Oscar-Dankesreden: Die besten Momente

Oscar-Rede: Unvergessliche Momente

Foto (oben): Getty Images

Komm zum Punkt! Talent auf der Leinwand bedeutet nicht, dass man auch Talent für die Oscar-Rede hat. Hier sind einige legendäre Beispiele.

Kriegst du einen Oscar, verzichte bei deiner Dankesrede auf drei Dinge: Witz, Sponta­ne­ität und zu viel echte Emotion. Gwyneth Paltrow wurde nach ihrer tränenreichen Rede von 1999 (bedankte sich bei 24 Menschen) nie mehr nominiert. Auch Adrien Brody, der 2003 auf der Bühne Halle Berry einen wilden Zungenkuss aufgedrückt hatte, stand danach nicht mehr auf der Liste. Die längste Dankesrede lieferte übrigens Greer Garson 1943 ab. Sieben Minuten plauderte sie vor sich hin. Es blieb ihr einziger Oscar.

Zu kurz

Alfred Hitchcock, 1968: Als Regisseur eine Legende, als Oscar-Gewinner ebenso. Seine Rede geht als die kürzeste der Geschichte ein. „Danke. Vielmals.“

 

Zu viel

Gwyneth Paltrow, 1999: “Ich möchte mich bei der Academy von ganzem Herzen bedanken“ [setzt die Rede unter Tränen für weitere 2 Minuten und 33 Sekunden fort, bedankt sich bei 23 Freunden, einzelnen Familienmitgliedern und Kollegen, einer Film-Firma und nochmal beim Rest ihrer Familie].” Paltrow wurde übrigens danach nie wieder für einen Oscar nominiert. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt …

Zu wild

Cuba Gooding Jr’s Dankesrede für den Oscar als Bester Nebendarsteller in „Jerry Maguire“ verstößt so ziemlich gegen jedes Protokoll. Wir finden sie dennoch herrlich. Oder gerade deswegen.

Zu gut

Matthew McConaughey, 2014: Keine Fehler, lustige Anekdoten und Geschichten, smartes Auftreten - eigentlich fast schon zu gut, um wahr zu sein. Ist aber tatsächlich so passiert. 

Genau richtig?

Natalie Portman, 2011: Die Black Swan-Darstellerin hat eine perfekte Mischung bei ihrer Rede gefunden: Ein paar Danksagungen (aber nicht zu viele), dazu eine sehr authentische und sympathische Freude. Diese Rede schaut man sich gerne an. Oder was meint ihr?

Bonus: Der Sturz!

Jennifer Lawrence, 2013: Es ist nie eine schlechte Idee, genau aufzupassen, wohin man tritt. Vor allem, wenn die Crème de la Crème von Hollywood vor einem sitzt. Geschadet hat der Sturz J.Law aber keineswegs. Das Ausnahmetalent wurde bereits ein Jahr später wieder nominiert und gilt stets als heiße Kandidatin für weitere Oscars.

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02 2015 The Red Bulletin

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