Kinostarts: Die besten Filme im Dezember

Kinostarts: Die besten Filme im Dezember

Text: Marco Rauch
Foto: Walt Disney

Diese Filme sollten alle Cineasten im Dezember auf ihrer Liste haben.

Man mag es kaum glauben, aber es gibt dieses Monat neben dem ersten Star Wars-Spinoff „Rogue One: A Star Wars Story“ dieses Monat auch tatsächlich noch andere Filme, die es mit diesem cineastischen Behemoth an der Kinokassa aufnehmen wollen. Die vielleicht größten Konkurrenten sind die Videospielverfilmung „Assassin’s Creed“ und der Animationsfilm „Sing“.

Darüber hinaus gibt es Neues von …

  • Brad Pitt
  • Jake Gyllenhaal
  • Tom Hanks
  • Marion Cotillard - gleich 3 (!) Mal
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Die 9 besten Filme des Monats

„Underworld: Blood Wars“ läuft ab 2. Dezember in den Kinos.

© YouTube // SonyPicturesGermany

Underworld: Blood Wars (Start: 2.12.)

Kate Beckinsale kann es offensichtlich nicht lassen, sich in hautenges Leder zu zwängen und gegen Untote aller Art zu kämpfen. In „Underworld: Blood Wars“, dem neuesten Teil der Reihe, wacht sie aus einem langen Koma auf und findet sich in einer zerstörten Welt wieder, in der Vampire, Werwölfe und Menschen bis zum letzten kämpfen - dem alles entscheidenden, endgültigen Kampf. Wenn wir aber eines wissen, dann, dass es nie zu Ende sein wird, solange der finanzielle Erfolg eine Fortsetzung rechtfertigt. Wer weiß, wie oft sich Beckinsale noch in ihr enges Outfit zwängt. Nicht, dass wir da was dagegen einzuwenden hätten …

Ab 2. Dezember ist „Sully“ im Kino zu sehen.

© YouTube // Warner Bros. DE

Sully (Start: 2.12.)

Nein, in „Sully“ geht es nicht um das Gspusi von Dr. Quinn, dieser leidenschaftlichen Ärztin, sondern es handelt sich um den neuen Film von Clint Eastwood mit Tom Hanks in der Hauptrolle. Zugegeben, der Titel ist unglücklich gewählt und absolut nichtssagend - wie so oft, wenn man den Namen eines Protagonisten als Filmtitel wählt (Aber Hanks scheint dafür eine Vorliebe zu haben: „Turner & Hooch“, „Forrest Gump“, „Larry Crowne“, „Captain Phillips“, …). Deshalb sollte man den Film über einen Flugzeugpiloten, der ein ganzes Passagierflugzeug vor dem Absturz und zahlreiche Menschen vor dem Tod bewahrt hat, aber nicht abschreiben. Im Gegenteil, mit dieser Paarung und der Tatsache, dass dem Film eine wahre Geschichte zu Grunde liegt, haben wir hier einen potenziellen Oscarkandidaten im Kino.

„Sing“ erobert am 8. Dezember die Kinosäle.

© YouTube // Universal Pictures Germany

Sing (Start: 8.12.)

Ein Koalabär, ein Chamäleon und ein Schaf sind im Theater … was eigentlich klingt wie der Beginn eines schmutzigen Witzes, ist in der neuen Animationskomödie Sing eine Tatsache und scheinbar auch absolute Normalität. Die Drei starten nämlich eine Talentshow und casten für ein neues Stück eine ganze Riege skurriler Figuren, die natürlich ebenfalls allesamt Tiere sind. Es schadet auch nicht, dass Garth Jennings die Co-Regie übernimmt, der schon mit „Son of Rambow“ bewiesen hat, dass er rührende und originell witzige Geschichten erzählen kann.

„Rogue One: A Star Wars Story“ kommt am 15. Dezember in die Kinos.

© YouTube // Star Wars Deutschland

Rogue One: A Star Wars Story (Start: 15.12.)

Kommen wir also zum sogenannten Elefanten im Raum. Dem Film, mit dem sich alle anderen in diesem Monat (und vielleicht auch den nächsten Monaten) an der Kinokassa anlegen müssen. Dem ersten Spin-Off aus der legendären Star Wars-Reihe. „Rogue One: A Star Wars Story“ spielt zeitlich zwischen den Episoden III und IV. Wer kurz überlegen muss: Episode III war dieser digitale George Lucas-Wahnsinn mit den Seifenopern-Dialogen und Episode IV war der Film, der diese kultische Verehrung der Weltraumsaga und solch legendäre Figuren wie Darth Vader und Han Solo begründet hat. Erzählt wird die Geschichte, wie die Rebellen die geheimen Pläne des ersten Todessterns gestohlen haben. Muss man bei diesem Film dem Publikum tatsächlich noch weiter den Mund wässrig machen? Es wird ihn ohnehin so gut wie jeder schauen gehen.

„Allied - Vertraute Fremde“ ist ab 22. Dezember zu sehen.

