Die besten Zombie-Filme

Die besten Zombie-Filme - und warum wir sie lieben

Foto (oben): Getty Images

Zombies haben langsam aber sicher Hollywood für sich eingenommen. Aber wie haben sich Jedermanns Lieblings-Menschenfresser über die Jahre verändert? Und warum lieben wir sie eigentlich? Wir wagen eine Analyse mithilfe einiger der lustigsten und schrecklichsten Filme aller Zeiten.

Zombies sind ein Phänomen. Wir können einfach nicht genug bekommen von den lebenden Toten und ihrem leckeren Hirn-Essen. Das Konzept der Schreckensgestalten hat sich in den letzten Jahren aber deutlich verändert - aus gedankenlosen Sklaven unter  fremder Kontrolle auf Menschenjagd wurden gewalttätige, gliedmaßenfressende und hochintelligente Monster - auf Menschenjagd. 

Aber woher rührt die Idee, Tote wieder auferstehen zu lassen?

Ein Vorgänger für das, was wir heute den „modernen Zombie“ nennen, war Mary Shelley’s Frankenstein. Zahlreiche Geschichtenerzähler ließen sich für ihre Interpretation der Untoten von Shelley’s brutalem, körperlich mutierten Wesen, das nur auf Rache aus ist, inspirieren.

Es sollte allerdings bis ins Jahr 1968 dauern, ehe der Zombie, so wie wir ihn heute kennen und schätzen, geboren wurde. The Night of the Living Dead begründete eine neue Generation von Horror-Filmen und mit ihr die neue Kultfigur.

Dank Serien wie The Walking Dead oder iZombie sowie unzähligen Filmen sind die Schauerwesen heute längst Teil der Populärkultur. Hollywoods Bild des Zombies hat sich aber drastisch gewandelt.

Night of the Living Dead

Deutscher Titel: Die Nacht der lebenden Toten
Regie: George A. Romero
Jahr: 1968 

Der Film, der den Stein ins Rollen gebracht hat, wurde seit seinem Erscheinungsjahr bis zum Gehtnichtmehr kopiert, neuverfilmt und parodiert. Obwohl die lebenden Toten im Film nie als Zombies bezeichnet werden, markierten sie den Beginn der „Zombie Apokalypse“. Sie sollten eigentlich eine Kritik auf die sozialen Übel der damaligen Zeit darstellen.

Fun Fact: Blut wurde durch Schokoladesirup dargestellt, Menschenfleisch durch Schinken. Diese kulinarische Kombination lässt jeden Schauspieler auch im echten Leben schnell einmal erblassen.

„Vielleicht können wir nicht mehr miteinander leben, aber miteinander sterben ist auch keine Lösung.“
Helen Cooper - Die Nacht der lebenden Toten

© YouTube // SinanDC

Dawn of the Dead

Deutscher Titel: Zombie
Regie: George A. Romero
Jahr: 1978

10 Jahre nach der Geburtsstunde des neuen Film-Genres versuchte sich Romero ein zweites Mal und schuf den für viele besten Zombie-Film aller Zeiten. Er porträtiert darin den langsamen, langwierigen und unumgänglichen Untergang der Menschheit. Erneut lässt sich eine harsche Kritik an der modernen Gesellschaft und ihrer Konsumsucht feststellen, findet der Kampf zwischen Lebenden und Toten doch in einem für beide Seiten essentiellen Ort statt - einem Einkaufszentrum. Exzessive Gewalt und detailgetreues Verspeisen der Menscheinteile inmitten der sozialen Spannungsfelder machen den Film zu einem „must-see“. Und absolut unpassend als Ablenkung während des Abendessens …    

Fun Fact: Teile des Casts wurden durch das Make-up krank.

