Neil Krug

The Playlist: Hurts

Foto (oben): Neil Krug

Hurts bringen ihr drittes Album heraus - wir finden heraus, welche Songs sie bei der Arbeit an „Surrender“ beeinflusst haben

Als ihre Freunde 2005 vor einem Club in Manchester in eine Schlägerei gerieten, hielten sich Theo Hutchcraft und Adam ­Anderson raus. Und plauderten stattdessen über Musik.

Vier Jahre später bekamen sie als Synth-Pop-Duo Hurts über 21 Millionen YouTube-Klicks mit ihrem selbstproduzierten Video zum Song „Wonderful Life“. Ihr Debütalbum „Happiness“ verkaufte sich zwei Millionen Mal. Jetzt kommt ihr drittes Album. Wir wollten wissen, welche Songs sie bei der Arbeit an „Surrender“ beeinflusst haben.

Pharrell Featuring Jay-Z: „Frontin’“

THEO: „Pharrell verbindet Schlichtheit in seinen Texten mit einem komplexen Zugang zur Produktion. Das zeichnet ihn aus. Wir haben oft versucht, das zu kopieren, aber es ist unmöglich. ‚Frontin’‘ ist ein großartiges frühes Beispiel für diesen Sound: eingängig, funky, gleichzeitig ­unverwechselbar Pharrell. Er hat den aktuellen Hip Hop ­geprägt wie kein anderer Künstler.“

Chris Isaak: „Wicked Game“

ADAM: „Wir haben die Akkord­folgen dieses Songs etwa 16 Mal geklaut, ohne dass es jemand bemerkt hätte. Außerdem hört man hier eines der schönsten Vocal-Samples in der Geschichte der Tonaufzeichnung, als würde Chris in dein Ohr flüstern, während er singt. Obendrein endet ‚Wicked Game‘ mit einer der traurigsten Zeilen aller Zeiten. ‚Nobody loves no one.‘ Düsterer geht es kaum.“

© That ’80s Show // YouTube

Massive Attack: „Angel“

ADAM: „Lange Zeit war ‚Angel‘ meine erste Wahl, wenn ich versuchte, Frauen zu bezirzen. Der Song ist dermaßen sexy. Tatsächlich hatte er auch großen Einfluss auf den Sound unseres neuesten Albums. Wir orientierten uns an der Dunkelheit und Intensität dieses Songs. Wir spielen ihn vor jedem Konzert. Unser Tontechniker spielt ihn ab, um das Publikum in Stimmung zu bringen. Klappt jedes Mal.“

© emimusic // YouTube

Prince: „Purple Rain“

THEO: „Müsste ich einen einzelnen Lieblingssong rauspicken, wäre es dieser. Das Unglaublichste: Wenn man den Song komplett anhört, wird er immer besser. Er beginnt mit diesen brillanten ­Akkorden, dann pusht dich der Refrain, dann geht es immer steiler bergauf. Am Ende kann man einfach nicht widerstehen und singt mit. ‚Wuu-uuh-uuh!‘ Prince ist einfach der größte noch lebende Musiker.“

© Casusa Ribeiro // YouTube

The Smiths: „There Is a Light That Never Goes Out“

THEO: „Womöglich die stärksten Lyrics aller Zeiten: ‚Driving in your car, oh, please don’t drop me home, because it’s not my home, it’s their home …‘ Als Teenager in Manchester, der Heimatstadt von The Smiths, trafen mich diese Worte ins Herz, bis heute bekomme ich davon Gänsehaut. Ich ­bewundere The Smiths, weil man nie wusste, welche Musik sie hörten. Sie klangen einfach so komplett anders.“

© pLusabLe1 // YouTube

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12 2015 The Red Bulletin

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