Batman und Robin

Was wurde aus diesen Batman-Darstellern und welcher von ihnen war wirklich der beste?

Foto: Getty Images

Kein Superheld wurde von so vielen verschiedenen Schauspielern verkörpert wie Batman - aber welcher von ihnen war der beste? - Teil 2

Wir haben euch in Teil 1 gezeigt, wie sich Batman von der klobigen Version, die 1943 ein Teil der Kriegspropaganda war, zu Tim Burtons traumhafter Vision entwickelte. Aber wie schlägt sich der dunkle Ritter seither? Hier ist Teil 2 unseres Rückblicks auf die Historie der Batman-Darsteller.

5. Val Kilmer (1995)

1995 übernahm Joel Schumacher den Regiestuhl und wagte sich an die schwierige Aufgabe, Tim Burtons großartige Arbeit fortzuführen. Val Kilmer versuchte sich als Hauptdarsteller und lieferte die unspektakulärste Darbietung der modernen Ära ab. Die bunte, familienfreundliche Interpretation des maskierten Rächers war nicht so schlecht, sie war aber auch nicht gut.

© TheTrailerGal // YouTube

Kostüm und Figur: Muskeln. Große, dicke Plastikmuskeln. 
Das kam danach: Kilmer war mit dem Ausmaß seiner Bildschirmpräsenz alles andere als zufrieden und beschloss, keinen zweiten Einsatz als Batman zu absolvieren. Mit seiner Karriere ging es von da an bergab, bis er 2002 in Salton Sea wieder auftauchte. Seit seiner Zeit als Verbrechensbekämpfer legte er einige Kilo an Körpergewicht zu, als erfahrener Schauspieler ist er in Nebenrollen aber immer noch gefragt.
Fun Fact: Kilmer ist der einzige blonde Schauspieler, der jemals Bruce Wayne/Batman verkörperte.

Rating: 6/10 Batarangs

6. George Clooney (1997)

In Batman und Robin wurde es etwas kurios. Nichts war mehr zu sehen vom dunklen Touch und der Gothic-Architektur aus Tim Burtons Vision. An deren Stelle rückte eine Welt, die sich nostalgisch mehr an jene von Adams Wests Batman anlehnte, als an die von Kilmers. Der Streifen mit George Clooney gilt bei vielen Fans als schlechtester Batman-Film überhaupt. Eine Batkreditkarte? Echt jetzt?

Kostüm und Figur: Nippel. Große, dicke Plastiknippel!
Das kam danach: Irgendwie konnte auch dieser Film Clooneys Karriere nicht umbringen. Mr. Nespresso versuchte weiter „Action-Held Clooney“ in den späten 90er Jahren zu etablieren, ehe er sein Schicksal akkzeptierte und auf seine wahren Schauspiel- und Regiequalitäten setzte.
Fun Fact: Clooney wurde zum ersten Batman, der einen Oscar gewann. 2006 erhielt er die Auszeichnung als bester Nebendarsteller in Syriana.

Rating: 4/10 Batarangs

7. Christian Bale

Wenn es etwas gibt, das Joel Schumacher richtig gemacht hat, dann war es, einen so schlechten Film zu produzieren, dass wir später einen wahnsinnig guten Film bekommen sollten. Die Katastrophe Batman und Robin sorgte dafür, dass geplante Fortsetzungen verworfen wurden und man sich zurück an die Schreibtische setzte. 2005 bekam Gotham dann dank Christopher Nolans realistischer, grober Version den Batman, den es verdiente. Christian Bale gab, wie eine Fledermaus in der Dunkelheit, den Weg für viele darauffolgende Superhelden-Filme vor.

© thecultbox // YouTube

Kostüm und Figur: Bale pumpte sich für die Rolle auf, um es so aussehen zu lassen, als könnte es ein normaler Mann wirklich mit zehn Typen aufnehmen, ohne dabei selbst zu sehr einstecken zu müssen. Der Suit war praktisch, realistisch und nicht unbesiegbar. Oh, und er hatte auch ein blutverschmiertes Shirt.
Das kam danach: Bale spielte zwei weitere, von den Kritikern gefeierte, Batman-Filme, die Reihe brach allerorts Rekorde. Bale war aber immer eine Art Chamäleon, wenn es um seine Wandlungsfähigkeit ging. Deshalb wurde er wenig überraschend auch nicht in eine Schublade gesteckt. Vom Action-Helden in Batman und Terminator bis hin zum fetten Trickbetrüger Irving Rosenfeld in American Hustle deckt er alles ab.
Fun Fact: Bale trainierte sich fast 28 Kilogramm Muskelasse für die Rolle des Batman an, nachdem er für The Machinist eine Menge Gewicht verloren hatte. 

Rating: 8/10 Batarangs

8. Will Arnett

„Will Arnett war Batman?“, hören wir dich fragen. Ja, auch wenn er nie in das Cape schlüpfte, gab er dem dunklen Ritter im LEGO Movie eine Persönlichkeit und verlieh ihm ein humoristisches Element. Damit konnte er sowohl Kinder als auch Erwachsene für sich gewinnen.

© Movieclips Coming Soon // YouTube

Kostüm und Figur: So muskulös, wie es eine Lego-Figur nur sein kann. 
Das kam danach: Der Erfolg im LEGO Movie brachte ihm seinen eigenen Spin-off-Film ein, der 2017 erscheinen soll. Der Arrested Development-Star ist zudem an der Seite von Megan Fox in Teenage Mutant Ninja Turtles-Filmen zu sehen.
Fun Fact: Morgan Freeman gab zu, der Batman im LEGO Movie sei seine Lieblingsversion des Charakters.

Rating: 8/10 Batarangs

9. Ben Affleck 

Affleck wird mit Zak Snyders Vorstellung eines älteren Batman, der schon einiges durchgemacht und mit Problemen zu kämpfen hat, eine neue Ära des Kult-Helden auf der großen Leinwand einläuten. Ob es ein Erfolg wird? Das kann nur die Zeit weisen.

© Movieclips Trailers // YouTube

Kostüm und Figur: Das wird wohl der massigste Batman bislang und er sieht aus, als wäre er dafür gemacht, jemandem in den Arsch zu treten, egal ob Mensch oder Alien. Das Batmobil ist mit seinem glatten Design und sonstigen Features ein Mix aus Alt und Neu. Nicht zu vergessen der gepanzerte Batsuit, der dem Hulkbuster Konkurrenz machen könnte. 
Das kam danach: Dieser Film ist nur der Startschuss im Kino-Universum von DC, also seid nicht überrascht, wenn Batman Affleck bald überall auftaucht. Es wird einen Cameoauftritt in Suicide Squad haben und ein eigener Batman-Film, unter Afflecks Regie, soll ebenfalls in der Pipeline ligen. Wenn es für DC gut läuft, wird uns „Batfleck“ noch lange Zeit begleiten.
Fun Fact: Affleck ist der erste Kino-Batman, der die Rolle übernimmt und älter ist als sein Vorgänger. Affleck wurde 18 Monate vor Bale geboren.

Rating: Das werdern wir erst sehen. Oder hat Jimmy Kimmel es uns schon gespoilert? 

© YouTube // Jimmy Kimmel Live

Klicken zum Weiterlesen
03 2016 redbulletin.com

Nächste Story