Lemmy Kilmister: Seine besten Sprüche

Lemmys beste Sprüche

Bild: Steve Granitz/WireImage

Lemmy Kilmister. Frontmann von Motörhead. Rockstar über vier Jahrzehnte lang. Lebemann und … Philosoph. Die markigsten Aussagen des Briten zusammengefasst.

Über vier Jahrzehnte lang war Lemmy Kilmister ein fixer Teil der Musikwelt. Er war einer der letzten Rock-Rebellen. Mit seiner Band Motörhead füllte er Stadien und verkaufte Millionen Alben. Kurz zusammengfasst: Lemmy hat viel erlebt. Zeit also, ein bisschen der Lebensweisheit des gebürtigen Briten aufzusaugen. Wir haben einige seiner besten Sprüche für euch zusammengefasst. Also lernt etwas vom Philosophen mit der „Scheiß drauf“-Mentalität!

LEMMY KILMISTER über…

… seine Jugend

„Meine früheste Erinnerung ist, dass ich geschrien habe – warum und wieso, weiß ich nicht mehr so genau. Wahrscheinlich ein Tobsuchtsanfall. Oder ich habe schon geprobt. Ein Spätzünder war ich noch nie.“

„Der Physiklehrer verprügelte uns später sogar mit dem Bein eines Hockers. Das Bein habe ich jedoch nie zu spüren bekommen, denn in Physik war ich gut. Das heißt, bis ich die Schule in gegenseitigem Einvernehmen verließ.“

„Den Job in der Reitschule nahm ich an, weil ich Pferde mochte. Das tue ich noch immer, denn Pferde machen Frauen scharf.“

„Mit fünfzehn konnte ich dann ,Rock around the clock‘ spielen, was ich auf einer Klassenfahrt nach Paris an einem Abend stundenlang zum Besten gab. Obwohl ich mir kurz zuvor mit einem Klappmesser beinahe meinen Zeigefinger abgeschnitten hatte. Doch die Mädchen fanden es cool, als das Blut über meine Gitarre strömte.“

„Mein Stiefvater besorgte mir dort einen Job in einer Fabrik. Einer Waschmaschinenfabrik! Meine Aufgabe bestand darin, vier Messingmuttern auf ein Ding zu schrauben. (…) Diese Art von Arbeit macht doch jeden halbwegs intelligenten Menschen total wahnsinnig. (…) Ich hatte aber andere Pläne mit meinem Leben. Also ließ ich meine Haare wachsen, bis die Fabrik mich feuerte.“

 

LEMMYS BANDS

  • Sam Gopal (1968 – 1969)
  • Hawkwind (1972 – 1975)
  • Motörhead (1975 – 2015)
  • The Head Cat (2000 – 2015)

… das Rockerleben

„Bei Tageslicht betrachtet ist es einer der ältesten Traditionen: der Zirkus, die Soldaten, die Piraten, die Rockbands auf Tour – die Mädchen finden sie immer.“

„Die Mädchen zogen uns runter und rissen uns die Kleider vom Leibe – wie bei der Beatle-Mania. Klingt nach einer Menge Spaß, oder? Dann überlegen Sie mal kurz, ob Ihnen schon jemals ein Paar Jeans vom Körper gerissen wurde. Die Nähte reißen an der Innenseite der Beine. Das schmerzt höllisch, kann ich Ihnen verraten. Und dann die Scheren. Damals war es in, Haarlocken von seiner Lieblingscombo zu bekommen! Wenn man noch nie vierzig ernste, grimmige Mädchen gesehen hat, die alle Scheren in den Händen halten und sich auf einen stürzen … “

„Unsere gesamte Crew war auf Acid während der ganzen Tour (…) Acid war damals legal. (…) Wenn wir high waren, gingen wir immer in den Park und redeten mit den Bäumen – und manchmal gewannen die Bäume die Diskussion.“

„Es war eine tolle Zeit, der Sommer 1971 – auch wenn ich mich nicht mehr an ihn erinnern kann – ich werde ihn nie vergessen!“

„Meine in psychedelischen Farben angemalten Verstärker strich ich mattschwarz und los ging es mit Motörhead. Mein Rausschmiss bei Hawkwind hatte in den britischen Musikgazetten für einigen Wirbel gesorgt. Alle wollten wissen, was ich denn nun vorhätte. Dem Sounds erklärte ich: ,Es wird die dreckigste Rock-’n’-Roll-Band der Welt sein. Wenn wir nebenan einziehen würden, würde dein Rasen eingehen.‘“

„Man muss im Leben lachen. Lachen trainiert alle Gesichtsmuskeln und hält dich jung. Ernst zu schauen verursacht schreckliche Falten. Ich rate auch zu starkem Trinken – das hilft dem Sinn für Humor auf die Sprünge.“
Lemmys Tipp

„Bad Magic“, das 23. Studioalbum von Motörhead, ist am 28. August erschienen.

© YouTube // Motörhead Official 

Lemmy Kilmister - "White Line Fever"
Lemmy Kilmister - "White Line Fever"

Alle Zitate entstammen der Autobiografie aus dem Heyne Verlag. Das Leben des Rock-Titanen erzählt auf 300 Seiten. Pflichtlektüre!

… die Jahrzehnte auf Tour

„Von Beginn an zog es die unterschiedlichsten Leute auf unsere Konzerte: Punks, alte Hawkwind-Fans und natürlich jede Menge üble Gestalten. (…) Motörhead scheint einen Virus in sich zu tragen, von dem alle, die mit uns zu tun haben, irgendwann befallen werden. Eine Art Underdog-Virus.“

„Wir packten den Wohnwagen, schoben ihn zum See und zündeten ihn an. Eine richtige Wikingerbestattung. Er brannte lichterloh und versank schließlich auf dem Grund.“

„Mit uns konnten die Amerikaner nicht so richtig was anfangen. (…) Ich glaube, ein großer Teil des Mittelwestens hatte ziemliche Angst vor uns.“

„Wir mussten so laut spielen, weil wir vor lauter Taubheit sonst nichts gehört hätten. (…) Beim Soundcheck rief ein Typ aus vier Meilen Entfernung an, um sich zu beschweren, dass er seinen Fernseher nicht mehr hören konnte.“

„Überall gab es Kerle, die Lemmy genannt wurden, und haufenweise Kinder, die auch Lemmy hießen, die armen kleinen Scheißer – eins davon ist ein Mädchen! Ein anderer Typ gab seinem Sohn den Vornamen Kilmister.“

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07 2015 The Red Bulletin

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