Tipps Startup gründen

5 Tipps mit denen dein Startup durchstartet

Text: Kurt Vierthaler
Bilder: Getty images

Pioneers-Co-Founder Andreas Tschas hat fünf Tipps, die du beachten solltest, wenn du dein eigenes Unternehmen gründen willst. 

Der Experte weiß worauf es ankommt und über welche Punkte man sich Gedanken machen sollte:

  • Die Idee
  • Die Risikobereitschaft
  • Das Team
  • Die Community
  • Das Scheitern

1. Die Idee

Natürlich steht am Anfang jedes erfolgreichen Unternehmens die Grundidee. Andreas Tschas, CEO und Co-Founder von Pioneers, präzisiert: „Man muss immer zuerst überlegen, warum ich etwas mache. Welche Probleme löse ich mit meinem Startup?“ Ist eine potenzielle Lösung erstmal gefunden, ergibt sich das Finanzielle meist von allein. Tschas führt das Startup Lightsail Energy als Beispiel an. „Windräder produzieren ja nur Strom, wenn sie sich drehen. Wenn es keinen Wind gibt, produzieren sie keinen Strom. Lightsail Energy hat eine Pufferfunktion eingebaut. Die Luft wird durch die erzeugte Energie komprimiert und dann benützt, wenn sich das Windrad nicht dreht.“ Dass sich mit dieser Innovation im Energiesektor Geld verdienen lässt, ist kein großes Geheimnis.

2. Die Risikobereitschaft

Die beste Idee nützt nichts, wenn man nicht den Mut hat, sie auch umzusetzen. „Just fucking do it“, zitiert Andreas Tschas das unter Startups gängige Motto und erläutert: „Wenn du dran bleibst, hart kämpfst und dich auch immer kritisch hinterfragst, dann werden sich immer Leute finden, die dir Geld geben. Es muss nur Leidenschaft vorhanden sein.“ Wohlhabende Menschen, die als potenzielle Investoren in Frage kommen, gäbe es zur Genüge. „Sie wissen meist ohnehin nicht, was sie mit ihrem Geld machen sollen. Ein Investment in ein Startup kann sehr reizvoll sein.“

Mark Zuckerberg Facebook

Mark Zuckerberg hat das geschafft, wovon viele träumen: Ein Startup zu gründen und damit richtig erfolgreich zu sein.

3. Das Team

Ein ganz wichtiger Baustein für ein erfolgreiches Startup ist das Team. „Man muss sich wirklich gut überlegen, wer welche Fähigkeiten mitbringt und wo man seine Leute einsetzt“, erklärt Tschas. „Es bringt nichts, wenn man viele Mitarbeiter mit den selben Fähigkeiten hat.“ Interdisziplinäres Denken ist dabei das Schlagwort. Außerdem sei es essentiell, dass die Werte übereinstimmen. Tschas: „Eine Firma ist wie eine Ehe, man ist gerade am Anfang rund um die Uhr zusammen.“

4. Die Community

Mit offenen Augen durchs (Berufs)Leben gehen, Hilfe annehmen, sich vernetzen: Nirgendwo ist die Community wichtiger als bei Startups. „Man kann ganz leicht an Startup-Veranstaltungen teilnehmen und Leute kennenlernen, die einem weiterhelfen können. So kann man viele Fehler vermeiden, die man andernfalls gemacht hätte. Die Community ist so inklusive, so offen. Das sollte man unbedingt nützen“, empfiehlt Tschas.

5. Das Scheitern

„Man muss sich auch darauf einstellen, dass es eine ziemliche Achterbahnfahrt wird“, schmunzelt Tschas. Auch er habe immer wieder Rückschläge einstecken müssen. Wichtig sei jedoch, was man daraus mache. „Man kann aus Rückschlägen wahnsinnig viel lernen. Vielleicht ist es nicht die erste Idee, die einschlägt. In Amerika ist es sogar so, dass du als Gescheiterter hochgeachtet bist. Einmal zu scheitern gehört dort zum Unternehmertum dazu. In Europa bist du hingegen abgestempelt. Aber wenn du nie etwas ausprobierst, wirst du auch nie herausfinden, ob es das Richtige ist.“

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05 2016 THE RED BULLETIN

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