„Wir müssen gar nichts. Nur überleben.“
Stephen - Zombie

© YouTube // Coldheart9009

Shaun of the Dead

Deutscher Titel: Shaun of the Dead
Regie: Edgar Wright
Jahr: 2004

Romantic Comedies (RomComs) waren in der Welt des Films schon lange ein sicherer Hit und auch Zombie Comedies (ZomComs) nur zu gut bekannt. 2004 fügte Shaun of the Dead dem Ganzen dann aber eine weitere Facette hinzu und etablierte die RomZomCom. Saukomisch und übertrieben blutig zugleich hauchte das Werk von Edgar Wright einem sich abnutzenden Genre neues Leben ein und zeigte außerdem, dass die USA - in diesem Fall Hollywood - immer noch etwas von den Briten lernen können.

Fun Fact: George A. Romero, Schöpfer der Filme, die durch Shaun of the Dead gleichermaßen gewürdigt und parodiert werden, war so beeindruckt von der Performance von Simon Pegg und Edgar Wright, dass er sie glatt für sein Werk Land of the Dead (2005), den vierten Teil seiner Horror-Serie, für einen Cameo-Auftritt als Zombies engagierte.

„Du hast da was Rotes“
Ed - Shaun of the Dead

House of the Dead

Deutscher Titel: House of the Dead
Regie: Uwe Boll 
Jahr: 2003

Über die Jahre brachte uns das Zombie-Genre auf der einen Seite großartige Unterhaltung, auf der anderen Seite auch jede Menge Mist. Unter all den Fehlleistungen die größte aller Zeiten zu wählen, war daher nicht einfach. Aber wenn es um schlechte Filme geht, liegt man mit dem legendären „Schlechte-Filmemacher“ Uwe Boll eigentlich nie daneben. House of the Dead hat locker Potenzial als Paradebeispiel, wie man einen Zombiefilm nicht machen sollte. Ach ja, auch in der Kategorie „Schlechtester Trailer eines Zombiefilms“ wird die Produktion aus dem Jahr 2005 als großer Favorit gehandelt.

Fun Fact: Die Kritiken des Films waren so negativ, dass sich dänische Kinos geweigert haben, ihn zu kaufen.

„Sie haben das alles erschaffen, um unsterblich zu werden. Warum?“ - „Um ewig zu leben.“
Tiefsinniger Dialog aus House of the Dead

© YouTube // s flicks

Resident Evil

Deutscher Titel: Resident Evil
Regie: Paul W. S Anderson
Jahr: 2002

Das Fast and the Furious der Zombie-Franchise: Wer hätte gedacht, dass Alice so lange überleben würde, um im Jahr 2017 zum bereits 6. (!) Mal auf der Leinwand zu erscheinen? Teil 1 aus dem Jahr 2002 profitierte vom Hype rund um die beliebte Videospiel-Serie und machte aus dem Zombie-Splatter einen Actionfilm für alle mit wenigen Schock-Elementen (abgesehen von der abgefahrenen Laser-Szene). 

Fun Fact: Das Filmstudio hoffte anfangs auf eine PG-13-Altersfreigabe.

„Jetzt steht die Schlampe nicht mehr.“
Rain Ocampo - Resident Evil

© YouTube // Umbrella HD

The Evil Dead

Deutscher Titel: Tanz der Teufel
Regie: Sam Raimi
Jahr: 1981

Seit Jahren debattieren Kenner darüber, ob es nun ein Zombiefilm ist oder nicht. In Sam Raimis The Evil Dead sehen wir keine klassichen Zombies, wie wir sie kennen und schätzen, dafür aber von den Toten Auferstandene. Wie auch immer handelt es sich zweifellos um einen der besten Horrorfilme aller Zeiten. 

Fun Fact: Am Ende eines „normalen“ Drehtags wurde Bruce Campbell immer auf der Ladefläche eines Pickup-Trucks nach Hause gebracht, weil er von Kopf bis Fuß voll mit künstlichem Blut war.

„Danke dass du mich aus dem Feuer gezogen hast. Ich weiß nicht was ich getan hätte, wenn mein schöner Körper verbrannt wäre.“
Shelly - Tanz der Teufel

© YouTube // RetroSpectoVideos

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10 2015 Redbulletin.com

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