© YouTube // ParamountPicturesGER

Allied - Vertraute Fremde (Start: 22.12.)

Also wenn das kein triftiger Grund zur Scheidung ist, was dann? Brad Pitt findet heraus bzw. hegt zumindest den dringenden Verdacht, dass seine Frau (nicht gespielt von Angelina Jolie, sondern von Marion Cotillard) eine Doppelagentin ist und mit den Nazis zusammenarbeitet. Wie er das herausfindet? Wer weiß, vielleicht ist Pitt auch ein Agent. Könnte doch glatt das Prequel „Mr. & Mrs. Smith gegen Hitler“ sein. Trotzdem muss man sich keine großen Sorgen wegen dieser kleinen Vertrauenskrise zwischen Pitt und Cotillard machen, ihr Regisseur (und Eheberater) Robert Zemeckis versteht sich darauf, eine Geschichte spannend und mitreißend zu gestalten.

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„Nocturnal Animals“ läuft am 22. Dezember in den Kinos an.

© YouTube // Universal Pictures Germany

Nocturnal Animals (Start: 22.12.)

Tom Fords Regiedebüt „A Single Man“ kann man wohl als beeindruckend bezeichnen. Mit „Nocturnal Animals“, basierend auf dem Roman „Tony & Susan“ von Austin Wright, holt er jetzt den immer grandioseren Jake Gyllenhaal, die stets sehenswerte Amy Adams und den dauernd spannenden Michael Shannon vor die Kamera und erzählt einen düsteren, existenzialistischen Thriller. Falls Tom Ford hier nicht so stilsicher ist, wie in seinem Debüt, so bleibt doch zumindest die hohe Wahrscheinlichkeit, dass der Film alleine wegen der Schauspieler sehenswert ist.

Ab 23. Dezember ist „Angriff der Lederhosenzombies“ zu sehen.

© YouTube // Filmladen Filmverleih

Angriff der Lederhosenzombies (Start: 23.12.)

Wenn der Film hält, was der Titel verspricht und Lederhosenzombies (alleine die Idee, Zombies in Lederhosen zu stecken, verdient ja schon Lob) tatsächlich zum alpinen Angriff auf Snowboarder und Ski-Fahrer übergehen, dann haben wir es hier hoffentlich mit einer herzhaft trashigen, österreichischen Splatterkomödie zu tun. Solange es genug Kunstblut regnet, abgetrennte Gliedmaßen und herausgerissene Organe über die Leinwand fliegen und vorallem unzählige Lederhosenzombies an dem Gemetzel teilnehmen, kann aber eigentlich auch nicht viel schief gehen. Und falls es eine Fortsetzung geben sollte, wie wäre es mit „Die Nacht der Trachtenkleidervampire“?

Auf „Assassin’s Creed“ musst du noch bis 27. Dezember warten.

© YouTube // FoxKino

Assassin’s Creed (Start: 27.12.)

Die meisten Videospielverfilmungen scheitern ja leider. Meist gelingt es den Filmen nicht, das interaktive Vergnügen eines Games in eine auf der Leinwand spannend erzählte Geschichte zu verwandeln. Ob „Assassin’s Creed“ da eine Ausnahme sein wird, bleibt mal abzuwarten. Fest steht jedoch, dass mit Michael Fassbender und Marion Cotillard zwei hochkarätige Schauspiel-Kaliber gewonnen werden konnten, die bei einem schlechten Drehbuch wohl kaum zugesagt hätten. Von daher darf man auf jeden Fall gespannt darauf sein, wie Fassbender in die Haut seines vor 500 Jahren verstorbenen Vorfahren schlüpft und zur Zeit der spanischen Inquisition die Kampfkunst der Assassinen erlernt, um es in der Gegenwart mit mächtigen Feinden aufzunehmen. Und übrigens, Regisseur Justin Kurzel hat schon Erfahrung darin, aus Fassbender und Cotillard schauspielerische Hochleistungen zutage zu fördern - man denke nur an seine Adaption von „Macbeth“.

Für „Einfach das Ende der Welt“ musst du dich noch bis 30. Dezember gedulden.

© YouTube // Filmladen Filmverleih

Einfach das Ende der Welt (Start: 30.12.)

Xavier Dolan gilt als eine der interessantesten, spannendsten und talentiertesten Stimmen einer jungen Filmemachergeneration, die gelernt hat, in Personalunion alles an einem Film selbst zu machen. Als Schauspieler hält er sich mittlerweile zurück und besetzt dafür seine Filme mit einer Mischung aus jungen Talenten und bekannten Größen - wie in dem Fall zum Beispiel Nathalie Baye, Vincent Cassel und Marion Cotillard (ja, die Frau ist dieses Monat fleißig) -, bleibt aber weiterhin als Drehbuchautor, Regisseur, Produzent und Cutter tätig. In „Einfach das Ende der Welt“ geht es um einen jungen Autor, der, todkrank, sich mit seiner Familie versöhnen will. Nur die Mutter macht es ihm recht schwer.

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12 2016 Pressplay für The Red Bulletin

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