Santigold

Santigold: fünf Songs die ihr neuestes Album inspiriert haben

Foto: Christelle de Castro

In ihrem neuesten Album „99¢“ fügt Santigold ihrem Stilmix afrikanische Elemente hinzu. Hier nennt sie fünf Songs, die sie dabei beeinflusst haben.

Die Vielfalt ihrer Talente macht Santigold zur begehrten Partnerin: Die Red Hot Chili Peppers nahmen die Amerikanerin mit auf Tour, Mark Ronson holte sie sich als Gastsängerin, Christina Aguilera bat die 39-Jährige, gemeinsam mit ihr Songs zu schreiben.

Santigolds erste Soloalben – „Santogold“ (2008) und „Master of My Make-Believe“ (2012) – brachten ihr den Ruf einer ebenso innovativen wie vielseitigen Musikerin zwischen New Wave, Reggae und Indie-Pop. Auf ihrem neuesten Album „99¢“ fügt Santigold ihrem Stilmix afrikanische Elemente hinzu, hier nennt sie fünf Songs, die sie dabei beeinflusst haben.

Fela Kuti and Afrika 70 - „Zombie“

„Ich habe Fela Kuti von klein auf gehört – mein Dad war ein Riesenfan. Er nahm mich mit zu einem Konzert, da war ich gerade sieben. Kuti hatte seine zwölf Ehefrauen (Höchststand waren 27; Anm.) auf der Bühne, alle oben ohne – irre! ‚Zombie‘ ist ein politischer Song über hirntote Leute, die tun, was man ihnen sagt – also fühlt er sich sehr aktuell an. Er hatte großen Einfluss auf meinen neuen Song ‚Walking in a Circle‘.“

© Fela Kuti // YouTube

Amadou & Mariam - „Dougou Badia“

„Das malische Duo ist ein Ehepaar, beide blind und, vor allem: unfassbar talentiert. Ich mag Sänger, die dieses ganz besondere Gespür für Melodien haben, und Mariam ist die Königin des Schönen, Überraschenden, Ungewöhnlichen. Ich nahm mit den beiden ‚Dougo Badia‘ in einem New Yorker Hotelzimmer auf – eine fantastische Erfahrung. Mariam brachte mir sogar bei, in ihrer Muttersprache Bambara zu singen.“

© Amadou & Mariam // YouTube

William Onyeabor - „Atomic Bomb“

„Mein Freund und Produzent John Hill machte mich auf diesen nigerianischen Musiker aufmerksam. Er hatte Ende der 1970er, Anfang der 80er einen Haufen zu Unrecht unbeachteter Alben rausgebracht. Ich liebe, wie Onyeabor westafrikanische Elemente mit Genres wie Funk mischte. Genau das habe ich bei meinem neuen Album versucht: Dinge aus ihrem üblichen Kontext zu nehmen, damit etwas ganz Unerwartetes entsteht.“

© Noisey // YouTube

Alpha Blondy - „Sebe Allah Y’e“ (vom Album „Apartheid Is Nazism“)

„Meine ältere Schwester spielte mir die Nummer vor, als ich zwölf war – seither lässt sie mich nicht mehr los. Im Kern ist sie Reggae, aber doch anders (teils in der westafrikanischen Sprache Dioula gesungen; Anm.) – das macht ihren Reiz aus. An dem ivorischen Künstler beeindruckt mich so sehr, dass er sich von Reggae und jamaikanischer Rastafari-Kultur inspirieren ließ, aber seine eigenen politischen Themen einbaute.“

© blondycat72 // YouTube

Brenda Fassie - „Vuli Ndlela“ (vom Album „Memeza“)

„Diese südafrikanische Sängerin hatte großen Einfluss auf mein neues Album. Fassie war in den 1990ern ein Afropop-Star, Nelson Mandela ihr Fan. Der Song enthält Elemente westlicher Dance-Rhythmen, was ihn aber so herausragend macht, ist Brendas einzigartige Stimme: Sie singt, traditionell südafrikanisch, sehr tonal und scharf – das hat mich in meinem Gesang nachhaltig beeinflusst.“

© SPHERNO // YouTube

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05 2016 The Red Bulletin

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