Rebecca Ferguson

M:I5-Star Rebecca Ferguson:
„Vergiss die Komfortzone“

Text: Rüdiger Sturm
Foto oben: PARAMOUNT PICTURES/CHARLIE GRAY

„Mission: Impossible 5“-Heldin Rebecca Ferguson stellt sich ihren Ängsten – mit Tom Cruise und anderen Raubfischen.

THE RED BULLETIN: Haben Sie je eine unmögliche Mission erlebt? 

REBECCA FURGISON: Ja – von einem Gebäude vierzig Meter in die Tiefe zu springen. Welcher Mensch bei klarem Verstand würde das tun? Zum Beispiel die Besetzungsmitglieder von „Mission: Impossible 5“. In einer Szene mussten Tom Cruise und ich von der Staatsoper in Wien springen. Wir trugen zwar Schutzgurte, dennoch war das für mich zunächst unvorstellbar, denn ich leide massiv an Höhenangst.

Wie haben Sie das gelöst?

Ich trainierte so lange, bis ich meine Probleme überwunden hatte. An diese spezielle Szene tasteten wir uns Schritt für Schritt heran. Du fängst mit zwei, drei Meter Höhe an, dann gehst du auf fünf bis sechs Meter. Dabei lässt du dich zunächst nur sehr langsam hinunter. Schließlich springst du – und das über die volle Distanz. 

Der Trailer vom neuen „Mission: Impossible“-Film - inklusive kurzem Ausschnitt vom Sprung von der Wiener Staatsoper.

© KinoCheck // Youtube

Und Tom Cruise?

Tom half mir sehr. Er hatte solche Aktionen schon viele Male gedreht und blieb ganz ruhig. Ich legte meine Beine um ihn, und er sprang los. 

Häusersprung ist jetzt also Ihre neue liebste Freizeitbeschäftigung.

Nicht unbedingt. Aber mit Höhen komme ich jetzt viel besser zurecht. Das Ganze so oft zu wiederholen war die reinste Therapie.

Rebecca Ferguson, 31, umklammert Tom Cruise mit den Beinen und springt vom Dach der Wiener Staatsoper.

Was machen Sie jetzt, da die Hochadrenalinzeit von „Mission: Impossible 5“ vorbei ist?

Ich muss zugeben, ich vermisse die Trainingsroutine. Das waren sechs Stunden pro Tag, sechs Tage die Woche – eine Kombination aus Stunts, Yoga und Pilates. Mein Körper mochte das sehr. Na ja, zumindest geh ich nach wie vor in Pilates.

Rebecca Ferguson

© Paramount/Charlie Gray


Sie liegen also nicht im Bett und blasen Trübsal?

Ob du im Bett liegen bleibst oder aufstehst, ist allein deine Entscheidung. Ich entscheide mich jedenfalls fürs Aufstehen, mich zu bewegen und gute Menschen um mich zu haben – und für gutes Essen. 

Gibt es Herausforderungen, vor denen Sie zurückscheuen? Haitauchen zum Beispiel?

Hm, wenn ich Ihnen jetzt von meinen Ängsten erzähle und Sie darüber schreiben, könnte es passieren, dass jemand genau so eine Rolle mit mir besetzen wollte…

Ja, und? Hätten Sie was dagegen?

Gar nicht. Ich liebe Herausforderungen. Deshalb bin ich ja Schauspielerin. 

Inwiefern?

In diesem Job dreht sich alles darum, dass du deine Komfortzone verlässt und immer wieder etwas Neues ausprobierst.

Und was ist jetzt mit dem Haitauchen?

Das habe ich schon gemacht. War ein Spaß.

Spaß?

Okay, ich habe außerordentlichen Respekt vor diesen Fischen!

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08 2015 The Red Bulletin

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