Warcraft

Warum der Warcraft-Film ein Erfolg wird

   

„Warcraft: The Beginning“ bringt die beliebte Computerspiel-Reihe ins Kino. Kann das Epos den Game-wird-Film-wird-Flop-Fluch brechen?

4 EIGENSCHAFTEN DES FILMS BZW. VON REGISSEUR DUNCAN JONES DEUTEN AUF EIN JA:

  • Authentizität
  • Autonomie
  • Gespür
  • vererbte Leidenschaft

 

Duncan Jones ist ein „Warcraft“-Nerd …

Jones liebt „Warcraft: Orcs & Humans“, das Echtzeit-Strategiespiel, auf dem der Film basiert. „Wir erzählen die Entstehungsgeschichte, in der Orks erstmals auf Menschen treffen“, verriet er dem australischen Filmmagazin „FilmInk“, „arbeiten eng mit Blizzard Entertainment (dem Publisher des Games; Anm.) zusammen und halten uns an die Gesetze der Fantasy-Welt.“

Aber er sieht den Film als etwas Eigenständiges … 

Zwölf Millionen Abonnenten machten „World of Warcraft“ 2010 zum erfolgreichsten Spiel der Welt. Heute sind es immer noch beeindruckende fünf Millionen. „Aber nicht alle werden in den Film gehen“, erzählte Jones der BBC. „Wir brauchen also auch andere Zuseher. Und für die ist das Ausgangsmaterial zweitrangig. Es geht also darum, den Kern zu finden, der dieses Projekt besonders macht.“

„Warcraft: The Beginning“ läuft seit 27. Mai im Kino.

© KinoCheck // YouTube

Seine Film-Credibility lässt uns hoffen …

Jones hat sein Gespür für starke Genre-Filme mit den Sci-Fi-Hits „Source Code“ und „Moon“ (Nachfolger „Mute“ ist in Vorbereitung) bewiesen, und er versteht den kulturellen Impact von Games. „Games-Verfilmungen wurden bisher nie ihren Vorlagen gerecht“, verriet er dem „Guardian“. „Meine Generation kann das ändern. Ich möchte vermitteln, warum so viele Leute Games lieben.“

Seine Familie schrieb Fantasy-Filmgeschichte …

Jones’ Vater ist kein Geringerer als David Bowie, der den Koboldkönig im 1986er-Fantasy-Klassiker „Die Reise ins Labyrinth“ spielte. „Ich war am Set“, erzählte Jones wegotthiscovered.com. „Ein Teil meiner Leidenschaft kommt daher. Ich merkte, was es bedeutet, an einem solchen Großprojekt zu arbeiten und Welten zu erschaffen, die deine Geschichte transportieren.“ 

GAME OVER

„Warcraft“ wird ganz sicher besser als diese Flops:

„Super Mario Bros.“ (1993)
Dieses Fiasko – trotz Bob ­Hoskins als Mario, John Leguizamo als Luigi und Dennis Hopper als Koopa – wurde ­eindeutig von jemandem ­gemacht, der nie zuvor ein Gamepad in der Hand hielt.

„Street Fighter“ (1994)
Knapp vorbei an der „So schlecht, dass es schon wieder gut ist“-Kategorie. Trotz (oder wegen?) Jean-Claude Van Damme, Kylie Minogue und Raúl Juliá.

„Doom“ (2005)
Man muss den Machern zugutehalten, dass sie mit einer Ego-Shooter-Sequenz nicht komplett auf die „Doom“-Fans vergessen haben. Aber nicht einmal Stars wie The Rock und Karl Urban konnten den Film davor retten, sich selbst ins Knie zu schießen.

Vorfreude! Die kurzweiligsten Film- und Festival-Highlights für lange Nächte.

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06 2016 The Red Bulletin

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