Aushilfsjobs JobCheck

JobCheck: Das schnelle Tool für Aushilfs- und Teilzeitjobs

Text: Christoph Kristandl
Bild: JobCheck

JobCheck tritt an, um die kurzfristige Personalvermittlung zu optimieren. Ihre App vermittelt bereits Aushilfs- sowie Teilzeitjobs schnell und unkompliziert. Die Vision des Grazer Startups: Ein umfassendes Job-Portal für die Hosentasche.

Ein einfaches Tool, das ein Problem löst, das viele Unternehmen kennen: kurzfristiger Personalbedarf. Das war die Vision von Simon Sattlegger und Peter Basili. Mit ihrer App JobCheck wollen die beiden Grazer Abhilfe schaffen und Arbeitgeber mit Arbeitnehmern rasch und unbürokratisch zusammenführen.

„Es gibt so viele Leute, die kurzfristige Arbeit suchen und ebenso Unternehmer, die helfende Hände benötigen. Warum diese beiden Gruppen also nicht auf sinnvolle Art connecten“, meint Sattlegger, der als Selbstständiger in der Gastronomie-Branche nur zu gut weiß, wie viel Zeit bei der Rekrutierung von Aushilfen und Teilzeitkräften verloren geht. 

„Gerade in dieser Branche kommt es oft zu kurzfristigen Absagen und über das Arbeitsmarktservice ist es immer schwierig und langwierig, Einspringer zu bekommen. Man verbringt Stunden damit, Profile abzugleichen, Bewerbungen zu durchforsten und Gespräche zu führen. Wir dachten uns, das muss doch einfacher, besser und schneller gehen“, erklärt Sattlegger The Red Bulletin Innovator.

Über 100 Unternehmer und weit über 1000 User aus dem Großraum Graz verwenden JobCheck bereits und werden über die Einstellungen in ihren Profilen miteinander verbunden.  

„Ich habe in meinem Leben schon viele Bewerbungen gelesen. 90 Prozent davon werden gleich gelöscht, weil die Bewerber nicht zum jeweiligen Job passen. Deswegen haben wir das Profil auf das Wesentliche heruntergebrochen, das für solche Aushilfs- und Teilzeitjobs ausreichend ist“, sagt Sattlegger. 

Wer einen Job sucht, kann aus 13 Branchen wählen und in seinem Profil etwa Erfahrungsgrad und zeitliche Verfügbarkeit angeben. Passt dies mit dem Offert eines Arbeitgebers zusammen, wird man per Push-Nachricht informiert. 

So funktioniert JobCheck

Der Arbeitgeber erstellt ein Job-Offert und legt hierbei Branche, Tätigkeit, Datum, Arbeitszeit sowie Ort fest.

Alle Bewerber, welche mit den festgelegten Kriterien der ausgeschriebenen Positionen „matchen“, werden sofort per Push-Nachricht über eine offene Stelle informiert.

Der komplette Prozess – von der Bewerbung, über die Einladung des Arbeitgebers, bis zur verbindlichen Zusage des Bewerbers – funktioniert über die JobCheck-App.

Die App ist kostenlos für die Betriebssysteme Android und iOS verfügbar. Arbeitgeber bezahlen pro Job-Offert einmalig einen Betrag „im einstelligen Euro-Bereich“. 

Integriert ist auch ein Sterne-Bewertungssystem, um den Anspruch an Qualität und Verlässlichkeit hoch zu halten. Je mehr Sterne ein Bewerber hat, desto höher erscheint er im Suchprofil für zukünftige Arbeitgeber.

„Im Grunde ist es nicht anders, als wenn ich einen Rasierer auf Amazon kaufe: Ich will kein Datenblatt studieren und mit sieben anderen vergleichen. Der Rasierer, der bei einer Vielzahl von Bewertungen 4,5 Sterne hat, muss gut sein. Dieses Prinzip wollen wir auch in der App umsetzen. Es soll alles so einfach wie möglich sein.“

© JobCheck // Youtube

Mit seinen geplanten Erweiterungen soll JobCheck zur umfassenden Anlaufstelle für Teilzeitkräfte sowie Personalplanungs-Tool für kleine und mittlere Unternehmen werden. Sprich eine App, in der für beide Seiten alles zu finden ist, was man für solche Jobs braucht.

„Wir sind mit der Arbeit verheiratet.“

Von Graz aus wollen die beiden Steirer zunächst ganz Österreich erschließen, Grenzen setzen sie sich aber naturgemäß keine, wie Basili verrät: „Wir denken auch langfristig und international. Das hat schon beim Namen begonnen und mit jobcheck.com konnten wir uns, nach zähen Verhandlungen mit einem Koreaner, auch die passende Domain sichern.“

Dass die Arbeitstage derzeit ziemlich lang sind, macht dem Duo, das JobCheck aktuell noch neben ihren regulären Berufen betreibt, nichts aus. „Es hat als Idee angefangen und jetzt zu sehen, das wir es umsetzen können, das taugt uns. Da schaut man auch nicht auf die Stunden, wie man es vielleicht bei einem Bürojob machen würde“, sagt Basili, der wie Sattlegger „mit der Arbeit verheiratet“ ist.

Die zahlreichen Selbstständigen im Bekanntenkreis und deren Expertisen sind für die JobCheck-Gründer ebenso von Vorteil, wie ihre langjährige Freundschaft. „Das erleichtert schon einiges. Man kennt sich und weiß, wann man sich eher aus dem Weg geht“, erklärt Sattlegger. Und wie löst man zu zweit Fragen, in denen man unterschiedlicher Meinung ist? „Armdrücken!“, meint das Duo mit einem Schmunzeln.

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06 2016 THE RED BULLETIN INNOVATOR

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