Pioneers

Flieg‘ in die Zukunft

Bild: Hendo

Sei der Erste in der Zukunft: 13 Ideen, die vielleicht die Welt verändern werden, aber ganz sicher dein Denken. Hier unser Teil 1: futuristische Flugbegleiter

Fliegende Begleitung

FILM MICH, DROHNE! Was Xavier de Le Rue, Pro-Snowboarder und Filmemacher, an Drohnenkameras wahnsinnig nervte: Man brauchte immer eine Person, die per Fernsteuerung das Bild kontrollierte. Das müsste doch auch automatisch gehen, dachte sich der Franzose. Mit einer Drohne, die sich selbst steuert. Und dabei immer den richtigen Bildausschnitt hält. Einen Winter voller Tests und ein verrückt erfolgreiches Kickstarter-Funding später ist sie Realität.

Die voll autonome Kameradrohne, die de Le Rue mit seinen Freunden von Squadron System entwickelt hat, heißt Hexo+. Sie orientiert sich am GPS-Signal deines Smartphones. Auf der App wählst du einen Kamerastil (z. B. Nahaufnahme, Panorama, Kreisflug), und die Drohne hält dich immer perfekt im Bild. Egal ob du gerade auf dem Snowboard einen Gletscher runterschneidest, im Abendrot den Strand entlangläufst oder auf der Wiese liegst. Diese Drohne verlässt dich nicht.

Hexo

Hexo+

Pioniere: Squadron System
Kommt: noch dieses Jahr
Kostet: ca. 1100 Euro

© Hexo+

Es hebt ab! 

ENDLICH 2015. Was passiert jetzt eigentlich mit dem Raum-Zeit-Kontinuum, Doc? Wir wünschen uns das Hoverboard doch nur deswegen, weil wir es schon kennen. Aus dem fiktiven Jahr 2015 in „Zurück in die Zukunft II“. Haben Greg und Jill Henderson vom Start-up Arx Pax mit ihrem dieses Jahr erschienenen Prototyp also eine zweite Realität erschaffen? Oder ist unser Universum gerade dabei, in sich selbst zusammenzufallen? Wir werden sehen. Echte Hoverboards sollten uns das Risiko auf jeden Fall wert sein.

Hendo

Hendo Hover

Pioniere: Jill & Greg Henderson
Prototyp: 10 Stück
Akkulaufzeit: 15 Minuten

Sein Magnetfeld funktioniert nur auf Flächen aus Kupfer oder Alu. Nicht auf Wasser.

© Hendo

„Ich versteh nicht ein einziges Wort. Ich weiß nicht, was hier los ist.“ 
Marty McFly in „Zurück in die Zukunft II“

Skateboard-Pioneer Tony Hawk hebt ab mit dem Hendo Hoverboard.

WO MUSK DER CROWD VERTRAUT

ROHRPOST. In autogroßen Transportkapseln, mit Luftkompression angetrieben, nahe an der Schallgeschwindigkeit, aus Solarenergie gespeist – so flitzen wir durch ein erdumspannendes Röhrensystem. Wenn wir Elon Musk glauben wollen – und wieso sollten wir das nicht? – sieht so die Mobilität der Zukunft aus. Das Schöne daran: Musk vertraut der Crowd. Der Erfinder-Milliardär hat sein Baby zum „Open Source“-Projekt erklärt. Was Hyperloop zum berühmtesten Projekt auf jumpstartfund.com machte. Diese Plattform hebt Crowdfunding auf ein neues Level – indem es Unternehmer, Experten und Investoren zu einer Community vernetzt.

Pioneers

Hyperloop

Pionier: Elon Musk
Top Speed: 1000 km/h
Luftdruck in der Röhre: 1/1000 bar
Status: 2016 soll in Kalifornien eine erste Teststrecke von 8 Kilometern entstehen.

© Hyperloop

Lauftechnik für die Lauftechnik

Heiße Sohle. Seit mehreren Jahren schon tüftelt das Münchner Start-up Moticon an der besten Sensorsohle der Sportwelt. Mit dem Open-Go-System scheint dem Unternehmensgründer Maximilian Müller der Durchbruch gelungen zu sein. Profisportler und Physiotherapeuten sind die Zielgruppe für diese ultradünne Sohle, die Druckverteilung, Beschleunigung und Ganglinie misst. Schweißgeruch leider noch nicht.

OpenGo

OpenGo

Pionier: Maximilian Müller
Entwickelt: seit 2009
Sensoren: 13 pro Sohle
Kostet: 1.795 Euro

© Moticon

Klicken zum Weiterlesen
09 2015 The Red Bulletin

Nächste Story