Playlist Deftones

The Playlist: Deftones

Foto: 13th witness

Kurz vor der Veröffentlichung ihres achten Albums „Gore“ verrät Deftones-Bassist Sergio Vega fünf Tracks, die ihn inspirieren.

Mit ihrem Debüt „Adrenaline“ legten die Kali­fornier 1995 den Grundstein für das Nu-Metal-Genre – und Bands wie Linkin Park. Statt sich auf den Lorbeeren auszuruhen, experimentierte das Quintett mit New Wave, Dream Pop und Shoe­gaze, fünf Jahre später gab’s Platin für das Meisterwerk „White Pony“.

Prägend blieb aber die Lust der Band, musikalisches Neuland zu erkunden. Kurz vor der Veröffentlichung ihres achten Albums „Gore“ verrät Bassist Sergio Vega (Bild oben ganz li.) fünf Tracks, die ihn inspirieren. Wenig überraschend wählte er statt Rockklassikern Songs, die er in seinen DJ-Sets spielt.

deftones.com

Panda Bear: „Crosswords“

„Am frühen Abend spiele ich gern Songs, die ein wenig fahrig wirken, aber die Leute dennoch zum Nicken bringen. ‚Crosswords‘ ist so ein Track. Panda Bears Songs sind mit ihren elektronischen Rhythmen und schrägen Delay-Effekten eine moderne Version psychedelischer Musik. Spielst du Songs wie ‚Crosswords‘, gibt es Coolness-Punkte von den Nerds, und die anderen fragen nach, was du da spielst.“

© Animal Collective // YouTube

The Juan MacLean: „Running Back to You“

„Ich liebe es, diesen Track in meinen Sets zu spielen. Dank Nancy Whangs cooler Vocals macht es bei jedem am Dance­floor sofort klick!, wirklich jedem. Das hier ist kein Club-Banger, es ist ein Downbeat-Track, ein Electro-Popsong mit Disco- und Funkelementen; perfekt, um ­zwischen Genres zu wechseln, etwa von schrägeren Sachen zu Hip-Hop. Er hält meine DJ-Sets zusammen.“

© DFA Records // YouTube

Migos: „Look at My Dab“

„Mit diesem Supertrack bringt man die Leute auf Touren. Migos sind die Könige des aktuell im Hip-Hop extrem populären ­‚Triolen-Flows‘. In diesem Song rappen sie von ,dab‘, quasi ein Syn­onym für ,swag‘. Weil das ­Video viral kursierte, wurde ‚Look at My Dab‘ zu einer Bewegung ­inklusive Tanz. Das ist großartig für DJs, denn wenn man es spielt, bringt der komplette Dancefloor diese Moves.“

© WORLDSTARHIPHOP // YouTube

Ty Dolla $ign: „Blasé“

„Hip-Hop ist wichtig in meinen Sets, ich liebe es, in welche Richtung sich das Genre entwickelt. Manche beschweren sich über den Mangel an lyrischer Qualität, aber für mich geht es um die experimentellen Sounds vieler neuer Hip-Hop-Tracks. Nimm ‚Blasé‘: kommt die meiste Zeit ohne Bass aus, großartig! Das zeigt, dass man nicht immer voll aufdrehen muss und Musik dabei sogar Effekt gewinnt.“

© Ty Dolla $ign // YouTube

Yo Gotti: „Down in the DM“

„Diesen Rap-Song wünschen sich nur Frauen – aber das dafür ziemlich oft. Im Text ruft Gotti Mädchen dazu auf, ihm delikate Aufnahmen von sich via Snapchat zu schicken. Es ist ziemlich an der Grenze, und seine Ausdrucksweise ist nicht gerade harmlos, aber ich glaube, genau darum funktioniert es. Wer also die Ladys im Club auf ­seiner Seite haben will, packt den Track auf die Playlist.“

© yogottiVEVO // YouTube

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04 2016 The Red Bulletin

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