Foals

The Playlist: Foals

Foto (Oben): Nabil Elderkin

Die britische Band Foals hat vor kurzem ihr neues Album What Went Down herausgebracht. Frontmann Yannis Philippakis beschreibt fünf Songs, die sein Songwriting beeinflusst haben.

Wenn es eine junge Band gibt, die den Vergleich mit den Talking Heads verdient, dann sind es die Foals. So wie David Byrnes legendäre Kombo verbinden auch die fünf Briten gekonnt Grooves à la Leftfield mit Post-Punk, Disco-Funk, Math-Rock und erhebenden Pop-Melodien.

Nach dem Erfolg des 2013er-Albums „Holy Fire“ (Platz zwei in Großbritannien, Platz eins in Australien) hat die Band den NachfolgerWhat Went Down vorgestellt, der Sound wurde etwas härter und gitarrenlastiger. Der 29-jährige Frontmann Yannis Philippakis beschreibt fünf Songs, die sein Songwriting beeinflusst haben.

Majical Cloudz: „Bugs Don’t Buzz“

„Das erste Mal hörte ich den Song am Neujahrstag 2014. Es war, als hätte ich einen engen Freund in meinem Kopf, der mir über den Kater hilft. Das Lied ist karg, es dreht sich alles um den Gesang. Er gibt einem das Gefühl, bei einem rührenden Treffen der Anonymen Alkoholiker zu sein, bei dem jemand über seine innersten Ängste spricht. Ich werde dieses dunkle, tiefgründige Album immer lieben.“

© Majical Cloudz // YouTube

Iggy Pop: „The Passenger“

„Ich hab den Song mit fünfzehn entdeckt. Ein Mädchen, auf das ich stand, machte mir ein Mix­tape mit diesem Song. Meine Eltern haben nie Rock gehört, also merkte ich zum ersten Mal, dass Rockklassiker aus gutem Grund Klassiker sind. ‚The Passenger‘ ist so gut und zeitlos, weil es so ein einfacher Song ist – es gibt keine Tricks. Das ist genau das, wonach ich suche, wenn ich Musik schreibe.“

© yurksemesh // YouTube

Darkside: „Golden Arrow“

„Ich liebe dieses elektronische Duo. Sie treffen jede musikalische Entscheidung genau so, wie ich sie nie treffen würde. Nimm nur diesen Track: Es gibt so viele Momente, an denen ich erwarte, dass etwas abgeht, aber dann drehen sie es um und packen noch mehr in den Hintergrund. Überhaupt gibt es viel Raum in Darksides psychedelischem Kosmos. Es fühlt sich alles natürlich an, das gefällt mir.“

© Tune Safari // YouTube

B. B. & Group: „Old Alabama“

„Der Song ist vom Album ‚Prison Songs Volume One: Murderous Home‘, einer Kompilation von US-Aufnahmen aus den späten vierziger Jahren. Wie diese eingekerkerten Männer singen, ist berührend. Als ob ihre Seelen im Rhythmus der Spitzhacken durch den Song sprechen. Das ist eindringlich und erinnert daran, dass die kraftvollste Musik der Welt nur Beat und Stimme ist. Mehr braucht es nicht.“

© monQsurlaKomod // YouTube

Dean Blunt: „War Report“

„Dieser unglaubliche Produzent verkörpert das moderne London wie niemand sonst, mit Stimme und Texten trifft er eine gebrochene Britishness. ‚War Report‘ von der kürzlich erschienenen EP ‚Babyfather“ ist ein sonderbar anziehender Song, der sich ­anfühlt, als hätte er ihn in einer halben Stunde im Hotelzimmer geschrieben, dünn, schlicht, menschlich. Gefällt nicht jedem, aber ich steh voll drauf.“

© Selectop! // YouTube

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10 2015 The Red Bulletin

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