Tom Cruise in Mission: Impossible 5

Der Hunt-Stunt

Foto oben: Paramount Pictures

„Mission: Impossible“ hält Tom Cruise jung. Und umgekehrt.

Für „Mission: Impossible – Rogue ­Nation“ schlüpft Tom Cruise zum fünften Mal in die Rolle des IMF-(Impossible Mission Force-)Agenten Ethan Hunt, diesmal führt er sein Spionage-Team (Jeremy Renner, Simon Pegg und erstmals Rebecca Ferguson) in den Kampf gegen die Terrororganisation „Das Syndikat“. Der aktuelle Auftritt verschafft Cruise Mitgliedschaft im exklusiven Club jener Filmschauspieler, die ein- und dieselbe Hauptrolle fünfmal oder öfter spielten. Das haben neben Hugh Jackman, der Wolverines Klauen siebenmal wetzte, nur Sean Connery und Roger Moore geschafft, die James Bond in je sieben Kinoabenteuern verkörperten.

Cruise’ Jagd hat ja viel mit 007 ge­mein, etwa den Hang zu Gadgets oder Weltreisen oder das erstaunliche Talent, sich und den Rest der Welt im allerletzten denkmöglichen Moment vor dem Untergang zu bewahren. Im Box-Office-Vergleich mit dem britischen Superspion behauptet sich Hunt übrigens prächtig (wenn man den Milliarden-Dollar-Glücksfall „Skyfall“ beiseitelässt).

Der Trailer vom neuen Film „Mission: Impossible – Rogue ­Nation“

© KinoCheck // YouTube

Was ist das Erfolgsgeheimnis der unlösbaren Aufgaben? Koproduzent Cruise hält an einer bewährten Formel fest: Er wählt für jeden Film einen neuen Regisseur (für „Rogue Nation“ ist es Christopher McQuarrie, der schon bei „Jack Reacher“ mit Cruise arbeitete). Und er fährt bei Stunts und Szenen noch größere Geschütze auf als die Konkurrenz: Diesmal klebt Cruise an der Außenwand eines Frachtfliegers – ein Stunt, den sich der mittlerweile doch schon Dreiundfünfzigjährige vergangenes Jahr nicht nehmen ließ. Außerdem beweist er seine Action-Fähigkeiten bei der Fahrt im neuen BMW M3 durch Casablanca und beim Abseilen von der Wiener Staatsoper.

Dank Guy Ritchies Verfilmung der 60er-TV-Serie „The Man from U.N.C.L.E.“ und „Spectre“, dem bereits 24. Bond-Abenteuer, herrscht aktuell starke Action-Konkurrenz an den Kinokassen. Aber Cruise wird sich auch in dieser Mission behaupten.

mission­impossible.com

Was man außerdem nicht verpassen sollte:

Kampf der Titanen
Iron Man gegen Captain America

Clash of the titans

Nächsten Mai kommt mit „Captain America: Civil War“ die dritte Welle der Marvel-Verfilmungen in die Kinos. Wie der Titel andeutet, geht es zwischen Chris Evans’ Supersoldaten und seinem gepanzerten Avenger-Kollegen Iron Man (Robert Downey, Jr.) im Kampf um Sanktionen gegen Superhelden zur Sache. (Iron Man ist dafür; der Captain sagt: no way.) 

Interne Meinungsverschiedenheiten gibt es auf der Kinoleinwand seit „Avenger: Age of Ultron“, in den Comics zanken sich die zwei Helden ja schon seit der ersten „Civil War“-Ausgabe 2006. Seitdem hat Marvel eine Comic-Neuauflage der „Civil War“-Geschichte angekündigt, in der das Duo erneut das Marvel-Universums spaltet. Welche Seite wohl gewinnt?

marvel.com

Zurück auf der Bühne
Denis Leary und sein Rock-Comeback

Der Trailer zur neuen Comedy-Serie Sex&Drugs&Rock&Roll!

© TVShows Lovers // YouTube

„Sex&Drugs&Rock&Roll“ ist Titel und Programm jener zehnteiligen Comedy-Serie, die eben in den USA angelaufen ist. Denis Leary („Rescue Me“, „The Amazing Spider-Man“) spielt einen 50-jährigen Frontmann, dessen Band sich vor 25 Jahren aufgelöst hat, kurz vor Erreichen ewigen Starruhms. Sein Drogenkonsum und sein Hang, mit den Freundinnen der Bandmitglieder zu schlafen, waren daran nicht unbeteiligt. Jetzt bringt er die Band wieder zusammen, um an glorreiche Zeiten anzuschließen. 

Nach der erfolgreichen Pilotfolge, die Leary selbst schrieb, bestellte FX eine komplette Staffel, und obwohl die Geschichte des Rock-Comebacks ausgelutscht ist, scheint Leary ganz talentiert im Füllen von neuem Wein in alte Schläuche zu sein.

denisleary.com

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08 2015 The Red Bulletin

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