KITT

Fahrerlose Autos aus Hollywood: Zukunft gelandet? 

Foto: gettyimages

Sind die fiktiven Autos aus den Filmen Hollywoods in mancher Hinsicht bereits Realität? Die folgenden Modelle brauchten im TV und auf der Leinwand keinen Fahrer – Teile ihrer Technik haben unsere Straßen erreicht.

Autos, die keinen Fahrer brauchen, waren lange das Privileg filmischer Visionen. Heute kann davon längst keine Rede mehr sein. Einparkhilfe, adaptive Geschwindigkeitsregelung oder Kollisionswarn- und Schutzsysteme sind nur einige Beispiele dafür, was inzwischen Serienreife erreicht hat. Ein deutscher Hersteller hat 2015 bei einer Automesse bereits ein seriennahes autonomes Fahrzeug vorgestellt.  

Was genau bis zu welchem Zeitpunkt möglich sein wird, ist bislang offen. Ein Blick auf berühmte fahrerlose Autos aus Film und TV gibt zumindest eine Ahnung davon, wie weit die Autobauer in der Realität bereits gekommen sind.

Knight Rider (1982)

Gab es jemals ein selbstfahrendes Auto mit mehr Sexappeal? David Hasselhoff in der Rolle des Michael Knight hatte in dem fortschrittlichen Auto KITT den perfekten Partner – künstliche Intelligenz sei Dank. Der gepimpte 1982 Pontiac Trans Am konnte nicht nur sprechen, sondern glänzte auch mit einem unglaublich coolen roten Scanner mit einprägsamem Sound. Bonuswissen: KITT ist die Abkürzung für Knight Industries Two Thousand.

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Die Realitätsaussichten? Schon einmal ein Navi mit Sprachwiedergabe verwendet? Dein Auto ist längst im Gespräch mit dir. Wird dies mit autonomer Fahrtechnik verbunden, ist KITT viel realistischer, als du es jetzt vielleicht für möglich hältst.

James Bond 007 – Der Morgen stirbt nie (1997)

James Bond war schon immer ein Glückspilz, wenn es um Gadgets geht. Hier darf Gentleman-Agent Pierce Brosnan in einen BMW 750iL steigen, der so einiges kann. Das Über-Auto mag etwas konservativer als seine Vorgänger aussehen, macht dies aber durch eine ausgefuchste Fernsteuerung locker wett. Per Smartphone mal eben die Karre ein-, ausparken oder zur rechten Zeit an der rechten Stelle auftauchen lassen – beeindruckend.

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Die Realitätsaussichten? Tatsächlich hat sich die Technik der Smartphones enorm entwickelt, auch bezüglich der Automobile. Das hat zuletzt vor allem bei Sicherheitsfragen Schlagzeilen gemacht: Wissenschaftler schafften es, sich per Telefon in den Bordcomputer zu hacken, die Scheibenwischer zu betätigen und sogar zu bremsen.

Demolition Man (1993)

Sylvester Stallone und Wesley Snipes unterwegs im Jahr 2032. Zum Einsatz kommt ein Modus, in dem der „GM Ultralite“ per Sprach-Kommandos gesteuert wird. Allerdings muss Sly erkennen, dass das System nicht ganz stabil ist, wenn es zu Problemen kommt. Werden diese am Ende zu groß, kommt Sicherheitsschaum zum Einsatz. Sieht schräg aus – und macht garantiert keinen Spaß.

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Die Realitätsaussichten? Per Voice-Control das Infotainmentsystem steuern, ist bereits Alltag. Nur eine Frage der Zeit, wann die Stimme auch bei der Fahrt selbst eingreifen kann.

Minority Report (2002)

Der Lexus 2054 und Tom Cruise in der Haut von Chief John Anderton zeigen Anfang des Jahrtausends, wie sich die Filmemacher die Autozukunft vorstellen. Die Fahrzeuge im Film werden per Computer in einem gigantischen System vollautomatisch gesteuert, heißt: Einfach zusteigen und nichts tun. Das mag vor allem hektisch aussehen, wenn plötzlich Hochhäuser Teil des Straßenverkehrs werden, bleibt aber unter Kontrolle - solange niemand aufs Autodach klettert.

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Die Realitätsaussichten? Vollautomatische Vehikel auf Schienen für den öffentlichen Passagiertransport gibt es bereits in einigen Ländern. Manche Städte arbeiten daran, ähnliche Technologien in Bussen auf die Straße zu bringen.

Total Recall (1990)

Arnold Schwarzenegger alias Quaid kurvt im Jahr 2084 in einem fahrerlosen Taxi durch die Straßen. Am Steuer sitzt ein Roboterkopf mit Schultern. Der Automat wirkt zwar etwas beunruhigend und hat den Tick, ständig zu pfeifen. Aber: Er fährt dich, wohin du willst, solange du zahlen kannst. 

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Die Realitätsaussichten? In Singapur werden derzeit die weltweit ersten fahrerlosen Taxis eingeführt. Zunächst auf einen bestimmten Stadtteil begrenzt, sollen mit der Zeit weitere folgen und Geschwindigkeit sowie Reichweite erhöht werden. Tokio plant angeblich Ähnliches und will eine fahrerlose Taxi-Flotte bis zu den Olympischen Spielen 2020 installieren.

Das fünfte Element (1997)

Im Jahr 2263 wird es laut Film nicht nur den Autopiloten geben, sondern die Autos werden auch fliegen können. So machen es jedenfalls Bruce Willis und Milla Jovovich, wobei ein Vorteil nicht zu verachten ist: Falls nötig, wird locker von Vollautomatik auf Handsteuerung gewechselt – zum Beispiel für eine amtliche Verfolgungsjagd. Kleiner Service am Rande: Der Computer informiert über die Punkte, die sich durch Fahrverstöße ansammeln.

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Die Realitätsaussichten? Es scheint nicht mehr allzu weit, bis die ersten autonomen Fahrzeuge in Serie gehen. Allerdings: Trotz Fortschreiten der Drohnentechnik ist ein Abheben der Autos mittelfristig eher weniger zu erwarten.

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04 2016 The Red Bulletin

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