Megan Ellison

Megan Ellison, die Star-Produzentin

Foto: Getty Images

Megan Ellison zeigt Hollywood, wie man Filme produziert, die mutig und erfolgreich sind.

Böse Zungen behaupteten bis vor zwei Jahren, Megan Ellison sei haupt­beruflich Tochter. Hieße ihr Vater nicht Larry Ellison, Softwareguru und drittreichster US-Amerikaner, wäre die 29-Jährige nur eine weitere Studienabbrecherin, die von einer Filmkarriere träumt. Doch Ellison nutzte ihr bescheidenes Taschengeld, um Filme zu produzieren. Gute Filme. Heute gilt sie als Avantgardistin ­eines Kulturwandels in Hollywood.

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Der aktuellste Streich von Megan Ellison: „Joy - Alles außer gewöhnlich“ mit Jennifer Lawrence in der Hauptrolle

© YouTube // 20th Century Fox Switzerland

Während sich die großen Filmstudios immer weiter in deppensichere Remake-Prequel-Sequels flüchten, finanziert die junge Erbin ungewöhnliches, ­mutiges Kino. Es sind Filme mit ­mittleren Budgets, aber großen Stars: Kathryn Bigelows Bomben­erfolg „Zero Dark Thirty“, Paul Thomas Andersons Scientology-Epos „The Master“ und Harmony ­Korines Punk-Disneyclub-Crossover „Spring Breakers“ würden ohne die Jungproduzentin nicht existieren. Interviews gibt sie keine. Mit der Öffentlichkeit kommuniziert Ellison lediglich via Katzenfotos und bissige Tweets. Sie hat die Zukunft kapiert.

Und für alle, die mit Filmen wie „Her“ nicht so viel anfangen konnten, macht Megan Ellison bis 2018 zwei „Terminator“-Sequels. Versprochen.

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01 2016 The Red Bulletin

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