt, spannend spielen könnte. Ganz zu schweigen nun von dem aufregenden Leben eines Steve Jobs. Wenn dann auch noch ein Danny Boyle Regie führt, der, ehrlich gesagt, noch keinen wirklich schlechten Film gemacht hat, dann darf man sich getrost schon etwas im vorhinein auf „Steve Jobs“ freuen.

Ab 12. November läuft „Scouts vs. Zombies“ auf den Leinwänden.

© YouTube // vipmagazin

Scouts vs. Zombies (Start: 12.11.)

Bald hat schon so gut wie jeder seine ganz persönliche Schlacht gegen die Untoten ausgefochten und in jedem Genre fühlen sich die Zombies zu Hause. Diesmal dürfen amerikanische Pfadfinder ihr Glück gegen eine Horde wandelnder Toter versuchen, natürlich, ganz wie es sich dafür gehört, mit jeder Menge Blut, Splatter, Humor und nicht zuletzt nackter Haut - und nein, gemeint ist nicht die von den Pfadfindern. Abseits vom doch recht witzig wirkenden Film, darf man zudem gespannt sein, wofür die Zombies als nächstes herhalten müssen? Jane Austens „Stolz und Vorurteil“ ist ja auch bald dran, ein Zombie-Upgrade zu bekommen und was dann? Wie wäre es mit „Romeo und Julia und Zombies“ oder Hemingways verschwundenes Meisterwerk „Der alte Mann und die Zombies“?

 

Ab 13. November läuft „Irrational Man“ in den Kinos.

© YouTube // Warner Bros. DE 

Irrational Man (Start: 13.11.)

Ein neues Jahr, ein neuer Woody Allen: So viel Energie wie der bald 81-jährige Filmemacher muss man erst einmal haben, um konstant neue Werke zu drehen und zu veröffentlichen. Dass sich die Qualität der Filme zwar nicht immer auf dem gleichem Niveau befindet, erscheint bei diesem Output doch irgendwie logisch. Dennoch besitzt der vierfache Oscar-Preisträger immer noch ein Händchen für großartige Dialoge und herausragendes Casting, wie er nach dem gefeierten „Blue Jasmine“ nun mit seinem neuen Drama „Irrational Man“ zeigt. Darin darf Joaquin Phoenix einen vom Leben enttäuschten Philosophie-Professor mimen, dessen Lebenslust durch neue Bekanntschaften (u.a. Emma Stone) und abwegige Taten erneut angeheizt wird.

„Die Tribute von Panem: Mockingjay - Teil 2“ ist ab 19. November in den Kinos zu sehen.

© YouTube // KinoCheck 

Die Tribute von Panem: Mockingjay - Teil 2 (Start: 9.10.)

Endlich ist es so weit. Der endgültige, echte, wirklich letzte Teil der Panem-Reihe. In „Die Tribute von Panem: Mockingjay - Teil 2“ gibt es keine Ausflüchte mehr, keine Ausreden, hier steuert die Geschichte von Katniss Everdeen, Heldin der kleinen Leute, gefürchtete Gegnerin der herrschenden Klasse, ihrem unweigerlichen Finale entgegen. Katniss muss nun endlich ihre Soldaten einen und sie gemeinsam in den alles entscheidenden Kampf gegen Präsident Snow führen. Der Abschied der beliebten Filmreihe wird sicher schwer, vor allem für die Produzenten, wo kriegen sie jetzt nur wieder so eine zugkräftige Franchise her, aber natürlich auch für das Publikum, denn eines muss man der Panem-Reihe lassen: es ist eine gut erzählte und unterhaltsame Running-Man-Variante. 

„Bridge of Spies“ kommt am 27. November in die Kinos.

© YouTube // FoxKino 

Bridge of Spies - Der Unterhändler (Start: 27.11.)

Die Kombination Steven Spielberg und Tom Hanks hat bisher für einen großartigen Film („Der Soldat James Ryan“) und einen mittelprächtigen Film („The Terminal“) gesorgt. Alleine deshalb sollte man „Bridge of Spies“ skeptisch gegenüberstehen, kann die Geschichte, um einen amerikanischen Anwalt, der einen sowjetischen Spion verteidigt, damit die CIA wiederum einen amerikanischen Soldaten aus der Haft befreien kann, doch in beide Richtungen ausschlagen. Wenn aber Spielberg seine Sentimentalschraube zurückdreht und Hanks weiterhin in Hochform agiert, könnte der Film wirklich sehenswert sein.

„Ewige Jugend“ ist ab 27. November zu bewundern.

© YouTube // Wild Bunch Germany

Ewige Jugend (Start: 27.11.)

Ja, wer möchte sie nicht haben? Die ewige Jugend. Die einen treiben Sport, die anderen chirurgisches Schindluder mit ihren Gesichtern. Die Protagonisten in „Ewige Jugend“, die gehen auf Kur und sinnieren dort über ihre Vergangenheit nach und fragen sich, wieviel Zukunft sie wohl noch haben. Klingt irgendwie sehr schwer, aber Paolo Sorrentino hat schon mit „Cheyenne - This Must Be the Place“ (ein großartiges kleines Meisterwerk) und „The Great Beauty“ bewiesen, dass er durchaus in der Lage ist, anspruchsvolle Themen unterhaltsam zu erzählen. Und bitte, bei einer Besetzung mit solchen Schauspieltitanen wie Michael Caine, Harvey Keitel und Rachel Weisz, wer kann da widerstehen?

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Dieser Artikel ist in Kooperation mit pressplay entstanden. Weitere Storys zu Film, Musik und Games gibt es hier: www.pressplay.at

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